• 26. November 2021 · 16:07 Uhr

Warum die FIA-Entscheidungen manchmal so lang dauern

In Brasilien und in Katar ließen einige Entscheidungen der Rennkommissare ziemlich lange auf sich warten, doch Rennleiter Michael Masi verteidigt das Vorgehen

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Rennleiter Michael Masi hat die lange andauernden Entscheidungen der Rennkommissare an den vergangenen beiden Rennwochenenden verteidigt. Sowohl in Brasilien als auch in Katar hatten die Kommissare Entscheidungen in Fällen auf den Folgetag verschoben, was besonders in Katar für etwas Verwirrung gesorgt hatte.

Formel-1-Rennleiter Michael Masi vor dem Formel-1-Rennen in Spielberg 2021

Rennleiter Michael Masi hat die Formel-1-Kommissare verteidigt Zoom Download

Erst mehr als 21 Stunden nach dem Ende des Qualifyings fiel die Entscheidung gegen Max Verstappen, Valtteri Bottas und Carlos Sainz. Bis zum Start waren da kaum mehr 1,5 Stunden. Dass die Fahrer zu den Kommissaren mussten, erfuhren sie auch erst rund drei Stunden nach dem Ende der Session.

Auch die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Verstappen-Szene von Brasilien sowie der Heckflügel-Fall in Sao Paulo ging über Nacht in eine Hängepartie, doch Masi betont, dass solche Entscheidungen manchmal etwas Zeit brauchen, weil man erst vollständige Aufklärung benötigt.

"Alle haben immer um eine genauere Beschreibung der Entscheidungen gebeten, anstatt nur zu sagen, diese Person ist schuldig oder unschuldig", sagt er. "Ihr wollt alle so viel wie möglich über den Prozess erfahren, der durchlaufen wurde." Und wenn in manchen Fällen nur Nuancen entscheiden, dann werden diese eben detailliert wiedergegeben.


Analyse Katar: Jetzt wirds lächerlich, liebe FIA!

Video wird geladen…

Analyse Katar: Jetzt wirds lächerlich, liebe FIA!

Widersprüche im Horner-Urteil. Wo Red Bull verloren hat. Warum Hamilton in der Form des Lebens fährt. Und warum es keinen Protest gegen Mercedes gibt. Weitere Formel-1-Videos

"Das ist ein Teil, und der andere Teil ist, dass den Teams die Möglichkeit gegeben werden muss, ihren Fall zu präsentieren", sagt Masi. Mercedes habe am Freitag und Samstag in Brasilien rund zweieinhalb Stunden bei den Kommissaren verbracht. "Das muss man neben den Sessions und allen anderen Dingen auch berücksichtigen. Es ist nicht so einfach."

"Ich denke, manchmal würden die Kommissare auch lieber einfach nur schreiben: 'Diese Person hat gegen die Regeln verstoßen' und fertig", sagt der Rennleiter. "Aber dann denken wir ein paar Jahre zurück, wo ihr alle gesagt habt, dass ihr mehr Einzelheiten haben wollt."

Dass die Fahrer wegen des Gelbvergehens in Katar erst am Sonntag angehört wurden, lag laut Masi einfach daran, dass sie am Samstagabend nicht mehr an der Strecke waren. Denn als die Vorladung ausgesprochen wurde, war es in Katar bereits zwischen 20:37 Uhr und 21:40 Uhr - je nach Fahrer.


Regelhüter in der Kritik: Ist Masi der Richtige?

Video wird geladen…

Regelhüter in der Kritik: Ist Masi der Richtige?

Viele üben Kritik an den Regelhütern der Formel 1 und der FIA mit ihrem Rennleiter Michael Masi. Ist er der richtige Mann für den schwierigen Job? Weitere Formel-1-Videos

"Es war natürlich ziemlich spät und keiner war mehr da", sagt Masi. "Außerdem war es ein langer Tag, und am Morgen sind alle wieder frisch."

In Katar war das Ende der Sperrstunde zudem erst 12 Uhr mittags Ortszeit, also fünf Stunden vor dem Rennen. Erst dann waren die Leute wieder an der Strecke. "Das spielt beim Timing natürlich auch eine Rolle", so Masi.

Tickets
Anzeige

Fotos & Fotostrecken

Formel 1 trifft Fußball: Im Red-Bull-Auto durch Leipzig
Formel 1 trifft Fußball: Im Red-Bull-Auto durch Leipzig
Die aktuellen Teamchefs der Formel 1
Die aktuellen Teamchefs der Formel 1

Formel-1-Champions, die ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen konnten
Formel-1-Champions, die ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen konnten

Die Formel-1-Fahrer 2023
Die Formel-1-Fahrer 2023

Budapest: Die Fahrernoten der Redaktion
Budapest: Die Fahrernoten der Redaktion
Anzeige
Formel1.de auf YouTube

Formel-1-Quiz

Wie alt war Louis Chiron als ältester Pilot aller Zeiten, als er 1958 bei der Qualifikation des Monaco GP antrat?

Top-Motorsport-News

Fehlende Repeater-Lights Ursache für DTM-Startcrashes?  "Das ist nicht fair"
DTM - Fehlende Repeater-Lights Ursache für DTM-Startcrashes? "Das ist nicht fair"

WRC Rallye Estland 2022: Rovanperä konsolidiert Führung
WRC - WRC Rallye Estland 2022: Rovanperä konsolidiert Führung

WSBK 2023: Jonathan Rea und Kawasaki einigen sich auf neuen Vertrag
WSBK - WSBK 2023: Jonathan Rea und Kawasaki einigen sich auf neuen Vertrag

12h-Rennen NLS: Campingplätze an der Nordschleife werden geöffnet
VLN - 12h-Rennen NLS: Campingplätze an der Nordschleife werden geöffnet
Formel 1 App

Folge Formel1.de