• 29. August 2025 · 20:28 Uhr

Aston Martin überrascht schon wieder: Kann Alonso sogar McLaren ärgern?

Nach dem starken Ergebnis von Ungarn legt Aston Martin in Zandvoort mit Platz zwei am Freitag nach - Lance Stroll nach hartem Crash wohlauf

(Motorsport-Total.com) - Ungarn war wohl doch keine Eintagsfliege. Der Aufschwung von Aston Martin vor der Sommerpause war rätselhaft, weil das Team innerhalb von nur einer Woche von der letzten Startreihe in Spa auf die Positionen fünf und sieben gefahren war. Der Hungaroring kam dem AMR25 entgegen, doch scheinbar nicht nur der: Auch in Zandvoort lief es für Aston Martin sehr gut.

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Fernando Alonso könnte in Zandvoort zur großen Überraschung werden Zoom Download

Fernando Alonso belegte hinter Spitzenreiter Lando Norris im McLaren den zweiten Platz (+0,087 Sekunden) und schürte damit die Hoffnungen auf das nächste gute Ergebnis. "Nach Ungarn, das für uns stark war, jetzt hier in Zandvoort wieder ein gutes Tempo im Training zu zeigen, ist positiv!, lobt der Spanier den Auftakt in den Niederlanden.

"Ich bin ein bisschen optimistischer als an manch anderen Freitagen in dieser Saison", sagt er. "Natürlich wissen wir, es ist nur Training, aber es ist schön, unsere Zeiten dort oben zu sehen - und dann schauen wir mal, was morgen möglich ist."

Dass Aston Martin jetzt aber gleich den Kampf mit McLaren aufnimmt, davon geht der zweimalige Weltmeister nicht aus: "Nein, nicht wirklich", winkt er ab. "Ich denke nicht, dass das in unserer Reichweite liegt, um mit den McLarens zu kämpfen. Aber vielleicht mit einigen der anderen Topteams - Mercedes, Ferrari, Red Bull - die scheinen nicht allzu weit weg zu sein."

Stroll nach heftigem Unfall unverletzt

Die gute Pace des Aston Martin wurde auch von Lance Stroll unterstrichen, der im ersten Training Dritter geworden war. Der Kanadier konnte jedoch in der zweiten Session nicht wirklich eingreifen, da er recht früh einen Unfall in der ersten Steilkurve hinlegte und sein Auto nachhaltig zerstörte.

"Es war einfach ein kleiner Verbremser. Und ab da war ich nur noch Passagier", beschreibt er die Szene, bei der er sich glücklicherweise nicht verletzt hat. "Alles gut", betont er.

Wichtiger ist für ihn, dass das Auto am Freitag stark lief. "Ich finde, wir wirkten den ganzen Tag über konkurrenzfähig. Und dann jetzt Fernando im zweiten Training ebenfalls. Ich denke, wir sind in einer guten Position - mal sehen, was wir morgen machen können."

Konkurrenz ist gewarnt

Dass Aston Martin in den Niederlanden ein Faktor werden könnte, ist natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko glaubt nicht, dass das Team nur den Mercedes-Motor aufgedreht hat: "Sie sahen schnell aus - Longruns, Shortruns, mit allen Reifenmischungen. Besonders Alonso", sagt er.

"Was auch immer sie verändert haben, es ist wirklich effektiv", staunt der Österreicher und hat da so einen Verdacht, wer eine Rolle gespielt haben könnte: "Newey zu haben ist immer ein Vorteil", meint er bei Sky.

"Der Sprung ist wirklich ein krasser. Ich meine, in Spa waren sie noch Letzter, Vorletzter, und jetzt fahren sie regelmäßig in die Punkte. Also das deutet schon darauf hin, dass Newey seine Finger im Spiel hatte."

McLarens Oscar Piastri äußert sich hingegen noch vorsichtig: "Es ist ein bisschen überraschend, die Astons heute da oben zu sehen, aber sie waren ja auch in Budapest schnell", sagt er, während Mercedes-Pilot George Russell in Aston Martin einen möglichen Gegner für das Wochenende sieht: "In Ungarn waren sie richtig stark und auch hier sehen sie schnell aus."

"Im Moment sieht es so aus, als wäre es ein Kampf mit den Astons, mit Max [Verstappen] und uns. Aber ich bin mir sicher, Ferrari wird sich da auch noch einmischen", so der Brite.

Gerät Williams in Gefahr?

Andere hingegen würden hoffen, dass sie auf Niveau von Aston Martin sind - so wie Williams. Denn während Aston zuletzt stark zugelegt hat, ist Williams im Saisonverlauf schwächer geworden und droht, seinen fünften WM-Rang an den Konkurrenten zu verlieren - 18 Punkte beträgt der Vorsprung.

"Das Problem ist: Die Astons waren schon in Ungarn im Qualifying fast auf Pole-Niveau", meint Carlos Sainz. "Nicht auf dem Level von McLaren, aber im Mix mit Ferrari, Mercedes und Red Bull. Also wissen wir nicht, ob sie in unserem Kampf sind oder ob sie in der Quali schon zum Kreis der Top-4-Autos gehören. Im Rennen werden wir es sehen."


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"Sie scheinen ein ziemlich großes Upgrade gebracht zu haben", merkt auch Teamkollege Alexander Albon an. "Zuvor wirkten sie sehr ineffizient, was den Abtrieb betrifft. Auf engen, schwierigen Strecken wie Ungarn oder hier sind sie jetzt extrem schnell. Wir hatten das erwartet."

"Mal sehen, wie sie nächste Woche in Monza abschneiden, aber generell ist das eben die Schönheit des Mittelfeldes: Jeder hat so seine Stärken und Schwächen", so der Williams-Pilot.

Alonso zufrieden: Werkzeuge scheinen zu passen

Einen, den das alles eher weniger tangiert, ist Fernando Alonso. Ob er in der WM Platz fünf oder sieben belegt, dürfte ihm egal sein. Sein Blick ist bereits auf 2026 gerichtet, wo Aston Martin mit Designer Adrian Newey große Ambitionen hegt.

Aber: So ein Aufschwung ist natürlich ein gutes Zeichen, weil die Entwicklung und somit auch die Werkzeuge funktionieren.

"Dieses Jahr kämpfen wir leider nicht um die ganz großen Dinge. Deshalb liegt der Hauptfokus für den Rest der Saison darauf, sicherzustellen, dass wir verstehen, was wir in der Fabrik entwickeln, und dass wir dieses Wissen auf die Strecke übertragen", meint Alonso.

"Und es scheint so, dass in den letzten Monaten alles, was wir gebracht haben, wie erwartet funktioniert hat. Das gibt enormes Vertrauen für den kommenden Winter - im Wissen, dass unsere Werkzeuge und unsere Arbeit in der Fabrik sich hoffentlich nächstes Jahr in Barcelona auszahlen werden."

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