• 20. Oktober 2018 · 02:15 Uhr

Valtteri Bottas über Defizit zu Hamilton: Nichts, was ich nicht verstehe

Valtteri Bottas weiß, dass er im kommenden Jahr stark starten muss, um eine WM-Chance zu haben - Teamkollege Hamilton nicht mit Wunder-Vorteil

(Motorsport-Total.com) - Heimlich still und leise hat sich Valtteri Bottas auf Rang drei der Fahrer-WM geschoben, doch im Kampf um den Titel spielt der Finne schon längst nicht mehr mit. Schon früh musste der Mercedes-Pilot gegenüber seinem Teamkollegen Lewis Hamilton abreißen lassen, sodass er seit einiger Zeit Helferdienste leisten muss - negativer Höhepunkt war dabei natürlich der abgegebene Sieg in Sotschi.

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Valtteri Bottas weiß, wieso er gegen Lewis Hamilton den Kürzeren zieht Zoom Download

Bottas weiß: Will er 2019 eine Chance auf den Titel haben, muss er stärker in die Saison starten. Dass er das nicht geschafft hat, wurde ihm in dieser Saison zum Verhängnis: Vor allem Platz acht beim Saisonauftakt in Australien, der bittere Reifenschaden in Führung liegend in Baku und die Kollision mit Sebastian Vettel in Le Castellet haben ihn in der ersten Saisonhälfte viele Punkte gekostet. Mittlerweile ist der Rückstand auf 124 Punkte angewachsen.

"Das erste halbe Jahr ist extrem wichtig, man muss so viele Punkte wie möglich holen", kennt Bottas seinen Auftrag für die kommende Saison. "Wenn der Abstand dann nicht groß ist, dann kämpfen wir mit Sicherheit bis zum Schluss um den Titel. Aber so wie es in diesem Jahr gelaufen ist, wurde der Abstand zu groß - und jetzt sind wir hier."

Bottas: Das macht Hamilton so stark

Allerdings wartet mit Lewis Hamilton eine richtig hohe Hürde im zweiten Mercedes. Ihn muss Bottas auf jeden Fall schlagen, will er eine Chance auf den Titel haben. Das ist ihm 2018 jedoch nicht so oft gelungen: In gerade einmal drei Rennen kam er vor Hamilton ins Ziel - zuletzt in Kanada im Juni. Und trotzdem betont der Finne über den Abstand zu seinem Teamkollegen: "Es gab keinen Grund, den ich nicht verstanden habe."


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"Es gab immer eine Erklärung", fügt er weiter an. Mal sei Hamilton in einer Kurve immer der Schnellere gewesen, mal Bottas - anscheinend aber häufiger der Brite. Für Bottas gilt es nun an den Schwächen zu arbeiten, um dem vermutlich bald fünfmaligen Weltmeister Paroli bieten zu können. Denn dieser sei für den Finnen eine echt harte Nuss, die es zu knacken gilt.

"Er ist definitiv sehr schnell. Und was ihn so schnell macht, das ist eine lange Geschichte. Es geht da um feine Details", meint er. "Er ist sehr erfahren in der Formel 1, aber trotzdem noch hungrig auf mehr - das macht es für mich aus. Er hat natürlich das Talent und fährt schon seit seinem ersten Jahr gut und konnte immer darauf aufbauen. Und dass er hungrig ist, weiter zu gewinnen, hat ihm das ermöglicht."

2018 in jedem Rennen besser als im Vorjahr?

Bottas selbst will erst einmal stärker werden. Zwar sei er 2018 schon in jedem Rennen stärker gewesen als in seinem ersten Jahr für Mercedes, doch das möchte er noch weiter verbessern. "Ich lerne mit diesem Team die ganze Zeit und bin echt heiß darauf, im kommenden Jahr noch besser zu werden - hoffentlich bringt mir das die Resultate", sagt er. Doch er ist überzeugt: "Eines Tages wird alles zusammenkommen."

Vorerst muss er aber auf die Zähne beißen und die schwierige Situation meistern, dass er sich in den Dienst des Teams stellen muss. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte bereits angekündigt, auch in Austin womöglich zugunsten Hamiltons entscheiden zu müssen, doch wenn dessen Titel sicher ist, darf Bottas auch wieder gewinnen.

Mit der Einstellung geht er aber gar nicht in die Wochenenden: "Ich habe immer den gleichen Ansatz, als würde ich um die Weltmeisterschaft kämpfen", unterstreicht er. "Es hat keinen Sinn, den Rest des Jahres aufzugeben und einfach nur herumzufahren. Das bin nicht ich. Wenn ich im Auto bin, will ich mir und dem Team zeigen, was ich drauf habe." Das soll sich aber auch bald in den Ergebnissen niederschlagen.

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