• 07. Februar 2024 · 18:43 Uhr

"Bin noch Mercedes-Junior": Stimmt das wirklich, Esteban Ocon?

Esteban Ocon und Pierre Gasly stehen bei Alpine bis Ende 2024 unter Vertrag - und beobachten den Fahrermarkt nach dem Hamilton-Wechsel ganz genau ...

(Motorsport-Total.com) - Esteban Ocon hat am Mittwoch am Rande des Alpine-Launchs in Enstone für Verwirrung gesorgt. "Ich hatte immer schon eine enge Verbindung zu Mercedes. Wie ihr wisst, bin ich immer noch Mercedes-Juniorfahrer", so der 27-Jährige Franzose bei einer Medienrunde kurz nach der Präsentation des Alpine A524 für die Formel-1-Saison 2024.

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Esteban Ocon ist weiterhin vertaglich mit dem Mercedes-Team verbunden Zoom Download

Die irreführende Aussage kam zustande, als Ocon von Journalisten über Lewis Hamiltons überraschenden Wechsel zu Ferrari befragt wurde. Ocon, so eins von vielen Gerüchten innerhalb der Formel-1-Community, könnte einer der Kandidaten sein, die 2025 als Nachfolger von Hamilton bei Mercedes in Frage kommen.

Dass Ocon aber "immer noch Mercedes-Juniorfahrer" sein soll, wie er selbst sagt, das sorgte im ersten Moment für Stirnrunzeln. Denn als Ocon Ende 2019 von der Mercedes-Reservebank zu Renault wechselte, hieß es eigentlich, seine vertragliche Verbindung zu Mercedes sei gekappt worden. Toto Wolff sagte damals: "Esteban ist zu 100 Prozent Alpine-Fahrer."

Und das ist er auch. Ocon präzisiert im Nachfassen seine Aussage: "Auch wenn ich kein Junior mehr bin, habe ich immer noch eine vertragliche Verbindung zum Team." Genauer gesagt: Ocon hat Mercedes mit dem Management seiner Karriere beauftragt und gehört somit dem Kader von Wolffs engem Vertrauten Gwen Lagrue an.

Wie Ocon mit Mercedes in Verbindung steht

Das bedeutet, dass Mercedes Ocons Zukunft im Motorsport mitverhandelt und auch an den Einnahmen aus dessen Karriere prozentual beteiligt ist. Eine Bedingung, die 2019 so ausverhandelt wurde, damit Ocon für einen Wechsel zu Renault (heute Alpine) freigegeben werden konnte. Schließlich hatte Mercedes zuvor viel Geld in dessen Ausbildung als Rennfahrer investiert.

"Im Moment bin ich voll und ganz bei Alpine", sagt Ocon. "Das ist mein Fokus. Ich muss auf der Strecke einen guten Job machen, denn es ist ein entscheidendes Jahr - egal, ob du einen Vertrag hast oder nicht. Wenn du deine Leistung nicht bringst, bist du weg. Aber wenn du gut fährst, gibt's immer Gerüchte. Und das ist gut, denn wenn geredet wird, stimmt die Leistung."

Ocon hatte seinen Alpine-Vertrag im Juni 2021 um drei Jahre verlängert und ist bis Ende 2024 gebunden. Mercedes könnte ihn also theoretisch ablösefrei zurückholen. "Die Lewis-Nachricht", sagt er, "hat uns alle überrascht. Normalerweise ist es im Winter ruhig. Diesmal nicht. Damit hätte niemand gerechnet."

Famin: Alpine spricht auch mit anderen Fahrern

Alpine-Teamchef Bruno Famin hofft indes, dass er Ocon "voll vertrauen" kann, "dass wir weiterhin offen miteinander kommunizieren können". Und er gibt zu, dass sich Alpine auch auf ein Worst-Case-Szenario einstellt: "Wir schauen uns auch auf dem Markt um, natürlich. Wir müssen vorbereitet sein. Niemand weiß, was passieren kann. Es gehört zu meinem Job, die Lage zu analysieren."

"Aber für den Moment gilt: Erstens sind wir zufrieden mit unseren Fahrern, und wir haben im Team viel zu unternehmen, um das Auto weiterzuentwickeln. Das hat oberste Priorität. Und zweitens sprechen wir regelmäßig mit unseren Fahrern über unsere Beziehung. Vor und nach dem Hamilton-Wechsel", sagt Famin.

Gasly: Transfermarkt spielt schon verrückt!

Alpines zweiter Fahrer, Pierre Gasly, hat keine historischen Verbindungen zu Mercedes. Auch sein Vertrag läuft Ende 2024 aus, "und natürlich gibt's da schon erste Gespräche". Definitiv mit Alpine, aber womöglich auch mit anderen Teams? Gasly bleibt vage, geht aber davon aus, dass der Transfermarkt "ein paar Rennen in die Saison rein verrücktspielen wird. Oder vielleicht tut er das schon."


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Alpine hat beim Car-Launch in Enstone den A524 für die neue Saison präsentiert. Und dabei in Sachen Technik keinen Stein auf dem anderen gelassen. Weitere Formel-1-Videos

"Meine Situation ist ziemlich klar. Ich möchte zuerst einmal sehen, wie gut unser neues Auto ist. Mein Ziel ist, an der Spitze mitzufahren. Ich glaube, das ist bei Alpine möglich. Ich bin 28, habe viel Erfahrung, bin auf dem Höhepunkt meines Schaffens. Ich will Rennen gewinnen und aufs Podium fahren. Darauf arbeite ich hin", sagt Gasly.

Formel 1 2025: Chance für Mick Schumacher?

Sollte einer der beiden Alpine-Fahrer am Saisonende tatsächlich zu Mercedes oder einem anderen Team wechseln, könnte das theoretisch eine Chance für Mick Schumacher bedeuten. Der 24-jährige Deutsche fährt 2024 WEC und damit auch die 24 Stunden von Le Mans für Alpine. Sein neues Hypercar wurde ebenfalls am Mittwoch in Enstone präsentiert.

Schumacher räumt ein, dass sein Plan weiterhin ist, ein Comeback in der Königsklasse zu feiern: "Mein Auge ist auf jeden Fall immer noch ziemlich genau auf der Formel 1. Dadurch, dass jetzt relativ viel Wirbel in den Fahrermarkt reingekommen ist, kann es sein, dass die eine oder andere Tür aufgeht", hofft er.

Spannend ist übrigens, dass Pierre Gasly andeutet, er habe schon vor längerer Zeit erstmals von Gerüchten gehört, dass Hamilton zu Ferrari wechseln wird. Schließlich hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in einer ersten Reaktion erklärt, Hamilton habe ihm erst am Tag vor der offiziellen Bekanntgabe anvertraut, dass er wechseln werde.

"Lewis war jetzt ziemlich lang bei Mercedes", sagt Gasly, "aber ich wusste schon, dass er Gespräche mit Ferrari führt. Unterm Strich ist es so, dass er dem Ende seiner Karriere nahe ist. Für ihn war klar: Entweder jetzt oder nie. Ich glaube, das wurde lang geheim gehalten. Aber wie dem auch sei: Ich wünsche ihm nur das Beste."

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