• 18. September 2022 · 10:16 Uhr

IndyCar-Kollege: Frühere Paydriver haben Herta um F1-Chance gebracht

Entscheidungen in der Vergangenheit, ob aus Gier oder Notwendigkeit, haben nach Einschätzung von Alexander Rossi Colton Herta um einen F1-Startplatz gebracht

(Motorsport-Total.com) - Nachdem der Wechsel von Colton Herta von den IndyCars zu Alpha Tauri in die Formel 1 geplatzt ist, bekommt der US-Amerikaner Rückendeckung von seinem bisherigen Teamkollegen Alexander Rossi.

Alexander Rossi, Colton Herta

Alexander Rossi ist enttäuscht darüber, dass Colton Herta nicht in der F1 fahren darf Zoom Download

Der bisher letzte US-amerikanische Pilot in der Formel 1, Rossi fuhr 2015 fünf Grand Prix für Manor, moniert, dass Herta nun den Preis dafür zahle, dass bestimmte Formel-1-Teams in der Vergangenheit zu oft auf Paydriver gesetzt hätten.

In einem Beitrag auf seinen Social-Media-Kanälen schreibt Rossi, dass er "dieses Hin und Her" in Bezug auf das Superlizenzsystem satt habe: "Die ganze Prämisse war, die Leute davon abzuhalten, sich in die Formel 1 einzukaufen und sicherzustellen, dass das Talent der motivierende Faktor ist. Das ist großartig", stellt der US-Amerikaner das Punktesystem, mit dem sich Piloten den "Formel-1-Führerschein" erarbeiten müssen, grundsätzlich nicht in Frage.

Punktesystem sei grundsätzlich notwendig

Allerdings verfehle es im Fall von Herta, der in der IndyCar-Serie sieben Rennen gewonnen hat, sein Ziel: "Wir sind uns alle einig, dass Colton das Talent und die Fähigkeit hat, in der F1 zu sein. Das ist großartig, und er sollte diese Chance bekommen, wenn sie ihm angeboten wird. Punkt", so Rossi, der in den vergangenen drei Saisons in der IndyCar-Serie bei Andretti Teamkollege von Herta war.

Rossi erkennt in seinem Beitrag an, dass Geld in der Formel 1 wichtiger sein kann als Talent. Allerdings seien die Prioritäten in der Vergangenheit zu oft auf die finanzielle Ebene gelegt worden.

"Was enttäuschend ist und meiner Meinung nach das grundlegende Problem darstellt, ist, dass das sportliche Element so oft hinter der geschäftlichen Seite zurückstand, sodass eine Methode eingeführt werden musste, damit bestimmte Teams aufhören, Fahrer nur aufgrund ihrer finanziellen Unterstützung zu nehmen", befürwortet Rossi grundsätzlich das Superlizenz-Punktesystem.

Entscheidungen in der Vergangenheit sorgen für Fehlentwicklung

Doch im aktuellen Fall hindere es seinen Kollegen Herta daran, seinen Karriereweg frei zu wählen. "Letztendlich haben diese Entscheidungen in der Vergangenheit, ob aus Gier oder Notwendigkeit, Colton die Möglichkeit genommen, selbst zu entscheiden, ob er seine Karriere ändern und in der Formel 1 fahren möchte. Nicht Punkte auf einer Lizenz."

Herta war für Red Bull lange Zeit der erste Kandidat für die Nachfolge von Pierre Gasly, falls der Franzose von AlphaTauri zu Alpine wechseln sollte. Allerdings hat Herta aufgrund seiner Ergebnisse in den letzten drei IndyCar-Saison nur 32 der benötigten 40 Superlizenzpunkte.

Red Bull hatte zwar erwogen, eine Ausnahmegenehmigung für den US-Amerikaner zu ersuchen. Doch nachdem sich von Seiten des Formel-1-Managements und auch anderer Teams Widerstand dagegen abzeichnete, hatte Red-Bull-Motorsportkonsulent Helumt Marko am Freitag gegenüber 'Motorsport-Total.com' erklärt, dass man von einer Verpflichtung von Herta Abstand nehme.

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