• 02. August 2020 · 09:07 Uhr

"Bin erst 27": Kevin Magnussen sieht Haas-Krise entspannt

Trotz der schlechten Aussichten bei Haas macht sich Kevin Magnussen noch keine Sorgen: Siege in der Formel 1 sind immer noch das Ziel

(Motorsport-Total.com) - Nein, mehr war gestern nicht drin: "Ich glaube, Platz 16 ist unsere Pole-Position", sagt Haas-Pilot Kevin Magnussen nach dem Qualifying von Silverstone (Formel 1 2020 live im Ticker). Die beiden Haas-Piloten kämpfen derzeit zusammen gegen Alfa Romeo und Williams, um nicht in der letzten Startreihe zu stehen.

Kevin Magnussen

Kevin Magnussen möchte auch im Kampf um Rang 16 alles herausholen Zoom Download

Ein Einzug in Q2 wäre angesichts des Rückstands schon eine Überraschung. Mehr als drei Zehntelsekunden fehlten Magnussen auf den Fahrer vor ihm. "Es gibt keine Chance, dass wir mit diesem Auto so viel schneller fahren, um Platz 15 zu erreichen - zumindest nicht auf dieser Strecke. Von daher haben wir alles getan, was wir konnten", sagt er.

Das ist die traurige Realität für Haas. In Ungarn konnte Magnussen trotz zwischenzeitlichem Platz drei nach dem Start "nur" einen Punkt holen, ansonsten holte der Rennstall seit einem ganzen Jahr nur ein weiteres Punkteergebnis.

Die Aussichten sind aber nicht gerade besser: "Es sieht nicht so aus, als würden wir viele Upgrades für das Auto haben", meint der Däne. Haas muss die nächsten 1,5 Jahre damit zurechtkommen, was man aktuell hat. Denn die Autos werden bis 2021 im Grunde eingefroren.

Das treibt Magnussen aber noch keine Sorgenfalten auf die Stirn: "Ich fühle mich noch jung, ich bin gerade einmal 27", sagt er. "Ich fühle, dass ich noch viele Jahre vor mir habe, von daher bin ich nicht allzu gestresst."

Natürlich würde er lieber um andere Plätze als Rang 16 fahren, und natürlich würde er lieber gewinnen. "Das war meine Mentalität, seit ich ein Kind war", so Magnussen, "aber wenn du in die Formel 1 kommst, dann muss sich die Mentalität ein wenig verändern. Wenn du in keinem Siegerauto sitzt, hilft es nichts, wenn du die Mentalität hast. Du gewinnst eh nicht, wenn das Auto nicht gut genug ist."

Stattdessen gehe es darum, das Beste aus seinem vorhandenen Material zu holen. "Und ich finde, dass ich mich da in den vergangenen Jahren verbessert habe. Ich konnte mein Mindset verändern und Motivation in den kleinen Details finden", sagt Magnussen. Jetzt sei er glücklich, wenn er ein Wochenende für sich perfekt hinbekommt.

"Der Traum von Siegen in der Formel 1 ist immer noch da", betont er, "aber ich kann mich nur mit dem, was ich heute mache, in den Rahmen für Rennsiege in der Zukunft bringen."

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