• 24. Juni 2022 · 11:20 Uhr

Mercedes: Nicht "selbstgefällig" wegen perfekter Zuverlässigkeit

Mercedes ist als einziges Team noch ohne Ausfall in dieser Saison, möchte deswegen aber nicht selbstgefällig werden, weil sich das Blatt schnell wenden kann

(Motorsport-Total.com) - Mercedes mag zwar 2022 nicht das schnellste Auto im Formel-1-Feld haben, aber das bislang zuverlässigste. Als einziges Team mussten die Silberpfeile in dieser Saison noch keinen einzigen Ausfall hinnehmen und kamen bei jedem Rennen mit beiden Autos ins Ziel.

Lewis Hamilton (Mercedes W13) beim Formel-1-Rennen in Kanada 2022

Lewis Hamilton hat seit Malaysia 2016 nur einen technischen Ausfall gehabt Zoom Download

Das ist auch der Grund, dass Mercedes in der Weltmeisterschaft noch nicht ganz so weit entfernt ist, da Ferrari und Red Bull in der Anfangsphase der Saison mit technischen Problemen zu kämpfen hatten: Max Verstappen schied in Bahrain und Australien aus, Sergio Perez in Bahrain und Kanada. In Baku fielen beide Ferraris vorzeitig aus, Charles Leclerc zudem auch in Führung liegend in Spanien.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist zwar zufrieden mit der Zuverlässigkeit bei Mercedes, glaubt aber nicht, dass sein Team einen unverwundbaren Boliden gebaut hat: "Es ist schon komisch, dass bei beiden Teams die Autos immer wieder stehen bleiben", sagt er. "Aber man darf nicht selbstgefällig werden, denn es kann sehr schnell in die andere Richtung gehen."

"Wir sind glücklich über unsere Zuverlässigkeit", sagt der Österreicher, warnt aber auch mit Blick auf das vergangene Jahr, als sich immer wieder Probleme mit dem Motor einschlichen - vor allem bei Valtteri Bottas. "Deshalb möchte ich mich nicht zu früh freuen", sagt Wolff.

Mercedes hatte in den vergangenen Jahren aber immer eine starke Zuverlässigkeit, wie man am Beispiel von Lewis Hamilton sehen kann. Seit seinem bitteren Motorschaden in Malaysia 2016 (vor sechs Jahren!) ist der Brite nur ein einziges Mal technisch bedingt ausgefallen.


Mercedes: So schaffte man es in Kanada auf das Podium

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Ferrari hat die einst komfortable Führung in der WM hingegen wegen mangelnder Zuverlässigkeit verspielt. Vor dem Spanien-Grand-Prix führte Charles Leclerc die WM noch an, bevor ein kaputter Turbolader den Monegassen in Führung liegend aus dem Rennen nahm - genau wie in Baku, als Leclerc ebenfalls auf dem Weg zu einem möglichen Sieg war.

Das sind potenzielle 50 Punkte (52 mit schnellsten Rennrunden), die Leclerc innerhalb von drei Rennen durch die Lappen gegangen sind. Sein Rückstand in der WM beträgt aktuell 49 Punkte auf Spitzenreiter Max Verstappen, der fünf der letzten sechs Rennen gewann (zum WM-Gesamtstand).

George Russell im deutlich weniger konkurrenzfähigen Mercedes liegt derzeit nur 15 Punkte hinter Leclerc - dank der starken Zuverlässigkeit.

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