• 16. Juni 2022 · 11:11 Uhr

Wird die FIA auf die gesundheitlichen Bedenken der Formel-1-Fahrer hören?

Wird die Bouncing-Thematik zu einer politischen Debatte der Formel-1-Teams oder schaltet sich die FIA ein, um die Gesundheit der Fahrer zu schützen?

(Motorsport-Total.com) - Sollte die FIA eingreifen und die Formel-1-Regeln so anpassen, dass die Fahrer weniger als aktuell körperlich belastet werden? Dies war die Meinung einer Reihe von Fahrern, die sich am Freitag bei der Fahrerbesprechung in Aserbaidschan an einer Debatte zu diesem Thema beteiligten.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hatte nach dem Baku-Rennen sichtbare Rückenschmerzen Zoom Download

Zuvor hatten vor allem Carlos Sainz und George Russell vor möglichen langfristigen Nacken- und Rückenproblemen gewarnt, die auf die offensichtlichen Probleme mit dem Bouncing ihrer Autos in dieser Saison zurückzuführen sind.

Die meisten ihrer Fahrerkollegen, vor allem diejenigen, deren Autos nicht so stark vom Porpoising betroffen waren, hielten sich zumindest in der Öffentlichkeit bedeckt. Doch nach dem Trainingstag auf der holprigen Piste von Baku bekamen auch viele andere Piloten einen Vorgeschmack darauf, womit die Mercedes- und Ferrari-Fahrer das ganze Jahr über zu kämpfen hatten.

Carlos Sainz schob die Debatte bereits in Spanien an

Plötzlich sprangen mehr Fahrer auf die Diskussion auf. Das war vor einem Monat in Barcelona noch etwas anders, als Sainz seine Sorgen wortgewaltig schilderte, jedoch nur wenige seiner Kollegen Unterstützung zeigten.

"Ich spüre es schon", sagte er damals am Donnerstag vor seinem Heimrennen. "Ich brauche kein Expertenrat, um zu wissen, dass, wenn es zehn Jahre lang so weitergeht, es ziemlich hart wird. Man muss viel an der Mobilität und Flexibilität arbeiten. Ich werde in meine Gesundheit investieren müssen, in die Gesundheit meines gesamten Körpers."

Er gab auch zu, dass es für Formel-1-Fahrer ein schwieriges Thema ist, darüber zu sprechen: "Es ist wahrscheinlich eine Frage, über die wir als Fahrer nicht gerne sprechen, weil wir uns nicht schwach fühlen wollen."

"Ich bin stark, ich bin sehr fit, ich halte mich für einen der fittesten Fahrer und ich hatte noch nie Probleme in einem Formel-1-Rennen. Aber auf lange Sicht und zum Wohle von uns allen sollten wir darüber reden und sehen, welche Optionen wir haben."

Auf die Frage, ob sich die FIA einmischen müsse, antwortet er: "Es wird ein Punkt kommen, an dem die FIA mit Sicherheit involviert werden muss, wenn wir uns entscheiden, in eine bestimmte Richtung zu gehen. Das werden wir in der Zukunft sehen."

"Es ist noch sehr früh. Es war eher ein Gedanke, den ich in den ersten fünf Rennen hatte, als ich mit dem Porpoising und dieser gesamten Situation zu kämpfen hatte, was ich bisher noch nie in einem Meeting angesprochen habe", so Sainz.

"Ich habe wahrscheinlich laut gedacht und ich muss vielleicht noch mit anderen Fahrern sprechen, die auch damit zu kämpfen haben, wie George [Russell] oder andere. Wir müssen uns zusammensetzen und sehen, was wir anbieten oder vorschlagen können."

Sainz wurde zunächst von den meisten Fahrerkollegen belächelt

In den FIA-Pressekonferenzen am folgenden Tag in Barcelona wurden andere Fahrer gefragt, ob sie wie Sainz Bedenken wegen Rücken- und Nackenproblemen hätten. Einige scherzten darüber, und die Standardeinstellung der meisten war, dass dies ein Problem für einige Teams sei, aber nicht für uns.

