• 14. Juli 2020 · 15:00 Uhr

Wo steht Favoritenschreck Racing Point nach den ersten Rennen 2020?

In der Weltmeisterschaft liegt Racing Point nach den ersten beiden Rennen 2020 unter anderem vor Ferrari - Es wäre aber sogar noch einiges mehr drin gewesen

(Motorsport-Total.com) - Bei Racing Point dürfte man mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die ersten beiden Saisonrennen in Spielberg zurückblicken. Einerseits liegt man in der WM auf Rang vier und drei Zähler vor Ferrari. Andererseits wäre an beiden Wochenenden wohl deutlich mehr drin gewesen. Das hat die Aufholjagd von Sergio Perez am Sonntag deutlich gemacht.

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Die gute Nachricht sei, "dass das Auto eine großartige Pace hat", so Teamchef Otmar Szafnauer. Auf der anderen Seite steht, dass Racing Point an beiden Wochenende nicht das Maximum herausgeholt hat. So kämpfte Perez am Sonntag mit Alexander Albon im Red Bull zwischenzeitlich um Rang vier, obwohl er nur von Startplatz 17 ins Rennen gegangen war.

"Perez war phasenweise schneller als der Mercedes. Obwohl Bottas Reifen hatte, die fast genauso alt waren wie die von Perez, war Perez drei bis vier Zehntel schneller. Das ist schon beeindruckend", stellte Red-Bull-Teamchef Christian Horner nach dem Rennen fest. Nach einer Berührung mit Albon würde Perez am Ende aber nur Sechster - wie schon eine Woche zuvor.

Ein besseres Ergebnis wäre wohl möglich gewesen, wenn das Qualifying am Samstag nicht völlig in die Hose gegangen wäre. Szafnauer erinnert daran, dass man mit dem neuen Boliden zum ersten Mal im Nassen gefahren sei und die Regenreifen nicht ins richtige Fenster gebracht habe. "Das ist aus verschiedenen Gründen passiert. Wir kennen diese Gründe", erklärt er.

"Gibt noch eine Menge zu lernen"

"Wir haben nicht die komplette Pace herausgeholt, aber wir haben am Samstag eine Menge [über das Auto] gelernt", so Szafnauer. Hintergrund der Probleme: Racing Point wechselte beim RP20 für die Saison 2020 auf ein völlig anderes Konzept als bei den Vorgängerautos. Daher erklärt Szafnauer: "Es gibt noch immer eine Menge, die wir [über das Auto] lernen können."


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Er ist davon überzeugt, dass es bei der nächsten Session im Nassen bereits "ganz anders" aussehen wird. Im trockenen Rennen sei die Pace dann ohnehin wieder "sehr, sehr stark" gewesen, so Szafnauer. "Das stimmt uns optimistisch für die kommenden Rennen", erklärt der Teamchef. Doch wo steht Racing Point 2020 nun in der Hackordnung?

Final lässt sich das noch nicht beantworten. Doch Szafnauer glaubt, dass das zweite Training in Spielberg möglicherweise ein Maßstab sein könnte. Weil die Möglichkeit bestand, dass das Qualifying ausfallen könnte, drehten viele Teams in FP2 etwas mehr auf als sonst, weil sich aus dem Trainingsergebnis im Zweifelsfall die Startaufstellung am Sonntag ergeben hätte.

Andere Strecken noch ein Fragezeichen

Im besagten FP2 wurde Perez Dritter hinter Max Verstappen (Red Bull) und Valtteri Bottas (Mercedes). Doch Szafnauer erinnert, dass man nicht wisse, wie sehr die anderen Teams in der Session tatsächlich aufgedreht hätten. Das mache den Vergleich schwierig. Zudem weiß man bei Racing Point aktuell selbst noch nicht, wie viel Potenzial überhaupt im RP20 steckt.


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"Je mehr Freitage wir fahren, desto mehr lernen wir über das Set-up", erklärt Szafnauer, der verrät, dass der Red-Bull-Ring dem RP20 grundsätzlich entgegenkomme. "Ich denke, wir sind in den schnellen Kurven besser als in einigen langsamen. Aber wie schon gesagt: Wir lernen noch immer über das Auto dazu", so der Teamchef über die Erfahrungen aus Spielberg.

Eine Prognose, wie man auf anderen Strecken abschneiden wird, traut er sich allerdings noch nicht zu. "Das Schöne ist, dass wir sechs Rennen in sieben Wochen haben", erinnert er. Danach sei er dann in der Lage, diese Frage zu beantworten. Bis Ende August wird die Formel 1 noch in Budapest, Silverstone, Barcelona und Spa fahren.

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