• 20. Mai 2022 · 15:32 Uhr

Pierre Gasly: AlphaTauri hat Probleme mit der Aerodynamik

Pierre Gasly und Yuki Tsunoda erklären ihre Schwierigkeiten mit dem AlphaTauri und hoffen auf Updates - Wo sich Tsunoda im teaminternen Duell im Vorteil wähnt

(Motorsport-Total.com) - Das AlphaTauri-Team kann in der Formel-1-Saison 2022 noch nicht ganz an die starken Leistungen der vergangenen Jahre anknüpfen. In der Konstrukteurswertung liegt das Team aktuell an siebter Stelle mit 16 Punkten aus den ersten fünf Rennen.

Pierre Gasly

Pierre Gasly während des ersten Freien Trainings in Barcelona Zoom Download

Dass das italienische Team nicht weiter vorne in der WM-Wertung zu finden ist, liegt laut AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly am fehlenden Anpressdruck des AT03: "Ich denke, dass es hauptsächlich auf die Aerodynamik zurückzuführen ist."

"Wir versuchen, mehr Grip auf der Vorderachse zu finden, um effizienter zu werden. Also vorne mehr Last und insgesamt weniger Luftwiderstand", erklärt der Franzose. Für das Rennwochenende in Barcelona hat das Team laut Gasly "keine großartigen" Neuerungen ans Auto gebracht. "Es werden Upgrades kommen, aber nicht kurzfristig", sagt er.

Gasly: AlphaTauri hat Puffer der vergangenen Saison verloren

Dennoch will Gasly die Saisonperformance nicht nur auf das Auto schieben: "Ich denke, dass wir dieses Jahr noch kein sauberes Wochenende gehabt haben. Warum auch immer, haben wir noch keine Qualifying-Session und kein Rennen richtig hinbekommen."

Besonders in den ersten beiden Saisonrennen in Bahrain und Saudi-Arabien wurden beide AlphaTauri-Fahrer immer wieder von der Zuverlässigkeit ausgestoppt, was einige Punkte kostete. Dies ist laut Gasly in dieser Saison noch schmerzhafter, da das Mittelfeld noch enger zusammengerückt ist.

"Es gibt mindestens sechs Autos, die aus eigener Kraft auf Platz sieben bis zehn fahren können, womit es sehr schwierig ist. Es ist natürlich eine tolle Herausforderung, aber ich denke, dass wir diesen Puffer aus dem vergangenen Jahr nicht mehr haben."

Gasly: Deshalb ist der Vorteil auf Tsunoda geschrumpft

Zudem bekommt der Franzose auch teamintern mehr Konkurrenz, da Yuki Tsunoda sich im Vergleich zur Saison 2021 sichtbar verbessert hat, was auch der aktuelle Stand in der Fahrerwertung untermauert, wo der Japaner aktuell vor Gasly liegt.


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Auf die Frage, warum sein Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Tsunoda geschrumpft ist, sagt Gasly: "Es gibt verschiedene Gründe, aber Yuki fährt einfach sehr gut und er hat an Erfahrung dazugewonnen. Ich auf der anderen Seite habe auch noch keinen Weg gefunden, dass Auto so einzustellen, wie ich mir es wünsche."

"Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden und müssen auch keine verrückten Lösungen finden. Es gibt also noch großes Potenzial, wenn wir einfach ein sauberes Wochenende ohne Probleme zusammenbekommen. In den vergangenen Rennwochenenden sind wir jedoch immer ins Hintertreffen geraten."

Tsunoda widerspricht: "Es ist das komplette Gegenteil!"

Gasly beschreibt, dass er aktuell noch besonders in den langsamen Kurven zu kämpfen habe, das Auto um die Kurve rotiert zu bekommen. Zudem sei das Auto in den schnellen Kurven "nur am rutschen", weshalb er nicht so viel Geschwindigkeit in die Kurve mitnehmen könne.


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Als sein Teamkollege Tsunoda darauf angesprochen wurde, ob er ein besseres Gefühl für den AT03 als Gasly habe, sagt er: "Es ist das komplette Gegenteil! Er kommt besser als ich zurecht, vor allem wenn die Vorderachse schwach ist, weil ich Übersteuern mehr mag als er."

Auch er fordert daher, dass man bei AlphaTauri an der Vorderachse arbeiten muss: "Wir müssen sie natürlich noch stärker machen, aber dann darf auf der anderen Seite das Heck nicht zu lose werden. Daher müssen wir einen guten Kompromiss finden, aber wenn das Heck schwächer wird, dann glaube ich, dass ich damit besser als Pierre zurechtkomme. Ich denke, damit hat er einige Probleme."

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