• 29. Juni 2022 · 12:52 Uhr

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost über F1-Klassiker: "Kein Geld, kein Rennen"

Den Formel-1-Klassikern in Monaco, Belgien und Frankreich droht das Aus - "Wenn sie das Geld nicht haben, dann fahren wir nicht hin", sagt AlphaTauri-Teamchef Tost

(Motorsport-Total.com) - Für die Saison 2023 plant Formel-1-CEO Stefano Domenicali mit 24 Rennen. Mit einem neuen Rennen Las Vegas und der Rückkehr des Grand Prix von Katar wäre diese Zahl neben den aktuellen Austragungsorten bereits erreicht.

Max Verstappen, George Russell

Der Grand Prix von Belgien steht auf der Kippe Zoom Download

Jedoch gibt es Diskussionen, dass eine Veranstaltung in Südafrika bereits im kommenden Jahr dazukommen könnte. Zudem wird eine Rückkehr des Großen Preises von China in der näheren Zukunft erwartet, weshalb Traditionsrennen wie Monaco, Belgien und Frankreich auf der Kippe stehen, da sie auch noch keinen Vertrag für das nächste Jahr haben.

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost findet klare Worte über ein mögliches Aussterben der Klassiker der Formel 1: "Kein Geld, kein Rennen, so einfach ist das. Wenn sie das Geld haben, gehen wir dorthin. Wenn sie das Geld nicht haben, gehen wir eben nicht hin."

Franz Tost würde sich über Südafrika freuen

Über einen möglichen Grand Prix in Südafrika sagt er: "Ich freue mich wirklich sehr darauf, nach Südafrika zu fahren, denn wir vermissen dieses Rennen dort. Wir vermissen diesen Kontinent. Und es ist sehr, sehr wichtig, dort ein Rennen zu haben."

"Wir unterstützen die Formel 1 bei der Erstellung eines ausgewogenen Kalenders", fügt Aston-Martin Teamchef Mike Krack hinzu. "Ich denke, sie sind sich sehr wohl bewusst, wo die Fans sind und wie viel Ausgewogenheit zwischen neuen und klassischen Rennen nötig ist."

"Wenn also das eine oder andere Rennen nicht jedes Jahr im Kalender steht, halte ich das nicht für ein Drama. Wir müssen nach neuen Rennen suchen, ohne aber gleich 35 Rennen zu fahren. So gesehen, denke ich, dass wir ein gutes Gleichgewicht finden werden."

Alpine-Teamchef Szafnauer hofft auf Spa-Verbleib

Als Positivbeispiel führt Krack den rotierenden Deutschland-Grand-Prix in der Vergangenheit an. Zunächst wechselten sich der Hockenheim- und der Nürburgring ab, ehe die Formel 1 nur noch aller zwei Jahre in Deutschland am Hockenheimring gastierte. 2020 fand bisher das letzte Formel-1-Rennen auf deutschem Boden statt, als der Nürburgring in Hochzeiten der Coronavirus-Pandemie einsprang.

"Wie ich schon sagte, wenn ein Rennen ein Jahr lang nicht dabei ist, was wir in der Vergangenheit mit Deutschland schon hatten, dann ist das meiner Meinung nach in Ordnung", so Krack.

Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer stimmt seinen beiden Kollegen zu, hofft aber auf ein Verbleib des Klassikers in Spa: "Ich denke, die Formel 1 wird ein gutes Gleichgewicht finden, wie schon gesagt wurde. Ich persönlich fahre gerne nach Spa, wegen der Strecke. Ich hoffe, dass wir diese Strecke im Kalender behalten können."

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