Max Verstappens Meinung war typisch: "Ich denke, es ist ganz einfach. Wenn man einfach die Bodenfreiheit erhöht, hat man es nicht, aber man verliert an Leistung. Wenn er also einfach die Fahrhöhe erhöht, wird es gut sein."

"Es ist einfach ein Geben und Nehmen. Ich meine, es ist nicht schön, aber ich weiß, dass mehr Rundenzeit drin ist, wenn man das Auto niedriger fährt. Also fährt man es niedrig, auch wenn es nicht komfortabel ist."

Auch Lewis Hamilton wies alle Andeutungen über Rückenprobleme zurück und sagte, er habe keine Probleme. In Baku sah dies aber schon ganz anders aus. Wie Sainz andeutete, war es Hamiltons Mercedes-Teamkollege und GPDA-Direktor Russell, der nach der Aussage des Ferrari-Piloten in Spanien am verständnisvollsten war.


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"Wenn man mit über 320 km/h die Geraden hinunterfährt und auf den Boden knallt, möchte man das natürlich nicht", sagt Russell. "Die Autos sind natürlich extrem steif und nicht für eine komfortable Fahrt gedacht."

Für den Rest des Barcelona-Wochenendes war das kein Thema mehr, sobald die Action losging. Vielleicht war das eine Folge der glatten Streckenoberfläche, die sogar Mercedes half, ihre Probleme mit dem Bouncing zu lösen. Auch in Monaco, wo die Geschwindigkeiten sehr langsam waren, spielte es keine große Rolle.

Fahrergespräch mit FIA am Freitag in Baku

In Baku wurden Nacken und Rücken jedoch nach dem ersten Tag auf der Strecke zu einer der großen Geschichten des Wochenendes, da immer mehr Fahrer auf die Belastungen hinwiesen, denen sie ausgesetzt waren. Russell meldete sich schon früh am Wochenende zu Wort und dieses Mal wurde er von Hamilton unterstützt.

Bei der Fahrerbesprechung am Freitag taten die Anwesenden, was Sainz bereits in Spanien vorgeschlagen hatte, und führten ein langes Gespräch mit der FIA zu diesem Thema. "Gestern habe ich sehr darunter gelitten", sagte der Ferrari-Pilot am Samstag in Aserbaidschan.

"Aus irgendeinem Grund hatte ich ein Auto oder einen Unterboden, der viel mehr Porpoising hatte als das andere Auto [von Leclerc] mit dem gleichen Set-up. Und das war sehr, sehr schmerzhaft. Es herrschte ein ziemliches Chaos im Auto. Aber ich sah auch andere, die auf der Strecke zu kämpfen hatten."

Sainz mit klarer Ansage an FIA: Hört ja nicht auf die Teams!

"Ich glaube, es war ein Punkt erreicht, an dem wir uns in der Fahrerbesprechung alle ansahen und sagten: Wir müssen etwas tun. Denn ein Rennen ist ja in Ordnung, aber können wir das noch zehn weitere Jahre so machen?"

"Das bezweifle ich. Wir haben die FIA gebeten, sich das anzusehen und nicht auf die Teams zu hören, sondern auf uns. Wir sagen, dass wir alle Probleme haben, damit umzugehen."

Sainz' Vorschlag, nicht auf die Teams zu hören, war verblüffend. Mit anderen Worten: Er und andere Fahrer wussten ganz genau, dass dies schnell zu einer politischen Diskussion werden würde, bei der die Teams, die nicht unter Porpoising leiden, ihre Konkurrenten beschuldigen würden, eine Regeländerung zum Vorteil ihrer Leistung anzustreben.

Sainz: "Wollen wir nach jedem Rennen 20 Fahrer mit Rückenproblemen sehen?

Außerdem lenkte er den Fokus von der Fahrhöhe auf die allgemeine Fahrqualität: "Wir brauchen einfach etwas Intelligenteres an der Aufhängung oder an der Art und Weise, wie die Autos gefahren werden. Die FIA sollte die Möglichkeiten der Teams, so steif und hart zu fahren, wie man es auf den Geraden sieht, besser kontrollieren."


