• 17. Juni 2019 · 16:36 Uhr

Lewis Hamilton: Wie sehr er sich seit 2007 verändert hat

Zwischen dem ersten und dem bislang letzten Sieg von Lewis Hamilton liegen zwölf Jahre: Seitdem hat sich beim fünfmaligen Weltmeister einiges verändert

(Motorsport-Total.com) - 2007 gelang Lewis Hamilton in Kanada sein erster Sieg in der Formel 1, 2019 vor gut einer Woche an gleicher Stelle sein bislang letzter. Zwölf Jahre sind seitdem vergangen, in denen der Mercedes-Pilot eine Menge erlebt hat: 77 weitere Siege sind seit jenem 2007 dazugekommen, dazu stolze fünf Weltmeistertitel. Und dazu: eine Menge Erfahrung.

Lewis Hamilton

Optisch hat der Lewis Hamilton von 2007 kaum noch etwas mit dem aktuellen zu tun Zoom Download

"Ich war damals 22 Jahre alt und im Grunde noch ein Kind", erinnert sich der Brite. Er hat das Gefühl, dass er viel später reif wurde als die anderen in seinem Alter. "Rennen fahren war das einzige, auf das ich vorbereitet war. Auf den ganzen Zirkus drumherum war ich nicht vorbereitet", sagt er.

Mittlerweile sei er aber gereift und habe durch seine Zeit in der Formel 1 eine Menge darüber erfahren, wer er selber eigentlich ist und wie er mit den Gegebenheiten um ihn herum umgehen muss. "Ich habe alles nur durch Trial & Error geschafft. Ich habe in den ganzen Jahren einige Fehler gemacht", gibt Hamilton zu.

"Ich bin nicht perfekt, aber ich bin mit dem Sport ein ganzes Stück gewachsen, und der Sport hat meinem Leben einen Sinn gegeben. Ich bin ihm daher für immer dankbar."


Fotostrecke: Die schönsten WM-Jubelbilder von Lewis Hamilton

Und heute? "Heute bin ich 34, ich bin ein erwachsener Mann und liebe das Fahren immer noch", so Hamilton. "Ich fahre immer noch mit dem gleichen Herzblut wie früher, als ich 22 war - nur mit einem reiferen und weiseren Kopf auf meinen Schultern, durch den ich mit meinem alten Stil und dem Talent von früher weiterfahren kann, aber mit viel mehr Finesse."

Auch abseits der Strecke hat sich für den fünfmaligen Weltmeister einiges verändert. Er hat viele Länder bereist und viele Kulturen kennengelernt. Er hat vor allem gemerkt, dass ihn nicht interessieren darf, was andere von ihm denken. "Solange du dich selbst magst und weißt, dass du tolle Leute um dich herum hast, musst du einfach genießen, was du tust, und dein Bestes geben", sagt er.

"Unsere Tage sind begrenzt, sage ich immer", fügt er an. "Ich möchte sicherstellen, dass ich abends ins Bett gehen kann und weiß, dass ich am Wochenende alles gegeben habe und beim nächsten Rennen stärker zurückkomme."

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