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Lando Norris: Schnelle Zandvoort-Runden "ein Schock für den Körper"
McLaren gibt am Freitag in Zandvoort den Ton an und bringt seinen beiden Fahrern eine Menge Spaß - Geldstrafe für das Team nach Boxenvorfall
(Motorsport-Total.com) - McLaren startete stark ins Zandvoort-Wochenende: Lando Norris sicherte sich im zweiten Freien Training die Bestzeit, während Teamkollege Oscar Piastri nur 0,089 Sekunden langsamer war und damit Dritter wurde. Das deutliche Tempo der Briten unterstreicht die Formkurve des Teams im Saisonverlauf und setzt ein Ausrufezeichen für die Topplätze in den Trainingssessions.
"Also, das ist schon eine Strecke, um zurückzukommen! Sie ist schnell - die Rundenzeiten heute waren nicht weit weg von meiner Pole aus dem Vorjahr", kommentiert Norris seine Eindrücke nach der Session. "Das ist schon ein kleiner Schock für den Körper, wieder auf so einer Highspeed-Strecke zu fahren."
"Aber ja, heute war ein guter Tag", meint er. "Das Auto lag gut, und wir haben einige gute Verbesserungen von FT1 zu FT2 gemacht. Gleichzeitig schien es aber so, dass die anderen etwas mehr aufgeholt haben, als uns lieb war. Sogar Aston und Fernando [Alonso] waren stark - wie zuletzt ohnehin öfter. Es ist also ein guter Start, aber im Moment enger, als wir es gern hätten."
Trotz der schwierigen Bedingungen, inklusive Unterbrechungen durch rote Flaggen, konnte McLaren wertvolle Daten sammeln. "Ich würde sagen, wir haben ein gutes Verständnis bekommen, vielleicht nicht alles, was wir wollten - aber das hat vermutlich niemand. Man muss eben mit dem arbeiten, was man hat", so Norris weiter.
"Wir haben gute Informationen gesammelt, einiges, das wir uns anschauen und für morgen verbessern können - sowohl im Quali-Trimm als auch mit viel Sprit", sagt er.
"Aber man weiß nie, wie die Bedingungen morgen sind. Es soll ja regnen, auch am Sonntag ist Regen möglich. Eigentlich wäre es schön gewesen, heute schon ein paar Runden im Nassen zu fahren, um sich vorzubereiten. Aber gut, morgen wird's dafür spannender."
Piastri schnell wieder im Rhythmus
Auch Piastri zeigt sich zufrieden mit dem ersten Tag in Zandvoort: "Insgesamt ein ziemlich guter Tag. Wir haben im Laufe des Tages einiges verbessert, mehr Vertrauen gefunden und auch etwas Zeit gutgemacht - das ist natürlich immer schön. Es gibt wie nach jedem Freitag noch ein paar Dinge zu sortieren, aber insgesamt war es ein positiver erster Tag zurück", sagt der Australier.
Der 24-Jährige meint zudem, dass das Einfinden in den Rhythmus der Strecke problemlos verlief: "Ja, es war eigentlich recht einfach, wieder reinzukommen. Auf den ersten Runden fühlt sich alles ein bisschen schnell an, vor allem hier - das ist eine Strecke, die sofort bestraft, wenn du zu viel riskierst. Aber insgesamt ging es schnell, den Rhythmus wiederzufinden."
"Klar, es war etwas stop-and-go mit den roten Flaggen, aber ich habe mich recht zügig wieder eingegroovt und den Tag Schritt für Schritt aufgebaut."
Geldstrafe für McLaren nach Boxenvorfall
Einen kleinen Schreckmoment gab es für den WM-Spitzenreiter aber in der Boxengasse, wo er mit Mercedes-Pilot George Russell kollidiert war. Piastri wollte zu seinen McLaren-Jungs in die Box fahren, doch weil die Einfahrt durch einen Mechaniker mit Wagenheber versperrt war, fuhr er zurück in die Fast-Lane, um ein paar Meter weiter hinten noch einmal zu seinem Team abzubiegen
Er selbst nennt es "kein großes Drama", doch dabei fuhr er in den Weg des Mercedes von Russell, der eine Vollbremsung hinlegte.
Die Kommissare brummten dem Team eine Geldstrafe von 5.000 Euro auf, da es Piastri signalisierte, um die Crew herumzufahren, was in einer Kollision oder sogar Personenschäden hätte enden können. Sportlich hat das aber keine weiteren Auswirkungen, sodass sich McLaren voll auf die eigene Performance konzentrieren kann.
Mit Blick auf die Konkurrenz sieht Norris vor allem Aston Martin schnell: "Sie sind im zweiten Training eigentlich nie weit weg, oft und recht konstant ziemlich ordentlich. Und sie haben sich sicher gesteigert. Schon in Budapest waren sie ziemlich schnell. Also keine große Überraschung", meint er.
"Im Moment sehen sie wie die Schnellsten aus, aber Max [Verstappen] ist definitiv nicht weit weg - er war auf härteren Reifen unterwegs, die nicht so gut funktionieren", so der Brite. "Ferrari sah heute ein bisschen schwächer aus, aber das ist bei ihnen oft so - und am Samstag sind sie dann trotzdem wieder da. Wir konzentrieren uns einfach auf uns selbst, und dann sehen wir, was passiert."