• 20. Januar 2021 · 09:40 Uhr

Ferrari: Warum auf Projekt 671 Projekt 673 folgt

Eigentlich nummeriert Ferrari seine Projekte aufsteigend durch, doch Corona hat in der Zählweise etwas durcheinandergebracht

(Motorsport-Total.com) - Die Coronavirus-Pandemie hat nicht nur die Formel-1-Welt komplett durcheinandergewirbelt, sondern auch dafür gesorgt, dass es bei Ferrari einen ungewöhnlichen Zahlendreher gibt. Denn der neue, alte Ferrari-Bolide für die anstehende Saison 2021 wird nicht mehr wie üblich einen Arbeitstitel in numerischer Reihenfolge erhalten.

Sebastian Vettel, Pierre Gasly

Auf Projekt 671 folgt bei Ferrari in diesem Jahr Projekt 673 Zoom Download

Die Scuderia gibt ihren Autos in jedem Jahr eine Projektnummer und einen offiziellen Chasissnamen. Der SF1000 aus dem vergangenen Jahr trug die Projektnummer 671. Logischerweise müsste der neue SF21, der vor den Wintertestfahrten in Bahrain vorgestellt werden wird, die Nummer 672 tragen. Tut er aber nicht.

Obwohl das Auto nach der grundlegenden Einfrierung viele Teile aus 2020 besitzen wird, trägt es die Projektnummer 673.

Der Grund für den Sprung ist simpel: Ferrari hatte zu Beginn des Jahres 2020 bereits am neuen Auto gearbeitet, das eigentlich unter einem völlig neuen Reglement für 2021 geplant war, und ihm die Projektnummer 672 zugewiesen.


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Doch weil die FIA die Einführung des neuen Reglements auf 2022 verschoben hat, musste Ferrari das Projekt erst einmal nach hinten verschieben. Mittlerweile laufen die Arbeiten am Projekt 672 wieder - parallel zu den Arbeiten am Projekt 673 für die anstehende Saison.

Der SF21 wird das Chassis des SF1000 besitzen, jedoch einige Upgrades haben, die unter dem Tokensystem möglich waren. Vor allem am Heck haben die Italiener gearbeitet. Neben den neuen Unterboden-Regeln hat man auch an einem neuen Getriebe und an einer neuen Aufhängung gearbeitet, um die Stabilitätsprobleme der Vorsaison in den Griff zu bekommen.

Zudem bekommt der SF21 einen völlig neuen Motor, nachdem der Vorgänger ein starkes Leistungsdefizit aufwies.

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