• 17. Juli 2021 · 16:37 Uhr

So wird man Nummer-eins-Mechaniker in der Formel 1

Wir haben mit Elliot Parkes vom Haas F1 Team gesprochen, um herauszufinden, wie man ein Nummer-eins-Mechaniker in der Formel 1 wird und was die Aufgaben sind

(Motorsport-Total.com) - Für einen Mechaniker gibt es sicherlich keinen besseren Job, als für ein Formel-1-Team zu arbeiten und die modernsten Autos der Welt zu reparieren. Aber wie kommt man dorthin? Welche Fähigkeiten und welche Qualifikationen braucht man? Und wie bekommt man den Fuß in die Tür?

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Elliot Parkes ist Nummer-eins-Mechaniker von Nikita Masepin bei Haas Zoom Download

Um herauszufinden, wie es ein Mechaniker in die Formel 1 schafft, haben wir mit Elliot Parkes, dem Nummer-eins-Mechaniker von Haas-Pilot Nikita Masepin, gesprochen, um alles über den Job und die Teile, die die Fans nicht sehen, herauszufinden.

Herr Parkes, was ist Ihre Rolle?
Elliot Parkes: Ich bin der Nummer-eins-Mechaniker für Nikita Masepin. Ich beaufsichtige ein Team von Nummer-zwei-Mechanikern und bin verantwortlich für den Aufbau, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit aller Aspekte des Autos.

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Nikita Masepin fährt seit 2021 in der F1 Zoom Download

Wie sind Sie Mechaniker geworden?
Ich habe die Schule verlassen und bin ans Motorsport-College in Silverstone gegangen. Dort habe ich dann eine Ausbildung durchlaufen, habe in den kleinen Formelklassen mit Praktika und kostenlosem Arbeiten begonnen oder mit Arbeiten, um das Benzin zu bezahlen.

Ich habe meine Ausbildung bei einem Formel-3-Team abgeschlossen und bin dann in die GP2 aufgestiegen, ehe ich endlich in die Formel 1 gekommen bin.

Welche Qualifikationen benötigt man?
Keine! Aber natürlich ist es sinnvoll, sich Qualifikationen anzueignen, um am College oder bei einem Team in einer kleineren Klasse einen Fuß in die Tür zu bekommen, wenn man zum Beispiel unter die letzten Zwei kommt und sie das berücksichtigen können.

Was sollte man an der Schule lernen?
Alles, was mit Technik zu tun hat, zum Beispiel kann Designtechnik von Vorteil sein.

Welche weiteren Kenntnisse sind wichtig?
Sie sollten ein gutes Wissen über mechanische Systeme haben. Die beste Ausbildung, die Sie sich selbst geben können, ist sicherzustellen, dass Sie die Person sind, die Ihr eigenes Fahrrad repariert, wenn Sie jünger sind, die Dinge auseinandernimmt und an ihnen herumspielt.

Wie bekomme ich Arbeitserfahrung?
Fragen Sie herum und seien Sie bereit, für den Anfang kostenlos zu arbeiten. Das ist die einzige Möglichkeit, da es im Bereich der kleinen Formelklassen sehr wenig Geld gibt.


Fotostrecke: Das Formel-1-Auto 2022 mit den 2021er-Designs

Schicken Sie Ihren Lebenslauf ein - auch wenn er zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel enthält - da er zeigt, dass Sie interessiert sind. Zeigen Sie, dass Sie bereit sind, zu reisen, selbst für die Anreise zu bezahlen und überall zu schlafen! Das alles sind wertvolle Erfahrungen und werden immer wahrgenommen, selbst in diesem frühen Stadium.

Dürfen Sie zu den Rennen fahren?
Ja, auch zu den Tests.

Wie sieht ein Arbeitstag bei Ihnen aus?
Normalerweise geht es früh los, wobei der Freitag der längste Tag an der Strecke ist. Man kommt in die Garage, macht ein Boxenstopp-Training, frühstückt schnell etwas, bevor man das Auto anlässt und arbeitet dann bis zum ersten Training weiter.

Zwischen den Sessions muss man, je nachdem wie gut es gelaufen ist, vielleicht nur das Auto reinigen und auftanken. Aber wenn es nicht so gut gelaufen ist, arbeitet man bis zum Start der nächsten Session vielleicht auch auf Hochtouren.

Wir bereiten uns dann auf den nächsten Tag vor und das Auto verändert sich normalerweise ziemlich stark. Oft rennen wir zum Tor, um sicherzugehen, dass wir von der Strecke sind, bevor die Sperrstunde in Kraft tritt.

Was ist Ihre Rolle bei den Boxenstopps?
In den vergangenen Jahren war ich der Mann mit dem Schlagschrauber am rechten Vorderrad. Ich bin also derjenige, der diese Ecke managt und das "OK" zum Fahren gibt.

Wenn man den Knopf drückt, muss man sicher sein, dass alle anderen ihren Teil getan haben, dass es sicher und vollständig ist. Wenn man den "Go"-Knopf drückt, gibt es kein Zurück mehr.

Es ist eine große Verantwortung und man muss darauf vertrauen, dass das Team um einen herum seinen Job auch macht. Man gewöhnt sich daran, Boxenstopps zu machen, es wird zur Selbstverständlichkeit.

Wir üben so oft, aber selten kann etwas schiefgehen. Dieses Jahr ist ein Lernjahr für uns, aber wenn wir um Plätze oder Punkte kämpfen, kommt der Druck zurück.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Motorsport Jobs verfasst. Die neuesten Jobangebote im Motorsport, unter anderem beim Haas F1 Team, finden Sie auf der Webseite von Motorsport Jobs.

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