• 07. Dezember 2017 · 08:04 Uhr

Kimi Räikkönen: Wenn nicht Fahrer, dann Mechaniker

Schrauben statt schwätzen: Der Ferrari-Pilot gibt sich bei einem PR-Termin ungewohnt offen - Bewunderung für harte Arbeit der Mechaniker in der Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Mit 38 Jahren kann man schon mal an die Zeit nach der aktiven Rennfahrerkarriere denken. Nicht so Kimi Räikkönen, der auch nach 15 aktiven Jahren in der Königsklasse noch nicht genug hat und für Topteam Ferrari in der Formel-1-Saison 2018 ein weiteres Jahr dranhängen darf. Der "Iceman" gibt weiter Gas und genießt den Spätherbst seiner Laufbahn - auch wenn er zuletzt im Schatten seiner Teamkollegen stand. Doch inzwischen gibt sich der bekanntermaßen reservierte Finne auch bei Interviews und PR-Terminen ein wenig offener und überrascht mit manchen Aussagen.

Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel

Kimi Räikkönen (vorne) und Sebastian Vettel bilden auch 2018 das Ferrari-Duo Zoom Download

Ein solcher Promo-Termin war trotz Formel-1-Winterpause in dieser Woche bei Ferrari-Partner Shell angesagt. Dort wurde Räikkönen vom Moderator sogar zu einen Simulator-Duell herausgefordert und musste Fragen beantworten, die ihm Fans auf Facebook stellen konnten. Unter anderem wurde er gefragt, was er denn wohl im Formel-1-Fahrerlager tun würde, wenn er nicht den begehrten Job als Fahrer bekommen hätte. Nach kurzem Grübeln stellt Weltmeister von 2007 schmunzelnd klar: "Sicher nichts mit Fernsehen" - zu viel Geschwätz für den Stoiker aus Espoo.

Ein Job ringt Räikkönen aber Bewunderung ab. "Mechaniker haben einen langen Tag, sie arbeiten vielleicht am härtesten. Sie kommen früh an die Strecke und bleiben bis spät abends. Es ist nicht der einfachste, aber sicher der interessanteste Job", sagt er anerkennend und offenbart, dass ihn die Aufgabe selbst reizen könnte: "Ich habe mir immer überlegt, dass ich, wenn nicht selbst fahren würde, irgendetwas Mechaniker-mäßiges im Motorsport machen könnte."

Schrauben und schweigen würde in der Tat passen - und dass der Finne bereits Erfahrung auf der anderen Seite der Boxenmauer hat, bewies er 2011 in Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) mit seinem eigenen Team ICE-1. Egal in welcher Funktion: Kimi-Fans wünschen sich ohnehin, dass ihr Idol dem Motorsport noch möglichst lange erhalten bleibt.

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