• 26. März 2021 · 09:13 Uhr

Ferrari vor der Wiedergutmachung: "Es gibt positive Zeichen"

Zwar hätten sich die Ferrari-Fahrer eine längere Vorbereitung auf die neue Saison gewünscht, dennoch starten Carlos Sainz und Charles Leclerc mit Optimismus

(Motorsport-Total.com) - "Wir sind so bereit, wie wir nur sein können", sagt Charles Leclerc vor dem Auftakt in die Formel-1-Saison 2021. "Es waren zwar nur drei Tage, was viel kürzer als früher war, aber wir haben an diesen Tagen alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten", so der Monegasse. "Es war eine gute Vorbereitung, und jetzt sehen wir auf der Strecke unsere wahre Performance."

Charles Leclerc, Carlos Sainz

Auch für die beiden Ferrari-Piloten beginnt in Bahrain der Ernst Zoom Download

Für Ferrari wird es heute zum ersten Mal wieder ernst. In Bahrain (ANZEIGE: Hol dir die komplette Formel 1 und den besten Live-Sport mit Sky Q oder streame flexibel mit Sky Ticket. Ganz ohne Receiver.) beginnt heute das neue Formel-1-Jahr mit zwei Trainingssessions. Zwar werden die Hosen erst am morgigen Samstag heruntergelassen, dennoch können sich Fans auf das erste Kräftemessen an einem Grand-Prix-Wochenende freuen.

Bei Ferrari hat man nach 2020 einiges gutzumachen. Der sechste Platz in der Gesamtwertung war eine Enttäuschung, da muss man nicht lange herumreden. Die Frage ist: Wie stark präsentiert sich die Scuderia 2021? Beobachter gehen nicht davon aus, dass es deutlich besser werden wird - zu durchwachsen verliefen auch die Testfahrten.

"Die Rundenzeiten sind schwierig einzuschätzen", sagt Teamchef Mattia Binotto gegenüber 'Sky', will diese aber auch nicht unbedingt als Maßstab hernehmen. "Wichtiger waren unsere Daten. Wir wissen, dass sich das Auto wie erwartet verhält. Das ist eine wichtige Grundlage für die Saison."

Ferrari SF21 einfacher zu fahren

Laut Leclerc habe sich der SF21 vor allem in Sachen Balance verbessert und sei einfacher zu fahren. "Das ist schon mal schön", sagt er. "Aber es gab auch andere positive Zeichen. Das ist aber schwierig einzuschätzen, bis wir im Qualifying ans Limit gegangen sind."


Sky Kommentator Roos erklärt den Unterschied vom SF21 zum Vorgänger

Sky Kommentator Sascha Roos über den neuen Ferrari SF21. (Videolänge: 1:38 Minuten)

Carlos Sainz ist in dieser Hinsicht noch nicht ganz so weit. Der Spanier hätte sich nach seinem Wechsel von McLaren noch etwas mehr Zeit im Auto gewünscht, spricht aber ebenfalls von einem "ziemlich guten Job" über den Winter. "Zwar hätte ich mir längere Testfahrten gewünscht, aber alles zusammengenommen fühle ich mich bereit, es zu probieren."

Zumindest hat der Spanier einen Eindruck bekommen, wie stark sich der SF21 vom MCL35 von McLaren unterscheidet. Was ihn dabei überrascht hat: "Ich verstehe immer noch nicht, wie Formel-1-Autos eine ähnliche Rundenzeit hinbekommen und sich doch so anders anfühlen können. Das ist superinteressant", so Sainz.

Sainz gut eingelebt

An den Ferrari muss er sich aber erst noch gewöhnen. Wie lange das dauern wird, dafür gebe es aber keine Faustregel. "Es kommt einfach auf das Auto und das erste Gefühl des Fahrers und die Erfahrungen in den ersten Rennen an", sagt er. "Ich bin mir aber sicher, dass man im ersten Rennen nie so bereit ist wie im zweiten oder dritten Jahr mit dem Team."

Trotzdem sei sein Gefühl mit dem Auto und in seinem neuen Team sehr gut. Das hat auch Teamchef Binotto schon erkannt und ist "positiv überrascht", wie er sagt: "Wir wussten, dass er ein starker Fahrer ist und dass er schnell sein würde", so der Italiener. "Er kommt mit Charles und dem Team gut zurecht."

Auch Leclerc betont, dass er gut mit Sainz auskommt: "Carlos und ich sind ungefähr das gleiche Alter und haben daher die gleichen Interessen und so", sagt er. "Wir kommen gut klar, das war aber auch mit Seb [Vettel] der Fall." Einen Vergleich seiner Teamkollegen möchte er aber nicht anstellen. "Aber mit Seb lief alles gut, und das wird auch mit Carlos so sein."

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