• 16. November 2011 · 09:26 Uhr

Bottas: Nicht schlecht für das erste Mal

Valtteri Bottas fährt den Williams in Abu Dhabi zum ersten Mal auf einer richtigen Rennstrecke - Getriebeprobleme bremsen den Finnen am Dienstag

(Motorsport-Total.com) - Seit fast zwei Jahren steht Valtteri Bottas als Testfahrer bei Williams unter Vertrag. Der 22 Jahre alte Finne musste jedoch bis zum offiziellen Nachwuchsfahrertest der Formel 1 in Abu Dhabi in dieser Woche warten, um den FW33 zum ersten Mal auf einer richtigen Rennstrecke bewegen zu dürfen. Bis Dienstag brachte es Bottas nämlich nur auf fünf Funktionstests für das Team aus Grove, bei denen er lediglich geradeaus zu fahren hatte.

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Valtteri Bottas durfte am Dienstag erstmals mit dem FW33 um eine Kurve fahren Zoom Download

Trotz seiner Unerfahrenheit in Bezug auf Kurvenfahrten in der Formel 1 fand sich der GP3-Champion im Cockpit auf Anhieb zurecht. Das Lenkrad kenne er bereits von den Simulatortests und den Geradeausfahrten. "Deshalb kenne ich mich mit den Knöpfen schon aus", meinte Bottas. Die zahlreichen Knöpfe und Drehschalter am Lenkrad eines Formel-1-Rennwagens sind aber längst nicht alles, woran sich ein Nachwuchspilot gewöhnen muss.

"Es war schön zu erfahren, wie es körperlich ist", sagte Bottas, der am Dienstag insgesamt 71 Runden abspulte. "Ich habe hierfür viel trainiert und das hat wirklich geholfen. Körperlich hatte ich keine großen Probleme. Es ist anstrengend unter diesen wirklich heißen Bedingungen, aber ich kann mich immer noch zu hundert Prozent aufs Fahren konzentrieren."

Am Nachmittag konnte sich Bottas zudem etwas ausruhen - wenn auch unfreiwillig. Das Getriebe des Williams streikte. Und auch sonst ging es an seinem ersten richtigen Formel-1-Test nicht primär darum, das Limit des Autos auszuloten. Es war eher Arbeit an der technischen Basis gefragt. "Am Anfang haben wir ein paar Aero-Tests gemacht, da hatten es nicht auf volle Runden abgesehen. Das war bloß eine Installation und dann ging es wieder zurück in Box."

Später durfte Bottas dann aber richtig Gas geben. Am Ende stand für ihn eine persönliche Bestzeit über 1:43.118 Minuten zu Buche, was mit rund fünf Sekunden Rückstand auf den Trainingsschnellsten Jean-Eric Vergne zu Platz sieben im Tagesklassement reichte. "Für einen ersten Tag bin ich wirklich zufrieden. Es war schließlich mein erstes Mal auf einer richtigen Strecke. Ich bin froh, dass meine Zeiten nicht schlecht waren", fand Bottas.

Seine letzte Ausfahrt durfte der Finne mit einem frischen Satz weicher Reifen bestreiten. "Aber immer noch nicht mit der leichtesten Tankladung", wie er betonte. "Bei diesem Test ist es nicht das Ziel, die superweichen Reifen aufzuziehen und die beste Rundenzeiten anzupeilen. Wir versuchen, das Beste aus der Zeit auf der Strecke herauszuholen."

Am Mittwoch wird Bottas erneut Gelegenheit haben, auf dem Yas-Marina-Circuit zu testen. Dann wird er auch endgültig wissen, worauf er sich eingelassen hat. "Der Abtrieb und die G-Kräfte sind auf einem anderen Niveau als alles andere. Das war eine kleine Überraschung. Aber sobald man sich daran gewöhnt, ist es kein Problem. Ich bin auf einen gewissen Level gekommen, aber die harte Arbeit besteht darin, die letzten Zehntel zu finden", weiß der Nachwuchspilot.

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