• 17. Juli 2022 · 09:24 Uhr

Franz Tost über Tsunoda-Zukunft: "Wenn er keine gute Performance zeigt ..."

Yuki Tsunoda hat sein Cockpit für 2023 noch nicht sicher - Franz Tost betont, dass er seine Zukunft selbst in der Hand habe - Weitere Unfälle sollte der Japaner vermeiden

(Motorsport-Total.com) - Ein Unfall mit dem eigenen Teamkollegen ist eine der größten Sünden im Motorsport. Von daher hat sich Yuki Tsuonda, der aktuell um einen neuen Vertrag für die Saison 2023 fährt, keinen Gefallen getan, als er jüngst in Silverstone Pierre Gasly abräumte.

Yuki Tsunoda (AlphaTauri) bei der Formel 1 2022 in Saudi-Arabien

Yuki Tsunoda sollte weitere Unfälle in diesem Jahr besser vermeiden Zoom Download

"Natürlich war es ein Alptraum für das Team, denn die Fahrer lagen auf den Positionen sieben und acht", erklärt Teamchef Franz Tost. Statt Punkte mit beiden Autos gab es für AlphaTauri durch den Vorfall eine komplette Nullnummer in Silverstone.

"[Er] hat versucht, auf der Bremse an Pierre vorbeizugehen, verlor das Heck und crashte in ihn", berichtet Tost, der erklärt, dass der Japaner einfach "etwas zu ungeduldig" gewesen sei. Das teilte er ihm anschließend auch persönlich mit.

"Direkt nach dem Rennen rief ich Yuki in mein Büro und sagte ihm, dass das ein absolutes No-Go ist und dass er disziplinierter und ruhiger sein muss", verrät Tost. Helmut Marko bezeichnete den 22-Jährigen danach sogar als "Problemkind" von Red Bull.


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"Ich mag Problemkinder", schmunzelt Tost, der Tsunoda bei aller Kritik auch den Rücken stärkt. "Yuki hat einen Fehler gemacht. Das weiß er und er wird daran arbeiten. Er ist noch immer in seinem Entwicklungsprozess", erinnert der Österreicher.

"Das war nicht die erste Kollision zwischen Teamkollegen und es wird auch nicht die letzte sein", weiß Tost, der über Tsunoda außerdem sagt: "Er ist schnell [...] und er wird seinen Weg gehen. Es braucht nur etwas Zeit."

Doch die Frage lautet, wie viel Zeit er von Red Bull noch bekommen wird. Teamkollege Gasly wurde bei AlphaTauri für die Saison 2023 bereits bestätigt, Tsunoda noch nicht. Darauf angesprochen antwortet Tost in seiner bekannt pragmatischen Art.


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"Wenn er so weitermacht wie in der bisherigen Saison, abgesehen von den Unfällen, dann denke ich, dass er eine gute Chance hat, bei uns zu bleiben", sagt er und stellt klar: "Es hängt von ihm ab. Wenn er eine gute Performance zeigt, dann wird er bleiben."

"Wenn er keine gute Performance zeigt, dann ist er raus. Ganz einfach", so der Teamchef. Tsunoda fährt 2022 seine zweite Formel-1-Saison und schien zu Beginn des Jahres einen Sprung in seiner Entwicklung gemacht zu haben.

Zuletzt fiel der Japaner allerdings wieder in alte Muster zurück. In Kanada crashte er im Rennen an der Boxenausfahrt, ein Rennen später in Silverstone folgte der Unfall mit Gasly.

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