• 17. Januar 2021 · 14:18 Uhr

Unverständnis bei Jordan: Wieso würde man Perez gegen Vettel tauschen?

Ex-Teamchef Eddie Jordan kann nicht nachvollziehen, wieso Aston Martin Sergio Perez durch Sebastian Vettel ersetzt hat - Letzte zwei Ferrari-Jahre "jämmerlich"

(Motorsport-Total.com) - Dass Aston Martin sich von seinem langjährigen Piloten Sergio Perez getrennt und dafür Sebastian Vettel verpflichtet hat, hält Ex-Teamchef Eddie Jordan für einen Fehler: "Die letzten zwei Jahre gegen Leclerc bei Ferrari waren jämmerlich", urteilt der Ire, aus dessen Jordan-Team der heutige Aston-Martin-Rennstall hervorgegangen ist, gegenüber 'F1-insider.com'.

Eddie Jordan, Sebastian Vettel

Für Eddie Jordan hat Sebastian Vettel seinen Zenit überschritten Zoom Download

Zwar mag Jordan Vettel laut eigener Aussage sehr, sportlich glaubt er jedoch, dass der viermalige Weltmeister mittlerweile über seinem Zenit ist. Die Form des Deutschen war seit der Ankunft von Teamkollege Charles Leclerc bei Ferrari auf dem absteigenden Ast. 2020 belegte Vettel mit nur 33 Punkten den 13. Platz in der Weltmeisterschaft.

"Ich hätte jedenfalls Perez behalten", sagt Jordan und sieht in dessen neuem Arbeitgeber Red Bull den großen Gewinner dieser Wechselarie. Denn die Bullen tauschen den häufig kritisierten Alexander Albon aus und bekommen mit Perez laut dem Ex-Teamchef einen Top-Piloten: "Perez ist ein großartiger Pilot, der besonders im Rennen das erfüllen wird, was Red Bull von ihm erwartet."

Und das ist: nah genug an Max Verstappen sein, um Mercedes mit beiden Autos unter Druck zu setzen. Das hatte Vorgänger Albon laut Jordan "zu keiner Zeit" geschafft, und genau diesen Umstand hatte auch Verstappen bei der Verpflichtung von Perez herausgestellt.

Und während der Ire von der neuen Fahrerpaarung bei Red Bull überzeugt ist, ist er es von der Paarung bei Aston Martin nicht. Mit Lance Stroll erwartet Vettel ein Teamkollege, der laut Jordan eine echte Wundertüte ist. "Manchmal fährt er gut, manchmal extrem schlecht", so sein Urteil. "Er ist alles andere als konstant."

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