• 28. Februar 2010 · 18:06 Uhr

Mercedes: "Sind noch nicht da, wo wir hinwollen"

Michael Schumacher und der W01 waren beim Testabschluss in Spanien schnell unterwegs, doch Ross Brawn sieht Mercedes nicht an der Spitze

(Motorsport-Total.com) - Am vierten und letzten Testtag im spanischen Barcelona ließen die Formel-1-Teams ein letztes Mal ihre Muskeln spielen, doch für die Spitze reichte es bei Mercedes nicht. Michael Schumacher drehte zwar insgesamt 123 Runden auf dem Circuit de Catalunya, konnte die Bestzeit von Lewis Hamilton (McLaren) aber nicht gefährden. In 1:20.745 Minuten belegte der Deutsche den sechsten Tagesrang.

Michael Schumacher

Michael Schumacher bestritt die letzten der 6.311 Testkilometer von Mercedes Zoom Download

Damit handelte sich Schumacher bei der letzten Probegelegenheit vor dem Saisonauftakt rund 0,3 Sekunden Rückstand auf den Topwert des Tages ein, legte aber immerhin über 560 Testkilometer zurück. In der Wochenrangliste rangiert der 41-Jährige mit der Rundenzeit vom Sonntag auf dem neunten Platz, Teamkollege Nico Rosberg kam nach zwei Tagen im W01 auf den achten Rang.

Schumacher gibt sich zuversichtlich

Schumacher setzte sich am Sonntag mit einem intensiven Tagesprogramm auseinander und beschäftigte sich am Vormittag vorrangig mit dem Setup seines Silberpfeils, ehe sich der Routinier an der allgemeinen Zeitenjagd beteiligte und einige Qualifikationsrunden drehte. Am Nachmittag traf "Schumi" weitere Rennvorbereitungen und brachte die Testfahrten für Mercedes zum Abschluss.

"Es ist immer schwierig, etwas aus den Testfahrten herauszulesen."Michael Schumacher
"Die vier Testtage in Barcelona haben uns dabei geholfen, deutliche Fortschritte mit dem W01 zu machen", sagt Schumacher. "Ich fühle mich zuversichtlich, was den Saisonstart anbelangt. Es ist immer schwierig, etwas aus den Testfahrten herauszulesen. Ich kenne unser Programm und denke, es ist nur fair, wenn wir sagen, dass die Zeiten nicht immer das wahre Bild wiedergegeben haben."

"Wir haben uns vielen Setupvarianten und Entwicklungsevaluationen gewidmet und konnten dabei wertvolle Informationen zusammentragen. Diese werden wir vor Bahrain intensiv studieren", meint der siebenmalige Formel-1-Weltmeister und fügt an: "Wir gehen mit einem guten Gefühl in das erste Rennen. Wir wissen, dass wir dort einige Modifikationen erhalten werden", so Schumacher.

Brawn: Noch ist Mercedes nicht in Topform

"Viel wichtiger ist allerdings, dass wir nun auch wissen, dass unsere Aussichten für die ersten Rennen recht ordentlich sind", gibt der Rekordchampion zu Protokoll. Teamchef Ross Brawn schließt sich den Äußerungen seines Stammpiloten an: "Mit dem heutigen Tag beschließen wir unser Testprogramm. Insgesamt sind wir zufrieden mit den Fortschritten, die uns mit dem W01 gelungen sind", so Brawn.

"In Bezug auf unsere Leistung sind wir noch nicht da, wo wir eigentlich hinwollen."Ross Brawn
"Die Integration von Michael und Nico in unser Team stimmt uns ebenfalls zufrieden. In Bezug auf unsere Leistung sind wir aber noch nicht da, wo wir eigentlich hinwollen. Andererseits sind wir so weit nicht weg. Beim Testen ist es immer sehr schwierig, dich im Vergleich zur Konkurrenz einzuschätzen. Außerdem werden wir rechtzeitig zum ersten Rennen ein umfangreiches Updatepaket erhalten."

Diese Neuerungen sollten uns weiter voran bringen", meint der Brite und lobt sein neues Fahrerduo für seine Testleistung: "Michael und Nico haben während der Tests eine gute Figur gemacht und ziehen bei der Entwicklung des Autos prima an einem Strang", findet Brawn. Von Siegen wollte der Mercedes-Teamchef an der Schwelle zur neuen Formel-1-Saison bei 'Autosport' nicht reden.

"Ich denke, wir sind gut genug dabei, um eine Chance zu haben. Wir sind aber sicherlich nicht in einer Position, wie noch vor einem Jahr", sagt Brawn im Hinblick auf die Testleistung seines früheren Teams. "Niemand hat eine solche Ausgangslage inne. Anfangs schien es so, als wäre Ferrari dominant. Jetzt muss man allerdings sagen, dass die Teams allesamt sehr eng beieinander liegen."

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