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"Ich bin mir ziemlich sicher, dass, wenn man zwei oder drei Ingenieure im Fahrerlager fragt, sie die Antwort kennen und wissen, was getan werden kann, um dies zu begrenzen und zu regulieren. Wir brauchen nur die FIA, um so schnell wie möglich zu handeln, denn wenn nicht, wird das Problem immer größer werden", sagt Sainz.

"Ist es für die Formel 1 erstrebenswert, am Ende jedes Rennens 20 Fahrer mit Rückenproblemen zu haben? Meine persönliche Meinung ist, dass wir mit der heutig möglichen Technologie diese schmerzhafte Situation nicht unbedingt in unserer Karriere haben müssen, wenn es eine wirklich einfache Lösung dafür gibt."

Teams sollten laut Sainz mehr an die Gesundheit der Fahrer denken

"Es ist also eher eine Frage, ob es das wirklich wert ist? Ist es notwendig, wenn es möglicherweise eine sehr einfache Lösung gibt, die man einführen kann? Ich glaube das nicht. Ich denke, es ist nicht notwendig, und wir sollten alle, auch die Teams, an die Gesundheit der Fahrer denken."

Aserbaidschan war eine Art Weckruf für einige Fahrer, die das Problem für sich selbst noch nicht wirklich erkannt hatten oder es zumindest nicht öffentlich ansprechen wollten. "Ich denke, jeder hat seine eigene Meinung, aber auch seine eigenen Interessen", erklärt Sainz.

"Es gibt Dinge, die man in den Medien sagt und Dinge, die man nicht in der Öffentlichkeit sagt, weil man ein bestimmtes Image haben will oder weil man kein Image haben will. Deshalb versuche ich, aus den Äußerungen meiner Kollegen in den Medien nicht zu viele Schlüsse zu ziehen und spreche mit ihnen lieber unter vier Augen."

Hamilton nach Baku-Bouncing: "So schlecht ging es mir noch nie"

Nachdem er sich in Barcelona noch unbeteiligt gezeigt hatte, war Lewis Hamilton am Baku-Wochenende die lauteste Stimme und nach dem Rennen war klar, dass der ehemalige Weltmeister wirklich zu kämpfen hatte. Es war ersichtlich, dass er sich sehr anstrengen musste, um überhaupt die Zielflagge zu erreichen.

"Ich habe eine Kältetherapie gemacht", sagte er nach dem Rennen. "Und wenn man da vier Minuten lang reingeht, ist es verdammt kalt, und man muss einfach nach innen gehen. Man muss sich irgendwie beruhigen und einfach nur grinsen."


Hamilton leidet nach heftigem Bouncing: "Gebetet, dass es zu Ende ist"

Lewis Hamilton kämpft nach Bouncing-Problemen mit Rückenschmerzen.

"Ich muss an all die Leute denken, die sich darauf verlassen, dass ich diese Punkte hole. Darauf habe ich mich also wirklich konzentriert. Aber das ist definitiv das Schlimmste für mich. So schlecht ging es mir in diesem Jahr noch nie", erklärt Hamilton.

"Alle Fahrer haben es gemeinsam in der Fahrerbesprechung besprochen. Und ich denke, keiner von uns möchte, dass dieses Bouncing die nächsten vier Jahren dieses Reglements andauert. Ich bin mir also sicher, dass die Teams daran arbeiten werden."

Nicht Bouncing, sondern allgemeine Steifigkeit das Problem?

Die Tatsache, dass sich Hamilton und Russell so deutlich zu diesem Thema geäußert haben und weithin zitiert wurden, hat in den sozialen Medien unweigerlich zu der Vermutung geführt, dass dies Teil eines Tricks war, um die Regeln zu ändern, die Mercedes nicht passen.

Jedoch haben sich aber auch andere Fahrer zu Wort gemeldet, wie Sainz bereits angedeutet hat, und sie haben auch angemerkt, dass es nicht unbedingt um das Porpoising geht, sondern auch um die allgemeine Härte und Steife des Fahrverhaltens der 2022er-Autos.

