• 04. September 2019 · 08:39 Uhr

Langsame Out-Laps: Vettel & Hamilton üben Kritik, Masi relativiert

Nach Spa äußerten einige Formel-1-Fahrer Bedenken über das langsame Tempo in Aufwärmrunden, doch FIA-Rennleiter Michael Masi sieht keinen Handlungsbedarf

(Motorsport-Total.com) - Michael Masi, der Rennleiter der Formel 1, relativiert Sorgen einiger Fahrer, wonach die langsamen Out-Laps im Qualifying ein Sicherheitsproblem darstellen können. Allerdings betont er, dass die FIA die Situation genau beobachtet, um sicherzustellen, dass diese sich nicht zu einem Sicherheitsproblem entwickelt.

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Lewis Hamilton sorgt sich angesichts der Bummelfahrten um die Sicherheit Zoom Download

Das Aufwärmen der Formel-1-Reifen ist, besonders im Qualifying, zu einer extrem sensiblen Angelegenheit geworden. Um die Pneus auf die richtige Temperatur zu bringen, müssen die Piloten mitunter sehr langsam fahren. In Spa führte dies dazu, dass sich einige auf ihren Out-Laps gegenseitig im Weg standen.

Sowohl Lewis Hamilton als auch Sebastian Vettel äußerten daraufhin Kritik: "Offensichtlich kämpft man um einen Windschatten und so weiter, aber man kämpft auch darum, ins optimale Fenster zu gelangen, was vor Jahren noch nicht so kritisch war, jetzt hingegen aber schon", sagt der Ferrari-Pilot.

"Man kämpft um den besten Platz auf der Strecke. Das wird in Monza eine Art Höhepunkt erreichen, wenn es darum geht, den richtigen Windschatten zu finden, denn er macht den Unterschied, aber das war schon immer Teil dieser Art von Strecken", erklärt Vettel weiter. Er sieht das Problem in den Reifen.

"Ich glaube, wenn wir bessere Reifen hätten, könnten wir mit wahrscheinlich etwas mehr Geschwindigkeit spielen", ist der Deutsche sicher. Mercedes-Konkurrent Hamilton macht sich indes um die Sicherheit sorgen. Er bezeichnet das langsame Tempo, das zum Aufwärmen der Reifen nötig ist, als gefährlich.

Masi teilt diese Bedenken der Fahrer zwar nicht, versichert aber, dass der Automobil-Weltverband FIA die Situation überwacht, um sicherzustellen, dass es nicht noch schlimmer wird. Ein Eingreifen oder zusätzliche Maßnahmen hält er zum jetzigen Zeitpunkt für nicht notwendig.

"Es ist etwas, das wir gewiss gemeinsam mit den Sportdirektoren diskutiert haben, und ich denke, dass es zum jetzigen Zeitpunkt überschaubar ist", so Masi. "Sobald es sich verschlimmert, können wir eingreifen, aber aktuell ist es etwas, das wir während der Saison ständig überwachen und uns weiterhin ansehen."

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