Ex-Formel-1-Arzt: Sicherheit sollte oberstes Gebot sein

Der ehemalige Formel-1-Rennarzt Gary Hartstein fordert, bei der Entwicklung eines neuen Technischen Reglements auch Mediziner zu Rate zu ziehen

von Markus Lüttgens · 14.03.2015 13:59

(Motorsport-Total.com) - Sicherheit vor Spektakel: Nach dieser Devise sollten die Regelschreiber des Automobil-Weltverbands FIA nach Meinung des ehemaligen Formel-1-Rennarztes Gary Hartstein bei der Entwicklung eines neuen Technischen Reglements für die Serie verfahren. Im Zuge der Diskussion um spektakulärere Autos, die ab der Saison 2017 in der Formel 1 eingesetzt werden könnten, sollten auch Experten zum Thema Sicherheit gehört werden, fordert Hartstein.

Nicht nur spektakulär, sondern auch sicher sollen zukünftige Autos sein

"Bei der Planung eines neuen Autos oder einer neuen Rennserie sollte man sich mit mit einem Komitee von anerkannten Medizinern und Arbeitswissenschaftlern zusammensetzen und das nach aktuellem Stand sicherste Cockpit entwickeln, egal ob offen oder geschlossen", so Hartstein gegenüber dem in den USA erscheinenden 'Perform'-Magazin.

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Zuletzt hatte Ferrari mit einem radikalen Entwurf für ein in der Zukunft denkbares Formel-1-Auto für Furore gesorgt. Hartstein fordert jedoch, auch angesichts der schweren Unfälle der vergangenen Jahre, dem Thema Sicherheit bei der Gestaltung eines neuen Reglements genügend Rechnung zu tragen. "Ich hoffe, dass sie vor großen Veränderungen nach bestem Wissen vorgehen und erst ein für den Fahrer möglichst sicheres Cockpit entwickeln und dann den Rest des Autos darum bauen."