"Ich denke, keiner von uns will wie eine Diva klingen oder sich beschweren, dass die Autos zu hart zu fahren sind", sagt Esteban Ocon von Alpine. "Aber wir müssen erkennen, dass es nicht gesund ist, so in der Zukunft weiterzumachen."

"Ich denke, es ist die Steifigkeit der Autos im Allgemeinen, die auf den langen Geraden große Schläge verursacht. Darauf können wir unseren Körper nicht vorbereiten", erklärt der Franzose. "Ich denke, die FIA wird sich das in Zukunft ansehen und wir werden das unterstützen."

Gasly: Will nicht zwischen Performance und Gesundheit abwägen müssen

Ocons Landsmann Pierre Gasly, der in Barcelona auf die Frage, ob Sainz "mehr trainieren" müsse noch scherzte, war ein weiterer, der sich nach dem Rennen in Baku sehr deutlich zu diesem Thema äußerte.

"Es ist nicht gesund, das ist sicher", sagt der AlphaTauri-Pilot. "Ich hatte vor und nach jedem Training eine Physio-Sitzung, weil meine Bandscheiben darunter leiden. Man hat buchstäblich keine Federung. Es schlägt einfach durch die Wirbelsäule."

"Das Team fragt mich: 'Können wir bei der Abstimmung Kompromisse eingehen?', und ich setze meine Gesundheit für die Leistung aufs Spiel. Und das werde ich immer tun, denn ich bin ein Fahrer und will immer das schnellste Auto haben, das ich fahren kann. Aber ich denke nicht, dass die FIA uns in eine Ecke stellen sollte, in der wir zwischen Gesundheit und Leistung abwägen müssen."

"Das ist der heikle Teil der Sache, was eindeutig nicht nachhaltig ist. Das haben wir bei der Fahrerbesprechung besprochen und sie auf dieses Problem aufmerksam gemacht und sie gebeten, Lösungen zu finden, damit wir nicht mit 30 Jahren mit einem Stock enden."

Ricciardo als Basketball von Stephen Curry in Baku

Das McLaren-Team konnte die Porpoising-Probleme bisher wie kein anderes vermeiden, aber selbst die Fahrer des MCL36 mussten in Baku einiges einstecken. Für Daniel Ricciardo war das Rennen es ein Augenöffner, da auch der Australier danach Rückenschmerzen hatte.

"Ich möchte nicht nachempfinden, was die anderen gefühlt haben, denn ganz ehrlich, heute war es schlimm", sagte Ricciardo nach der Zielflagge. "Ich hatte wirklich zu kämpfen."

Daniel Ricciardo

Auch Daniel Ricciardo kam nach dem Rennen nicht ohne Weiteres aus seinem Auto Zoom Download

"Es ist schmerzhaft, aber ich denke, vor allem ist es unnatürlich. Es ist buchstäblich so, als würde dich ein Profi-Basketballspieler dribbeln, wenn er den Ball wirklich tief bekommt und dribbelt. Als würde man professionell von Stephen Curry gedribbelt werden."

Ricciardo: "Fühle 100 Prozent" mit Mercedes-Fahrern mit

"Es ist also definitiv nicht gut und es ist nicht normal. Ich denke, wir müssen etwas tun. Ich weiß, dass George und Lewis viel schlechtes Porpoising hatten. Sie werden sich bestimmt noch schlimmer fühlen, daher will ich mir gar nicht vorstellen, was sie fühlen, denn für mich war es schon schmerzhaft."

"Die Kompressionen tun weh und man hat das Gefühl, dass man irgendwie zusammengedrückt wird. Aber auch beim Aussteigen aus dem Auto, ich übertreibe nicht, fühlte ich mich einfach erschüttert. Also einfach ein bisschen durchgeschüttelt. Es fühlt sich nicht so an, dass es normal wäre."

"Ich denke, es ist auch die Frequenz. Diese Art von Erschütterung des Gehirns und der Wirbelsäule ist meiner Meinung nach auf Dauer nicht gut. Ich weiß, dass George sich sehr lautstark darüber geäußert hat. Offensichtlich haben sie sehr gelitten. Und ich habe 100 Prozent Mitgefühl mit ihm."

