• 05. Dezember 2019 · 08:24 Uhr

Berger: Leclerc die "nächste Generation", Vettel muss sich "wehren"

Gerhard Berger glaubt, dass sich Sebastian Vettel 2020 warm anziehen muss, wenn er sich bei Ferrari gegen Charles Leclerc durchsetzen möchte

(Motorsport-Total.com) - Der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger glaubt, dass 2020 für Sebastian Vettel ein besonders wichtiges Jahr werden könnte, wenn er sich den Traum vom WM-Titel auf Ferrari erfüllen möchte: "Leclerc ist die Jugend, ist die nächste Generation", sagt der heutige DTM-Chef im Interview mit 'ServusTV'. Folgerichtig müsse sich Vettel gegen dessen Angriff "wehren".

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Gerhard Berger am Montag bei der Aufzeichnung der 'ServusTV'-Sendung Zoom Download

"Er hat ganz klar erkannt, dass er mit Leclerc einen Mann im Team hat, gegen den er alle Register ziehen muss, seine Erfahrung spielen lassen muss, die er bei vier WM-Titeln gesammelt hat. Für nächstes Jahr wird das sicher eine harte Nummer", glaubt Berger.

"Der Bursche ist schnell, ist auch schon ganz schön ausgeschlafen, auch ein bisschen in den Herzen der Italiener. Sebastian muss nächstes Jahr richtig angreifen."

Berger spielt damit auf Situationen wie in Monza an, wo Leclerc seine ganze Abgebrühtheit in die Waagschale geworfen hat. Zuerst mit einer nicht ganz sauberen Taktik im Qualifying, die verhinderte, dass Vettel auf seine schnelle Runde gehen konnte. Dann mit einem harten Manöver gegen Lewis Hamilton, das ihm den von den Tifosi vielumjubelten Sieg sicherte.

Ferrari habe "zwei Alphatiere" im Team, analysiert der zehnfache Grand-Prix-Sieger: "Der Vorteil ist, dass die Zitrone ausgepresst wird. Das heißt, die Technik wird bis ins Letzte genutzt. Der Nachteil ist, dass das jemand managen muss. Aber wenn man zurückschaut, haben die erfolgreichen Teams das immer gemacht."

"Frank Williams hat immer die zwei Schnellsten, die er bekommen hat, gegeneinander fahren lassen. Enzo Ferrari hat immer darauf geachtet, seine Nummer 1 unter Druck zu setzen und die Nummer 2 vielleicht eines Tages zur Nummer 1 zu machen."

Insofern sei so eine Situation "nichts Neues", sagt Berger.

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