• 12. Juli 2019 · 22:14 Uhr

Andreas Seidl: Neueinsteiger in die Formel 1 "schwer vorstellbar"

Andreas Seidl glaubt nicht, dass die Formel 1 in naher Zukunft neue Motorenhersteller anlocken kann: Zu große Investitionen für Erfolg notwendig

(Motorsport-Total.com) - Für McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist es "nur schwer vorstellbar", dass potenzielle Neueinsteiger so viel Geld investieren möchten, um in der Formel 1 erfolgreich zu sein. Die Königsklasse würde gerne ab 2021 neue Teams und auch Motorenhersteller anziehen, doch auch mit einer geplanten Kostenreduzierung glaubt Seidl nicht an großes Interesse.

Andreas Seidl

Andreas Seidl sieht keinen neuen Motorenhersteller kommen Zoom Download

Der Deutsche muss es wissen: Sein Ex-Arbeitgeber Porsche galt lange Zeit als potenzieller Motorenhersteller und hat sogar einen kompatiblen Motor gebaut und getestet, entschied sich aber bislang gegen einen Einstieg. Abschreckend war neben dem lange nicht feststehenden Reglement auch die Komplexität der aktuellen Antriebe.

Um diese zu senken, sollte beispielsweise die MGU-H gekippt werden, doch die vier aktuellen Hersteller sprachen sich für einen Erhalt der kompletten Technologie aus.

In der aktuellen Hybrid-Ära kam mit Honda nur ein Hersteller neu dazu, und die Japaner kämpfen seitdem um den Anschluss. Nur mit viel Engagement konnte man zuletzt in Spielberg überhaupt das erste Rennen gewinnen. Seidl weiß, dass für einen Neueinsteiger große Investitionen nötig wären, um auf einem ähnlichen Niveau wie die vier aktuellen Hersteller zu sein.


Fotostrecke: Designstudien: Porsche in der Formel 1

"Und im Moment kann ich mir nur schwer vorstellen, dass irgendjemand dieses Geld investieren würde", sagt der McLaren-Teamboss. Daher findet er es wichtig, dass man sicherstellt, dass man der Formel 1 auch mit einem viel geringeren Investment beitreten kann.

Sein Vorschlag: Für 2021 das aktuelle Reglement so behalten, weil ohnehin kein Interessent vor der Tür steht und dann den nächsten Zyklus abwarten und schauen, wie die Situation in der Automobilindustrie dann aussieht. "Dann sehen wir, ob es eine Chance gibt, Interesse für einen weiteren Hersteller zu kreieren."

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