• 27. Dezember 2024 · 07:44 Uhr

Analyse: Ist Lance Stroll wirklich zu langsam?

Wir haben die Daten analysiert und blicken auf die Teamduelle der F1-Saison 2024: So schnitten die Aston-Martin-Fahrer Fernando Alonso und Lance Stroll zueinander ab

(Motorsport-Total.com) - Punkte erzählen oft nur einen Teil der Geschichte, daher haben wir die Daten unseres Technologiepartners PACETEQ genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, wie sich die Formel-1-Teamkollegen 2024 tatsächlich geschlagen haben.

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Ist Lance Stroll wirklich so langsam wie immer gesagt wird? Zoom Download

Mit präzisen Zeitdifferenzen und detaillierten Analysen ihrer individuellen Stärken und Schwächen können wir ein klares Bild zeichnen: Wer war in dieser Saison wirklich der bessere Fahrer? Und wir machen mit dem Aston-Martin-Team weiter.

Aston-Martin-Duell keine komplette Klatsche für Stroll

Alonso vs. Stroll
Qualifyingduell: 19-5
Qualifyingpace: -0,35 Sekunden

Lance Stroll steht oft in der Kritik, dass er eigentlich zu langsam für die Formel 1 ist, doch stimmt das? Schaut man sich die 2024er-Daten des Aston-Martin-Teams an, dann war Fernando Alonso im Schnitt 0,35 Sekunden schneller im Qualifying als Stroll. Das Qualifyingduell ging mit 19:5 damit auch ziemlich klar an den Spanier.

Vergleicht man diesen Rückstand aber mit anderen Teams, dann ist der Rückstand von 0,35 Sekunden zwar hoch, aber auch keine komplette Klatsche. Die Teamduelle Albon-Sargeant bei Williams, Bottas-Zhou bei Sauber sowie Verstappen-Perez bei Red Bull fielen allesamt deutlich größer aus in Sachen Pace-Defizit des zweiten Fahrers. Und Alonso gehört mit seinen zwei Weltmeistertiteln auch nicht gerade zu den schlechten Fahrern der Formel 1, eher im Gegenteil.

Stroll: Ordentliche Rennpace, aber viel Reifenverschleiß

Alonso vs. Stroll
Rennduell: 18-6
Rennpace: -0,25 Sekunden pro Runde
Punkte: 70-24

Im Rennen fällt die Bilanz relativ ähnlich aus, obwohl Stroll im Schnitt in Sachen Rennpace nur noch 0,25 Sekunden pro Runde auf Alonso gefehlt haben. Einen großen Unterschied gab es aber dennoch in Sachen Reifenmanagement. Im Saisonschnitt verschliss Alonso seine Reifen um 0,076 Sekunden pro Runde, Stroll kam auf einen Wert von 0,089 Sekunden pro Runde.

Rechnet man die Werte auf ein Zweistopprennen von 60 Runden hoch, dann verliert der Kanadier nur durch ein schlechteres Reifenmanagement etwas mehr als acht Sekunden auf Alonso, wenn man davon ausgeht, dass beide die identische Grundpace haben. Das macht somit einen Zeitverlust von fast eineinhalb Zehnteln pro Runde aus.

Somit kann man davon ausgehen, dass Stroll im Renntrimm an sich nur etwas mehr als eine Zehntelsekunde pro Runde langsamer als Alonso war, der höhere Reifenverschleiß dann aber am Ende für ein Delta von zweieinhalb Zehnteln gesorgt hat. Schon in der gemeinsamen Zeit mit Sebastian Vettel von 2021 bis 2022 hat sich gezeigt, dass Stroll in den Rennen näher am Deutschen dran war als auf eine schnelle Runde im Qualifying.

Hier die bisherigen Teamduelle in der Analyse:

Sauber-Duell: Das war 2024 die ganz große Schwäche von Valtteri Bottas
Nach Sargeant-Rauswurf: So viel schneller war Franco Colapinto wirklich
Racing-Bulls-Fahrer: War Liam Lawson wirklich besser als Daniel Ricciardo?
Haas-Fahrer analysiert: Hat Oliver Bearman Hülkenberg und Magnussen entzaubert?
Alpine-Fahrer analysiert: Reicht diese Pace, Jack Doohan?

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