• 20. November 2018 · 15:17 Uhr

Wegen des "Max-Faktors": Formel 1 erwägt Rückkehr nach Zandvoort

Die Formel 1 liebäugelt mit einer Rückkehr in die Niederlande, um dort den Hype um Max Verstappen auszunutzen - Die Gespräche laufen

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen verzaubert mit seinen Leistungen in der Formel 1 seine Fans in den Niederlanden. Jedoch gibt es zurzeit keinen Heim-Grand-Prix für den jungen Red-Bull-Fahrer. Das könnte sich aber schon bald ändern! Die Formel 1 erwägt, wieder in Zandvoort zu starten, wo die Königsklasse in Jahren 1952 bis 1985 gastierte (neuer Vorstoß für Rennen in Zandvoort). Die Formel 1 wolle den "Max-Faktor" ausnutzen und "für eine Überraschung sorgen".

Zandvoort

Der Circuit Zandvoort könnte bald sein Formel-1-Comeback feiern Zoom Download

"Wir haben großes Interesse, in den Niederlanden zu fahren", sagt Formel-1-Marketingchef Sean Bratches gegenüber 'Reuters'. "Es gab bereits erste gute Gespräche." Laut Informationen der lokalen Presse geht es bei den Verhandlungen um einen Start in Zandvoort in der Formel-1-Saison 2020. Verstappen wird als zukünftiger Weltmeister gehandelt und hat deshalb eine große Fanbasis in seinem Heimatland.

Der 21-Jahre wirkt wie ein Magnet, wie das Rennen in Österreich beweist. Damals reisten rund 20.000 Fans des Niederländers nach Spielberg, um ihr Idol zu unterstützen. Bei den Fan-Tagen in Zandvoort lockte der Red-Bull-Pilot gleich 110.000 Zuschauer an die Rennstrecke, die direkt an der Nordsee liegt. Sollte die Formel 1 nach Zandvoort zurückkehren, wäre es dort das erste Formel-1-Rennen seit 1985.

Die Formel 1 könnte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn viele Fans prognostizieren, dass die Königsklasse ihre Wurzeln auf den legendären Rennstrecken in Europa verlieren wird. Mit einer Rückkehr in die Niederlande würde die Formel 1 ein wichtiges Signal an die europäischen Zuschauer senden.

"Wir sind quasi auf der Pole-Position: Für die Länder ist es sehr attraktiv, ein Formel-1-Rennen auszutragen", meint Bratches. "Wir wollen die geschichtsträchtigen Rennstrecken wieder erneuern. Sie sind ein wichtiger Teil der Formel 1." Die Königsklasse sei jedoch auch ein wirtschaftliches Unternehmen, das seinen Partnern garantieren muss, die richtigen Investitionen zu tätigen. Deshalb sei es sehr wichtig, eine gute Balance zu finden, so der Marketingchef.

Gleich mehrere legendäre Kurse stehen mittel- bis langfristig auf der Kippe. Die Verträge von Silverstone, Monza und Hockenheim laufen am Ende des kommenden Jahres aus. "Unsere Intention ist es, noch weitere 68 Jahre in Silverstone zu fahren", kommentiert Bratches die Situation. "Wir müssen wirtschaftliche Entscheidungen für das Unternehmen treffen. Dabei ist es auch wichtig, die Perspektive der Fans im Auge zu behalten."

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