• 27. Februar 2020 · 17:02 Uhr

Renault: Schritt zurück am Donnerstag, demnächst drei nach vorn

Esteban Ocon ging am Donnerstag nach eigenen Angaben einen Schritt zurück - Doch für die ersten vier Rennen hat Renault gewaltige Fortschritte geplant

(Motorsport-Total.com) - Im letzten Jahr nach den alten Regularien in der Formel 1 hat Renault noch einmal das Auto komplett über den Haufen geworfen: Schmale Nase, geringer Anstellwinkel, neues Aero-Konzept. Mit so vielen Neuerungen kommt es schnell vor, einmal in die falsche Richtung zu bauen. Genau das ist offenbar am Donnerstagvormittag geschehen.

Esteban Ocon

Renault musste nach dem Donnerstagvormittag eine Rolle rückwärts einlegen Zoom Download

"Wir haben heute einen Schritt zurück gemacht", sagt Esteban Ocon. "Damit sind wir natürlich nicht genau dort, wo wir sein wollten, weil wir nicht die gewünschten Verbesserungen erzielt haben. Aber wir haben reichlich Daten zu analysieren und wissen bereits, wo das herkommt."

Die Balance des R.S.20 war nicht überzeugend. "Ja, es gibt immer Arbeit in dieser Hinsicht", gibt der 23-Jährige zu. "Ich denke, heute sind wir in die falsche Richtung gegangen. Die Balance war schlechter als an den vorherigen Tagen. Deshalb sind wir für den Nachmittag auf eine angenehmere Balance zurückgegangen."


Fotos: Formel-1-Testfahrten in Barcelona


Ab Freitag werde dann noch einmal eine "neue Richtung" eingeschlagen, verspricht er. "Wir haben noch Zeit, den Punkt zu erreichen, an dem wir sein wollen. Und das Auto ist an den vorigen Tagen richtig gut gewesen, deshalb mache ich mir keine Sorgen."

Drei Updates in vier Rennen

Dem Renault geht, so wird gesagt, zuerst an der Front der Grip aus - also eine Untersteuer-Tendenz. Der Franzose widerspricht: "Wir haben viele verschiedene Dinge probiert. Mal war es die Front, wo uns zuerst der Grip ausgegangen ist, mal das Heck. Es stimmt also nicht, dass wir im Vergleich zu anderen eher vom Grip an der Vorderachse begrenzt werden."

Wo Renault genau steht, möchte er nicht kommentieren. "Es ist ein bisschen zu früh, darüber zu sprechen. Wir beginnen derzeit, gewisse Trends zu sehen, aber es ist noch zu früh. Das Auto ist in jedem Fall ein Schritt nach vorn gegenüber dem, was ich in Abu Dhabi vergangenes Jahr getestet habe. Aber wir brauchen noch ein bisschen mehr."

Teamchef Cyril Abiteboul hingegen geht einen Schritt weiter: "Wir liegen mit McLaren auf einer Ebene. Racing Point hat ein bisschen die Nase vorn."

Natürlich läuftt die richtige Entwicklung erst an - gerade bei Renault. 'Auto Motor und Sport' zufolge haben die Franzosen für die ersten vier Rennen drei Updates geplant. In Melbourne, Vietnam und Zandvoort sollen demnach "größere Ausbaustufen" ans Auto kommen.

Andererseits braucht das Enstone-Team rasche Fortschritte, schließlich will sich Renault frühestmöglich auf die große Chance 2021 konzentrieren.

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