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Danner rät Mick Schumacher: "Formel 1 endgültig abhaken"
Christian Danner freut sich für Mick Schumacher, dass er bei den IndyCars ein neues Zuhause gefunden hat, doch von der Formel 1 müsse er sich endgültig verabschieden
(Motorsport-Total.com) - Da sich auch 2026 für Mick Schumacher keine Formel-1-Chance ergeben hat, muss der Deutsche einen anderen Weg einschlagen. Der führt ihn im kommenden Jahr in die IndyCar-Serie, wo er als erster Deutscher seit Timo Glock vor 20 Jahren in Amerikas höchster Formelserie antreten wird.
Auch Ex-Pilot Christian Danner fuhr nach seiner Formel-1-Zeit einige Rennen in der IndyCar-Serie und rät Schumacher, das Kapitel Königsklasse nicht mehr weiter zu verfolgen: "Mick sollte die Formel 1 endgültig abhaken", so Danner gegenüber dem Express.
Er sagt aber auch, dass der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher "keine andere Wahl" hat. 2026 wird die vierte Formel-1-Saison ohne ihn sein, und aus der IndyCar-Serie sei es kaum möglich, den Schritt zurück in die Formel 1 zu machen. "Die Chancen, von der IndyCar in die Formel 1 zu kommen, sind ausgesprochen klein", weiß Danner.
"Der beste IndyCar-Fahrer ist der Alex Palou, der hat die Meisterschaft viermal gewonnen und schafft es auch nicht in die Formel 1." Der Spanier hatte als Testfahrer von McLaren 2022 zwar sogar ein Freies Training bestreiten dürfen, als ernsthafter Kandidat galt er jedoch nie.
Überhaupt scheinen die Zeiten vorbei, in der man als erfolgreicher Fahrer in den USA in die Formel 1 kommen kann, wie es einst Jacques Villeneuve oder Juan Pablo Montoya gelungen war. Der bislang letzte Fahrer war Sebastien Bourdais, der als viermaliger ChampCar-Sieger (damals parallel zur IndyCar ausgetragene Serie) bei Toro Rosso andockte und nur 27 Rennen durchhielt.
Der nächste könnte Colton Herta werden, der jedoch erst einmal den Umweg über die Formel 2 gehen muss. Für Mick Schumacher sieht Danner jedoch keinen Weg zurück. Stattdessen sollte er jetzt seine neue Formelkarriere in den USA genießen.
"Aber Gratulation an Mick, dass er so toll daran gearbeitet hat, dass er das, was ihm Spaß macht, auch jetzt durchgesetzt hat", sagt er. "Auch gegen einigen Widerstand aus seinem Umfeld. Das ist ein guter und mutiger Schritt, den er wagt. Ich drücke ihm die Daumen, dass er wieder gewinnt und Spaß am Rennfahren hat."
Micks Onkel Ralf hatte sich jedoch besorgt geäußert, weil ihm die Rennserie "persönlich zu gefährlich" sei. Vor allem Ovalrennen gelten als großes Risiko, das Mick "für den Spaß am Racing" jedoch akzeptiere.
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Danner selbst sieht das jedoch nicht als große Gefahr: "Die IndyCars sind ja wesentlich sicherer geworden. Das hat dazu geführt, dass selbst bei den Unfällen, die bei den hohen Geschwindigkeiten passieren, im Großen und Ganzen alles gut ging", sagt er. "Deshalb kann ich guten Gewissens sagen: Mick kann da unbeschwert zu neuen Erfolgen fahren."

