• 28. November 2017 · 17:36 Uhr

Ferrari-Saisonfazit: "Schuldigen benennen, ist keine Lösung"

Teamchef Maurizio Arrivabene blickt auf die Formel-1-Saison 2017 von Ferrari zurück und ist entschlossen, die richtigen Konsequenzen für 2018 daraus zu ziehen

(Motorsport-Total.com) - Stärker als von den meisten vor Beginn der Saison erwartet, aber für den ganz großen Triumph hat es nicht gereicht. So lässt sich die Formel-1-Saison 2017 von Ferrari zusammenfassen. Sebastian Vettel führte die WM in der ersten Saisonhälfte lange Zeit an und bot dem späteren Weltmeister Lewis Hamilton lange Zeit Paroli, bevor sich der Mercedes-Pilot in der Schlussphase der Saison klar absetzte, beim Grand Prix von Mexiko schließlich seinen insgesamt vierten WM-Titel einfuhr und damit mit Vettel gleichgezogen hat.

Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel, Maurizio Arrivabene

Teamchef Arrivabene: "Gewinnen zusammen und verlieren zusammen" Zoom Download

"Das ist die Formel 1 und in dieser gibt es wie in jeder anderen Sportart jemanden, der gewinnt und jemanden, der verliert", bemerkt Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gegenüber 'Sky Sports F1' im Rückblick auf die Saison.

Die Frage, bei welchen Rennen für Ferrari die entscheidenden Punkte im WM-Kampf verlorengingen, ist für Arrivabene schnell beantwortet: "Ich denke, es liegt recht klar auf der Hand, dass Singapur, Japan und Malaysia ziemliche Desaster für uns waren." Damit verweist der Ferrari-Teamchef auf den Startcrash mit Vettel, Teamkollege Kimi Räikkönen und Max Verstappen in Singapur sowie die technischen Probleme an beiden Ferrari-Boliden in Suzuka und Sepang.

Kimi Räikkönen, Max Verstappen, Sebastian Vettel

Beginn einer Serie von "Desaster"-Rennen für Ferrari: Startcrash in Singapur Zoom Download

"Diese drei Rennen haben die Saison für uns ganz plötzlich gedreht", spricht Arrivabene für das gesamte Ferrari-Team und stellt heraus, dass der späte fünfte Saisonsieg von Vettel beim Grand Prix von Brasilien, als Hamilton bereits Weltmeister war, dennoch ein ganz wichtiger war: "Brasilien war für uns ein wichtiger Beleg dafür, dass das Team noch immer an einem Strang zieht und entschlossen ist, zu gewinnen. Somit hatte dieses Rennen für mich mehr Bedeutung als nur den Sieg."

Waren die Punkteverluste in Sepang und Suzuka auf technische Probleme am SF70H zurückzuführen, so ging Singapur und auch Baku auf die Kappe von Vettel. Eine Wertung möchte Arrivabene diesbezüglich aber nicht aufstellen. "Einen Schuldigen zu benennen, ist keine Lösung. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen", sagt der Ferrari-Teamchef und stellt heraus: "Wir müssen die Saison jetzt pragmatisch reflektieren und uns die Frage stellen, wo wir Fehler gemacht haben und was wir hätten besser machen können. Aus dieser Analyse müssen wir die richtigen Schlüsse für 2018 ziehen."

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