• 13. Dezember 2023 · 12:02 Uhr

Alpine: So hat uns das PS-Defizit 2023 eingebremst

Alpine litt 2023 unter weniger Motorleistung gegenüber der Konkurrenz, doch laut Matt Harman erklärt nicht nur das Defizit allein die enttäuschende Saison

(Motorsport-Total.com) - Anfang des Jahres behauptete Alpine, dass seinen Renault-Motoren im Vergleich zu den Aggregaten von Mercedes, Ferrari und Honda bis zu 30 PS fehlten. Auf die Frage, wie sehr das in der Saison eine Rolle gespielt hat, sagt Technikchef Matt Harman: "Es geht nicht nur um das Defizit bei den Antriebseinheiten."

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Auf der Power-Strecke in Monza ging Alpine völlig unter Zoom Download

"Wenn wir uns Monza anschauen und uns ansehen, wie wir dort abgeschnitten haben, dann war das kein gutes Wochenende. Wir haben das nicht erwartet", erinnert er sich an den Grand Prix von Italien. Dort wurde Alpine regelrecht abgehängt, nachdem man die Woche zuvor in Zandvoort noch auf dem Podest gestanden hatte.

In Monza waren Pierre Gasly (15.) und Esteban Ocon (Ausfall nach Defekt) dann aber meilenweit von den Punkten entfernt. Und obwohl der Kurs eine Power-Strecke ist, kam dieser Absturz überraschend: "Wir kannten das Leistungsdelta der Power-Unit, aber wir haben nicht damit gerechnet, in dieser Position zu sein."

"Das zeigt, dass wir auf der Chassis-Seite nicht genug getan haben, um das Aggregat zu ergänzen und das Beste daraus zu machen. Und das ist etwas, was wir für Las Vegas gelernt haben. Die Upgrades sind also ein wenig von der Ursachenanalyse inspiriert, die wir nach Monza gemacht haben", erklärt Harman.

Die Lehren aus dem Tiefpunkt in Monza

So führte Alpine in Vegas einige Set-up-Experimente durch - auch mit Blick auf 2024 - und modifizierte Frontflügel sowie Beam Wing, um dem Leistungsdefizit des Motors aerodynamisch entgegenzuwirken. "Wir mussten natürlich einige Kompromisse eingehen", erklärt der technische Direktor des Teams dazu.

"Man muss sein Auto in einer anderen Zone neu optimieren. Ich denke, da kann man eine Menge tun. Und ich denke, dass wir auf einigen Strecken, auf denen die Power-Unit dominiert, nicht genug getan haben." In Vegas wollte man das korrigieren - und ein vierter Platz von Ocon gab der Mannschaft dann auch recht.


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Da die Motoren bis 2025 eingefroren sind, muss Alpine auch weiterhin auf diesem Wege versuchen, sein Defizit zu kompensieren. Der Hersteller hoffte zwar auf Unterstützung für Maßnahmen zur Angleichung, aber sowohl Mercedes und Ferrari glaubten, das Alpine übertreibe, und waren gegen eine Sonderregelung.

Fokus liegt auf neuer Power-Unit für 2026

Auf die Frage, ob es frustrierend sei, dass man an der Motorensituation erst einmal nichts ändern kann, antwortet Harman: "Ich würde nicht sagen, dass es frustrierend ist. Wir waren sehr mutig mit diesem Motor. Ja, er liegt etwas hinter dem zurück, wo wir ihn gerne hätten. Aber früher war er sehr viel weiter zurück."

"Wir haben einen großen Schritt nach vorn gemacht, aber wir sind einfach nicht weit genug gekommen. Wir konnten nicht mehr Risiken eingehen, als wir es getan haben. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir für eine kurze Zeit das Go bekommen hätten, noch einmal nachzujustieren", räumt Harman ein.

So müsse Alpine die nächsten zwei Jahre versuchen, das Beste aus dem Paket zu machen, das sie jetzt haben, während sich der Fokus bereits auf 2026 richtet. "Das ist ein großer Schwerpunkt für das Team. Dort sehen wir unsere Zukunft. Wir haben am Ende die Entscheidung getroffen, uns auf die Zukunft zu konzentrieren."

"Dafür haben wir bereits einige große Ideen", verrät Alpines Technikdirektor. "Wir haben auch ein großes Programm an beiden Standorten (Enstone und Viry), um unsere Fähigkeiten und Funktionen zu verbessern. Wir sind finanziell gut ausgestattet. Wir haben genug Leute. Es geht nur darum, unsere Arbeit fortsetzen."

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