• 01. September 2021 · 13:40 Uhr

Bernie Ecclestone glaubt der Formel 1 nicht: Ging's doch nur ums Geld?

Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wirft nach der Farce von Spa wieder mal verbale Handgranaten in Richtung seiner Nachfolger

(Motorsport-Total.com) - Die Erklärung von Formel-1-CEO Stefano Domenicali, der Start des Alibirennens in Spa mit zwei Runden hinter dem Safety-Car habe nichts mit kommerziellen Vereinbarungen zu tun gehabt, glaubt Bernie Ecclestone nicht. Der ehemalige Grand-Prix-Zampano, beim aktuellen Rechteinhaber Liberty Media schon länger Persona non grata, hat nach Belgien 2021 zu einem Rundumschlag gegen seine Nachfolger ausgeholt.

Bernie Ecclestone mit seinem Nachfolger als Formel-1-CEO, Stefano Domenicali, damals noch Teamchef von Ferrari

Bernie Ecclestone mit seinem Nachfolger als CEO, Stefano Domenicali, damals Teamchef von Ferrari Zoom Download

Der Rennsonntag, den er selbst im TV verfolgt hat, sei "ein Desaster" gewesen, sagt Ecclestone gegenüber 'F1-Insider.com': "Auf das Wetter hast du keinen Einfluss. Auf das, wie du damit umgehst, dagegen schon. Man merkte, dass keiner die Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen wollte. Sie flogen daher wie in einem schwerelosen Raum. Und am Ende machten sie gemeinsam alles falsch."

"Wie kannst du nur die zwei Runden hinter dem Safety-Car fahren lassen, dann das Rennen beenden und dich dann wie Stefano hinstellen und sagen: 'Wir hatten keine kommerziellen Gründe dafür.'?", wundert sich Ecclestone und ergänzt: "Das stimmt nicht. Es gibt Verträge. Dadurch, dass sie das Rennen gestartet und ihre zwei Mindestrunden für ein Ergebnis absolviert haben, ist ihr Vertrag erfüllt. Damit ist der Veranstalter verpflichtet, den Rechteinhaber zu bezahlen."

Aus neutraler Sicht ist in diesem Zusammenhang wichtig: Ecclestone hat mutmaßlich Kenntnis über die Verträge, wie sie in seiner Zeit gestaltet waren. Ob er auch den aktuellen Vertrag zwischen dem Promoter in Spa und Liberty Media kennt, ist zumindest zweifelhaft.


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Der 90-Jährige behauptet jedenfalls, dass er, hätte er was zu sagen gehabt, mehr als zwei Runden hinter dem Safety-Car hätte fahren lassen: "Einerseits, um wirklich auf Besserung des Wetters und eine abtrocknende Strecke zu hoffen. Und zweitens, damit du nicht so dastehst wie jetzt. Denn entlarvender als nach genau zwei Runden aufzuhören, geht es nicht. Jetzt weiß jeder, dass es nur kommerzielle Gründe hatte."

Genau wie Lewis Hamilton fordert auch Ecclestone, dass die enttäuschten Zuschauer vor Ort ihr Geld zurückbekommen sollten: "Von dem Geld, dass die Rechteinhaber durch ihre zwei Mogelrunden verdient haben, sollten sie die Fans, die zehn Stunden im Regen verharrt haben, entschädigen. Es würde immer noch genug an Gewinn übrigbleiben."


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Keine Kritik äußert er hingegen an der Tatsache, dass entsprechend FIA-Reglement halbe Punkte vergeben wurden. Die Fahrer, findet Ecclestone, haben im Qualifying "ihren Hintern riskiert" und teilweise tolle Leistungen gezeigt. Sie dafür nicht zu belohnen, wäre seiner Meinung nach nicht gerecht gewesen.

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