• 17. August 2022 · 13:12 Uhr

Tsunoda staunt über Teamchef Tost: "Er läuft um 5 Uhr zehn Kilometer"

Yuki Tsunoda hat nach den Erfahrungen seiner Rookie-Saison intensiv an seiner Fitness gearbeitet, doch die Laufroutine von Teamchef Franz Tost bleibt ein No-Go

(Motorsport-Total.com) - Nach seiner Rookie-Saison in der Formel 1 gab Yuki Tsunoda unumwunden zu, das Fitnesslevel in der Königsklasse unterschätzt zu haben. Der junge Japaner nahm sich vor, seine körperliche Vorbereitung zu intensivieren. Doch der Fitnessroutine seines Teamchefs Franz Tost hat er sich bisher nicht angeschlossen.

Yuki Tsunoda

Yuki Tsunoda ist zwar fitter geworden, mit Tost trainiert er aber dennoch nicht Zoom Download

"Er läuft zehn Kilometer um 5:30 Uhr morgens, was ich noch nie gemacht habe", verrät der AlphaTauri-Pilot. "Wie er jeden Tag trainiert, wie viel er in sein Training investiert, ich war wirklich beeindruckt. Ich weiß nicht, wie alt er ist, so um die 60 Jahre alt." Tatsächlich ist Tost 66 Jahre alt und topfit.

Tsunoda will sich daran ein Beispiel nehmen: "Ich versuche, meinen Körper zu verändern. Im Vorjahr war die Fitness eine Art Einschränkung. Also konzentriere ich mich wirklich darauf. Der Zeitplan ist völlig anderes im Vergleich zu den Vorjahren - wie ich die Nebensaison verbringe, und ich fühle mich viel besser."

Tost: Das geht jedem jungen Fahrer so

Tost ist derweil nicht überrascht, dass Tsunoda sich an die körperlichen Ansprüche erst gewöhnen musste. "Er ist ein junger Fahrer, der in die Formel 1 kommt, völlig überrascht von den Kräften, denen er in der Formel 1 ausgesetzt ist", so der erfahrene Teamchef.

"Es ist das Bremsen, es sind schnelle Kurven, langsame Kurven mit Rechts-Links-Kräften gegen den Nacken und so weiter. Aber Yuki war im vergangenen Jahr fit, sonst hätte er in Bahrain nicht auf Platz neun landen können. Aber natürlich hat er erkannt, wie alle anderen jungen Fahrer auch, dass man noch mehr trainieren muss."

"Deshalb ist es wichtig, im Auto zu sitzen. Denn das beste Training ist, im Auto zu sitzen", betont Tost. "Und wenn man im Auto sitzt, wenn man ein Rennen gefahren ist, spürt man, wo man Schmerzen hat, und dann kann man mit seinem Trainer, mit seinem Physiotherapeuten besprechen, wie man das körperliche Training ändern kann, um die Muskeln zu stärken, an denen man leidet."

Tsunoda mittlerweile "in sehr guter Form"

Und genau das habe Tsunoda getan: "Er kam nach Faenza, sein Trainer war bei ihm. Und er musste zweimal am Tag trainieren, morgens und nachmittags, bis er sehr gut war. Die körperliche Fitness hat sich durch das Training verbessert", urteilt Tost.

Franz Tost

Franz Tost spult selbst ein beachtliches Fitnessprogrammab Zoom Download

Deshalb sei sein Pilot in diesem Jahr "in sehr guter Form", ergänzt er. "Aber noch einmal: Vergangenes Jahr war er gar nicht so schlecht. Aber als Rookie in der Formel 1, und das kann man auch alle anderen fragen, ist das etwas Neues."

"Das ist die Formel 1. Diese Autos sind so schnell. Ich kenne keinen Fahrer, der nach den ersten Rennen oder nach den ersten Fahrten in einem Formel-1-Auto nicht leidet, denn es ist sehr, sehr anspruchsvoll. Und Yuki hat viel trainiert. Er ist in einer guten Form. Und ich freue mich darauf, ihn in dieser Saison weiterhin zu sehen."

Keine Morgenläufe mit dem Teamchef

Dafür, dass sich Tsunoda gegen morgendliche Trainingseinheiten mit seinem Teamchef sträubt, hat er Verständnis: "Yuki steht nicht um fünf Uhr auf, um mit mir zu laufen! Er sieht mich an und denkt vielleicht, ich hätte einen Vogel! Ich laufe nicht mit ihm."

"Erstens ist Laufen nicht seine Disziplin, weil er etwas kürzere Beine hat. Und es ist nicht wichtig, dass er mit mir um fünf Uhr morgens laufen geht. Nein, er hat seinen Trainer. Ich habe viel mit seinem Trainer gesprochen. Jeder Formel-1-Fahrer muss auch bei Red Bull im Fitnesscenter einen Test machen, um herauszufinden, wo die Defizite liegen, und diese Ergebnisse sind wichtig."

"Sie sind die Grundlage für weitere Entwicklungen auf der körperlichen Seite, denn jeder Athlet, jeder Fahrer ist anders. Sie sind nicht alle gleich", weiß Tost. "Deshalb muss man ein individuelles spezielles Trainingsprogramm machen, und ich habe nicht mit Yuki trainiert. Ich vertraue da ganz auf seine Trainer."

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