• 08. Mai 2020 · 13:09 Uhr

Nur ein "rosa Mercedes"? Das sagt Racing-Point-Pilot Sergio Perez

Die Ähnlichkeit des RP20 zum Mercedes W10 ist offensichtlich, doch Sergio Perez verteidigt die Ingenieure von Racing Point und lobt es als "richtige Entscheidung"

(Motorsport-Total.com) - Er war eines der Gesprächsthemen bei den Formel-1-Vorsaisontests: Racing Points "rosaroter Mercedes". Die Ähnlichkeiten zum Weltmeisterauto von 2019 waren offensichtlich - und führten zwischenzeitlich sogar dazu, dass mehrere Konkurrenzteams über einen offiziellen Protest gegen die Mercedes-Kopie nachdachten.

Sergio Perez

Sergio Perez begrüßt die Umstellung des Designkonzepts bei Racing Point Zoom Download

Dass man sich beim Designkonzept an den Silberpfeilen orientierte und nun mit deutlich weniger Anstellung am Heck fährt, daraus macht Racing Point keinen Hehl. Die Kritik, nur ein rosa Mercedes zu sein, will das Team aber nicht gelten lassen.

"Nein, nein, nein. Ich denke, es ist wichtig, dass wir unseren Leuten, unseren Ingenieuren nichts absprechen können", betont Sergio Perez im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben, sehr viel Arbeit gemacht. Andrew Green und all seine Leute haben viel Mühe in die Entwicklung dieses Autos gesteckt."

"Wenn man ein Auto kopieren möchte, dann Mercedes"

Man könne die Tatsache nicht verbergen, dass der RP20 dem Mercedes W10 sehr ähnlich sieht, räumt Perez ein. "Aber wenn es die Möglichkeit gibt, es auf diese Weise zu machen, dann werden wir das natürlich tun. Wenn es ein Auto gibt, das man kopieren möchte, dann ist es der Mercedes, aber so einfach ist das nicht."

Denn: "Um ein Auto zu kopieren, muss man eine Menge Arbeit hinter sich bringen", so der Mexikaner. Die damit verbundene Entscheidung, das eigene Konzept, mit dem man viele Jahre gearbeitet hat, über den Haufen zu werfen, unterstützt er.


Fotos: Formel-1-Autos 2020: Design-Präsentation Racing Point


"Das Konzept, das wir hatten, war sozusagen ausgereizt. Und als wir das Konzept änderten, wussten wir, dass es ein großes Risiko war. Wir wussten, dass es letztendlich funktionieren würde, aber wir wussten nicht, wie früh das geschehen würde. Deshalb glaube ich, dass dies im Nachhinein die richtige Entscheidung war."

Perez: RP20 muss völlig anders abgestimmt werden

Und wie groß war die Umstellung für ihn als Fahrer? "Es fährt sich ein bisschen anders - im Auto selbst und vor allem in der Art und Weise, wie man das Auto abstimmt", sagt der Racing-Point-Pilot. "Es ist im Grunde ein ganz neues Auto, mit dem wir arbeiten müssen, um daraus zu lernen und es besser zu machen."

Über seine ersten Eindrücke während der Tests, Teamkollege Lance Stroll und die bewegte Zeit bei Force India hat Sergio Perez ausführlich mit uns gesprochen. Das komplette Interview gibt es am Sonntag auf 'Motorsport-Total.com' und 'Formel1.de'.

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