• 06. August 2022 · 10:36 Uhr

Daniel Ricciardo erklärt: Darum fehlt mir die Konstanz

Mit nur 19 Punkten aus 13 Rennen in der Saison 2022 ist Daniel Ricciardo froh über die Sommerpause: McLaren "eines der schwierigsten Autos" meiner Karriere

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Daniel Ricciardo bei McLaren eigentlich einen Vertrag bis Ende 2023 hat, sieht es ganz danach aus, als ob er sein Cockpit neben Lando Norris an den Noch-Alpine-Junior Oscar Piastri für die kommende Saison räumen muss.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardos Abgang bei McLaren ist so gut wie sicher Zoom Download

McLaren zieht somit die Reißleine, nachdem Ricciardo seit seiner Ankunft 2021 sein wahres Können im Team nie wirklich aufblitzen lassen konnte, abgesehen vom Überraschungssieg in Monza 2021, als er knapp vor Norris Erster wurde.

Aktuell liegt der Australier mit nur 19 Punkten aus 13 Rennen auf dem zwölften Platz der Fahrer-WM, während Teamkollege Norris mit bereits 76 Punkten sowie einem Podium in Imola das McLaren-Team fast im Alleingang in der Konstrukteurswertung trägt.

Ricciardo ernüchtert über Performance: "Es ist kompliziert"

Ricciardo beschreibt seine Probleme bei McLaren, wo er insbesondere mit einer fehlenden Konstanz zu kämpfen hat, hervorgerufen durch den schwierig zu fahrenden MCL36 der Saison 2022.

"Es gibt Runden, wo ich alles zusammenbekomme und alles auf einmal Sinn ergibt, aber nur wenige Runden später verliere ich auf einmal wieder vier Zehntel", ist der Australier verwundert.

"Es ist nicht so einfach, wie zum Beispiel vom einen Punkt zum nächsten oder nach der eins zur zwei zu kommen. Es gibt dazwischen immer einige Schwierigkeiten und das ist etwas kompliziert", erklärt Ricciardo.

Ricciardo: MCL36 "eines der schwierigsten" Autos

"Ich denke, dass die Autos heutzutage wegen des Windes so empfindlich sind, was es wahrscheinlich schwieriger macht, diese Konstanz zu finden. Und wenn es auf Messers Schneide geht oder wenn es mehr Variablen gibt, dann wird es schon schwieriger."

Auf die Frage, ob der aktuelle McLaren das am schwierig zu fahrendste Formel-1-Auto seiner Karriere ist, antwortet Ricciardo: "Es ist sicherlich eines der schwierigsten."

"Ich erinnere mich daran, dass man in einem Rennstint immer 20 Runden fahren konnte und manchmal innerhalb von drei Zehnteln bleiben konnte und man einfach die Kontrolle hatte. Ich habe aber das Gefühl, dass die Stint-Variation dieses Jahr viel größer ist."

"Ich werde mir mal ansehen, was die anderen Jungs machen. Vielleicht liegt es nur an mir oder vielleicht am ganzen Feld, aber ich wäre überrascht, wenn ich jemanden sehe, der [innerhalb von wenigen Zehnteln bleibt]. Ich denke einfach, dass [diese Konstanz] einfach schwieriger zu produzieren ist", analysiert der McLaren-Pilot.

Ricciardo über Saison: "Waren keine guten sechs Monate"

Die Sommerpause kommt für Ricciardo somit genau zur rechten Zeit, um etwas abzuschalten und in einigen Wochen in Belgien wieder mit alter Stärke zurückzuschlagen.


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In der vergangenen Saison kämpfte sich der Australier nach einem schwierigen Start bei McLaren zurück und konnte nach der Pause mehr Punkte als Teamkollege Lando Norris holen, was ein gutes Omen für den Rest der Saison 2022 sein könnte.

"Ich brauche die Pause jetzt definitiv", sagt Ricciardo. "Vor allem, weil es keine guten sechs Monate waren. Aber auch wenn die Saison super gelaufen wäre, denke ich, dass eine Pause trotzdem schön ist, um einfach mal wegzukommen."

Wie Ricciardo in der Sommerpause Kraft tanken will

"Die Formel 1 ist heutzutage sehr intensiv und selbst die Hotels sind voller Leute, und auch die Wochenenden sind so voll, dass es wirklich schön ist, ein paar Wochen vom Zirkus wegzukommen."

Auf die Frage, wie genau er in der Sommerpause abschalten will, sagt er: "Um ehrlich zu sein, gibt mir die Auszeit normalerweise eine natürliche Erholung. Ich denke, dass ich nach zehn Tagen oder zwei Wochen den Urlaub schon hinter mir gelassen haben werde und dann kommt der Hunger wieder zurück."

"So läuft das bei mir normalerweise ab und dann gehe ich wieder mit Freunden aus, trinke ein paar Bier, habe Spaß. Und dann komme ich an den Punkt, an dem ich mich nicht mehr schuldig fühle, sondern es wieder an der Zeit ist, loszulegen. Dann ist es eine Art natürlicher Schalter, der sich wahrscheinlich nach 14 Tagen wieder einschaltet."

Ricciardo will in Belgien mit "Knall" zurückschlagen

Für das erste Rennwochenende nach der Sommerpause in Belgien hat sich Ricciardo auch schon ein konkretes Ziel vorgenommen: "Ein bisschen wie vergangenes Jahr. Ich will die zweite Saisonhälfte mit einem positiven Knall beginnen und den Ball ins Rollen zu bringen."

"Der Tripleheader wird sehr intensiv. Ich denke also, dass wir uns viel vornehmen sollten. Das ist der Plan. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, aber das ist sicherlich der Plan."

Ricciardo: Kampf mit Alpine wird bis zum Schluss gehen

Für McLaren wäre es wichtig, dass der Australier seine Form aus den Red-Bull-Jahren zurückerlangt, da der Kampf mit Alpine um den vierten Platz in der Konstrukteurswertung hart umkämpft ist. Aktuell liegen die Franzosen vier Punkte vor McLaren.

Ricciardo traut sich auch aufgrund seiner schwankenden Leistungen keine Prognose für den Kampf um Platz vier abzugeben: "Das ist schwierig und ich habe noch ein bisschen mehr zu kämpfen. Aber sagen wir mal so, von Team zu Team und von Strecke zu Strecke ist es schwierig, etwas zu prognostizieren."

"Nach dem Freitag [in Ungarn] dachten wir, wir hätten einen klaren Vorsprung vor ihnen. Und dann haben sie am Samstag aufgedreht. Daher denke ich, dass es ein Kampf sein wird, der bis zum Ende andauern wird", vermutet Ricciardo.

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