• 16. April 2024 · 09:58 Uhr

Carlos Sainz: Mein Vater will einfach nicht aufhören, Rennen zu fahren

Carlos Sainz jun. sorgt sich um die Sicherheit seines Vaters, der mit 62 Jahren noch aktiv Motorsport betreibt - Carlos Sanz sen. denkt aber nicht ans Aufhören

(Motorsport-Total.com) - "Ich denke, dass mein Vater mehr Risiken eingeht als ich", sagt Carlos Sainz jun. über seinen Vater Carlos Sainz sen., der mit 62 Jahren immer noch Rallye-Raid fährt und Jahr für Jahr um den Sieg bei der Rallye Dakar kämpft. Ans Aufhören denkt der Vater des scheidenden Ferrari-Piloten nicht, obwohl er in seiner Karriere schon einige Unfälle überstanden hat.

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Carlos Sainz und Max Verstappen sprechen über ihre Väter Zoom Download

"Das liegt daran, dass er 62 Jahre alt ist und in seinem Leben schon viele Risiken eingegangen ist. Ich frage ihn immer wieder, warum er weitermacht, obwohl er zu Hause Golf spielen und Zeit mit meiner Mutter verbringen könnte. Er will einfach bei der Dakar dabei sein und zwei, drei Rallyes im Jahr fahren. Es gibt keine Möglichkeit, ihn vom Gegenteil zu überzeugen."

Sainz sen. hat 2024 zum vierten Mal die Dakar gewonnen und sich damit trotz seines im Motorsport hohen Alters einen wichtigen Titel gesichert. Darüber hinaus ist er als Teamchef in der Extreme E unterwegs, in der er bis 2022 selbst ins Lenkrad griff. 2023 hat er neben der Dakar auch die Rallye Marokko bestritten. Nicht einmal seine Familie kann den Rennfahrer aus Madrid aus dem Auto bekommen.

Verstappen und Sainz im selben Boot

Max Verstappen scherzt in Richtung Sainz jun.: "Vielleicht ist deine Mutter auch froh, dass er das macht, dann hat sie etwas Freizeit." Der Spanier versucht, seinen Vater zu bändigen, glaubt aber, dass die Dakar und ein paar Rallyes genau das Richtige sind, um ihn in Schach zu halten. "Es ist gut für ihn, diese drei bis vier Wochen im Jahr zu opfern, vor allem für die Dakar."

"Das sind zwei Wochen im Jahr, aber er muss sich auch vorbereiten", so der Formel-1-Pilot. Allerdings hält der Sohn des zweimaligen Rallye-Weltmeisters das Risiko bei der legendären Rallye-Raid für zu hoch: "Man riskiert dort sehr viel, denn die Unfälle sind intensiv, aber die Sicherheit ist auch gut. Das ist positiv, aber ich habe das Gefühl, dass er mehr riskiert als ich."

Verstappen, der sich in das Gespräch einmischt, kennt die Situation von Sainz jun., denn auch sein Vater Jos ist noch im Rennsport aktiv. Aktuell startet der 52-jährige Vater des Formel-1-Weltmeisters unter anderem in der belgischen Rallye-Meisterschaft in einem Rally2-Auto. Auch Jos Verstappen hatte in seiner Rallye-Karriere schon Unfälle.

Rallyesport gefährlicher als Formel 1

"Mein Vater hat vor drei Jahren mit dem Rallyesport begonnen", erzählt Verstappen. "Wenn ich mir seine Onboard-Aufnahmen ansehe, denke ich, dass er mehr riskiert als ich." Sainz antwortet: "Bei den Testfahrten in Bahrain hat dein Vater meinem Vater seine Unfälle oder Schreckmomente gezeigt." Verstappen erklärt: "Mein Vater gibt immer dem Aufschrieb die Schuld!"

Dennoch hat der aktuelle Formel-1-Weltmeister großen Respekt vor den Programmen beider Väter: "Das ist beeindruckend, aber für mich wäre das nichts, wegen der Bäume und so. Wir haben hier auf der Strecke Mauern, die dazu da sind, den Aufprall zu dämpfen. Ein Baum bewegt sich normalerweise nicht. Rallye ist wirklich ein bisschen gefährlicher."

Auch Sergio Perez mischt sich in das Gespräch ein, sein Vater hat aber einen ganz anderen Job als Teamkollege Verstappen und Konkurrent Sainz jun. "Keine Sorge, mein Vater ist in der Politik, der lebt noch viel gefährlicher. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, Jungs!"

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