• 11. November 2019 · 09:05 Uhr

Eddie Irvine: Vettel hat seine vier Titel nicht verdient

Der frühere Ferrari-Pilot Eddie Irvine kanzelt den viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ab und kürt dessen Teamkollegen zur klaren Führungsfigur

(Motorsport-Total.com) - All das kommt Eddie Irvine sehr bekannt vor. Dass Sebastien Vettel in einem teaminternen Duell gegen einen Neueinsteiger unterliege, sei nichts Neues für ihn, behauptet der ehemalige Formel-1-Fahrer bei 'Betway' und sagt: "Das sehen wir dieses Jahr mit Leclerc, und wir haben es davor schon mit Ricciardo gesehen."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel nach seinem vierten WM-Titelgewinn mit Red Bull im Jahr 2013 Zoom Download

Für Irvine steht deshalb fest: Vettel wird überschätzt. Oder wie er es ausdrückt: "Ich habe ihn nie für außergewöhnlich schnell gehalten. Ich finde nicht, dass Vettel ein würdiger viermaliger Weltmeister ist. Ich finde, er ist ein sehr guter Fahrer, aber er macht viele Fehler."

Letzteres zeige sich frappierend, wenn Vettel in einen Zweikampf gehe, so Irvine weiter. Er verweist auf Szenen wie in Monza und in Suzuka vergangenes Jahr und meint: "Vettel ist jedes Mal zweiter Sieger, wenn er Rad an Rad gegen Hamilton kämpft. Im direkten Duell zerstört ihn Hamilton jedes Mal."

Muss Ferrari Leclerc zur Nummer eins machen?

Charles Leclerc dagegen sei ein anderes Kaliber, sagt Irvine. "[Er ist] der einzige Fahrer, der Hamilton im Zweikampf herausfordern kann. Man sollte sich [2020 bei Ferrari] auf Leclerc konzentrieren, denn Vettel kann Leclercs Titelchancen Schaden zufügen. Das kann Bottas gegen Hamilton nicht."


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Irvine fühlt sich vom aktuellen WM-Zwischenstand (hier abrufen!) in seinen Thesen bestätigt und erklärt weiter: "Vettel war am Saisonbeginn ein leicht zu treffendes Ziel. Ich dachte von Anfang an, dass Leclerc eine gute Chance hat, ihn zu schlagen." Und derzeit sieht es in der Tat nach einer teaminternen Niederlage für Vettel aus.

Für Irvine wirft das (späte) Fragen auf, wie er sagt, nämlich: Wie hat Vettel eigentlich 2015 den Wechsel zu Ferrari bewerkstelligt? "Das war zu einer Zeit, als er gerade von Ricciardo zerstört worden war", sagt Irvine. "Ich war überrascht, als sie ihn genommen haben. Er hat einen erstaunlichen Ferrari-Vertrag erhalten."

Irvine fordert Konsequenz von Binotto

Eben dieser Vertrag sieht Vettel nach den WM-Positionen drei, vier, zwei und zwei in den Jahren 2015 bis 2018 auch 2020 für Ferrari in der Formel 1 antreten. Und geht es nach Irvine, dann muss Ferrari den Deutschen dann als klare Nummer zwei einsetzen. Das sei der Rat, den er Teamchef Mattia Binotto geben wolle, so Irvine.

"Ich kenne Binotto sehr gut. Er war früher mein Motoreningenieur. Ein superschlauer Kerl, sehr ruhig. Aber das ist eine der großen Herausforderungen, die er meistern muss."

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