Ricciardo: "Sollten nicht naiv und ignorant sein"

Ricciardo stimmt zu, dass es für Fahrer nicht immer einfach sei, gesundheitliche Probleme zuzugeben: "Es geht nicht darum, müde zu sein. Man fühlt sich müde, weil man herumgeschubst wurde. Ich meine, wir können Macho sein, wenn wir wollen, denn wir haben alle das Rennen beendet. Wir können es schaffen, denn wir können es durchhalten."

"Aber es könnte sein, dass wir in zwei Jahren feststellen: 'Oh, das war schlecht für das Gehirn oder was auch immer, oder für die Wirbelsäule'. Es ist also eine dieser Situationen, in denen wir nicht naiv oder ignorant sein und einfach durchhalten wollen, wenn es zu Langzeitschäden kommen könnte."

Mercedes vs. Red Bull im Bouncing-Streit

Einige Teams sind sich durchaus bewusst, dass die Fahrer dies auf lange Zeit nicht verkraften können. "In diesem Fall haben wir es mit dem Paket und unseren Fahrern allerdings zu weit getrieben", stellt Mercedes-Strategiechef James Vowles fest. "Wir haben sie in erhebliche Schwierigkeiten gebracht, und das können wir einfach nicht noch einmal tun."

"Unsere Fahrer sind nicht die einzigen, die leiden. Man kann in den Medien auch eine Reihe von Kommentaren von anderen Fahrern lesen, die ebenfalls unter Unbehagen und Schmerzen leiden. Und wir haben jetzt die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich das nicht fortsetzt."

Diejenigen Teams, die mit ihren Autos zufrieden sind, sind jedoch nicht an Änderungen interessiert. "Sie können jederzeit ein dickeres Brett für den Unterboden nehmen, wenn sie wollen", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner über Mercedes. "Am einfachsten ist es natürlich, die Bodenfreiheit des Autos zu erhöhen. Ein Team hat also die Wahl, das zu tun."

"Man hat die Wahl, wo man sein Auto fährt, nicht wahr? Man sollte nie ein Auto fahren, das unsicher ist. Aber ich denke, das ist eher etwas für die Techniker. Denn bestimmte Autos haben Probleme."

"Und es gibt einige Autos, die nur sehr wenige Probleme haben. Es wäre also unfair, diejenigen zu bestrafen, die einen guten Job gemacht haben, und diejenigen, die das Ziel vielleicht etwas verfehlt haben, zu belohnen."

"Ich denke, wenn es ein echtes Sicherheitsproblem im gesamten Starterfeld gibt, dann sollte man sich das ansehen. Wenn aber nur einzelne Personen oder Teams betroffen sind, dann ist das etwas, womit sich das jeweilige Team befassen sollte", erklärt Horner.

Russell vergleicht Formel 1 mit Fußball in Bouncing-Thematik

Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Die FIA ist sich der Bedenken der Fahrer durchaus bewusst, aber die technischen Vorschriften können nicht ohne Weiteres während der Saison geändert werden, ohne die volle Unterstützung der Teams, es sei denn, dies kann als Sicherheitsproblem akzeptiert werden.

Für 2023 könnte es einige Änderungen geben, aber die Herausforderung besteht darin, dass das harte Fahrverhalten ein inhärentes Merkmal dieser Ground-Effekt-Autos ist, mit ihren 18-Zoll-Reifen und steifen Aufhängungen. Es muss jedoch eindeutig etwas getan werden.

In Barcelona stellte Russell eine interessante Analogie auf: "Ich denke, man kann es fast mit Fußballern vergleichen", sagte der Mercedes-Fahrer. "Ich weiß nicht, in welcher Epoche das war, als es diese massiven Fußbälle gab. Aber es wurden Untersuchungen und Analysen durchgeführt, die zeigten, dass es gesundheitliche Folgen für die Spieler gab, die den Ball oft köpften, wodurch die Dinge geändert wurden."

"Die Formel 1 ist das Zentrum der Innovation. Somit gibt es keinen Grund, warum wir nicht eine wissenschaftliche Lösung für dieses Problem finden können", erklärt Russell.

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