• 03. April 2024 · 10:50 Uhr

Bewährungsprobe Japan: Deshalb ist Suzuka der Maßstab für die Teams

Die Formel 1 startet Anfang April auf der Traditionsrennstrecke im japanischen Suzuka - Das vierte Rennen der Saison 2024 ist der ultimative Test für die Teams

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 startet am 7. April 2024 auf der Traditionsrennstrecke in Suzuka. Der Grand Prix von Japan ist das vierte Rennen der Saison und gilt als Gradmesser für die Teams, wo sie im Vergleich zur Konkurrenz wirklich stehen. Aufgrund der Streckencharakteristik werden Fahrzeuge und Fahrer auf eine harte Probe gestellt und viele erwarten, dass der Kurs die wahren Stärken und Schwächen der Boliden offenbaren wird.

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Suzuka als Gradmesser: Wo stehen die Teams wirklich? Zoom Download

Die Strecke besteht aus einer Mischung aus schnellen, langsamen und mittelschnellen Kurven und bietet somit alle Arten von Herausforderungen. Es gibt lange Geraden und S-Kurven, in denen Abtrieb wichtig ist. In der Saison 2024 fuhren die Piloten bisher auf dem reifenmordernen Asphalt von Bahrain, dem einzigartigen Layout von Jeddah und dem traditionsreichen Kurs von Melbourne.

Suzuka wird nach Ansicht der führenden Ingenieure der wichtigste Test zu Beginn der Saison sein, um herauszufinden, wie gut die Autos wirklich sind. "So wie der Kalender in diesem Jahr aussieht, werden wir nach den vier Rennen eine gute Vorstellung davon haben, wo wir stehen", sagt Ferrari-Veteran Jock Clear. "Japan ist eine höllische Strecke, um das Auto zu beurteilen. Wir werden dort viel lernen.

Mercedes auf Fehlersuche

Das sieht auch Mercedes-Technikchef James Allison so: "Es ist eine Strecke mit vielen schnellen Kurven, aber es gibt auch langsame Haarnadelkurven. Es ist also ein echter Test für das Auto." Bisher wurde in Japan im Herbst gefahren, für die Saison 2024 wurde das Rennen in den Frühling vorverlegt. Die Ingenieure sind gespannt, wie gut die Arbeit im Winter war.

In Suzuka wird Pirelli wieder seine neueste Reifenkonstruktion einsetzen, die im Juli 2023 in Silverstone eingeführt wurde, damit die Reifen dem hohen Abtriebsniveau seit 2023 standhalten können. Damit gibt es eine Variable weniger als bei den ersten drei Rennen der Saison 2024.

Der neue Platz von Suzuka im Kalender scheint eine gute Nachricht für Mercedes zu sein, denn Allison erklärt, dass der Hauptgrund für die Schwierigkeiten des Teams in diesem Jahr darin liegt, dass die Leistung des W15 abnimmt, je heißer es wird. Der Technikchef spricht von der stärksten Korrelation zwischen Leistung und Temperatur.

Temperaturen kommen Mercedes entgegen

"Wenn die Strecke warm ist, verlieren wir an Konkurrenzfähigkeit", erklärt er. In Japan werden Temperaturen zwischen 16 und 21 Grad Celsius erwartet, rund zehn Grad kühler als beim Suzuka-Rennen im Vorjahr. Auch McLaren blickt dem Großen Preis von Japan mit Spannung entgegen. Im vergangenen Jahr hatte das Team in Suzuka ein massives Upgrade für das Auto eingeführt. Damals standen Lando Norris und Oscar Piastri auf dem Podium.

In Bahrain, Saudi-Arabien und Australien hat McLaren bisher solide Leistungen gezeigt, aber Japan wird zeigen, ob sich das Team in den Top 5 festsetzen kann. Allerdings schielt das Team mehr auf Ferrari als auf das eigene Auto, denn die Italiener scheinen einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Norris sagt: "Ferrari hat den Top-Speed stark verbessert, und das war der Bereich, in dem das Team vergangenes Jahr Probleme hatte."

Ferrari ist eines der vielen Teams, die in Japan mit Upgrades an den Start gehen, doch ob das ausreicht, um Red Bull einzuholen, bleibt abzuwarten. In Melbourne, einer Strecke mit viel Graining, war Ferrari stark. Allerdings fiel Max Verstappen mit Bremsproblemen aus, weshalb Carlos Sainz erst nach dem Ausfall des Niederländers die Führung übernahm.

Verstappen wieder an der Spitze?

Suzuka ist nicht mit dem Albert Park zu vergleichen, denn thermische Überhitzung wie in Bahrain wird in Japan eher ein Thema sein. 2023 dominierte Verstappen das Rennen: Er holte die Poleposition mit sechs Zehnteln Vorsprung auf die McLaren-Piloten und gewann das Rennen mit 19 Sekunden Vorsprung vor Norris und 43 Sekunden vor dem besten Ferrari-Auto von Charles Leclerc.

Red-Bull-Berater Helmut Marko sagt: "Max kommt hochmotiviert nach Suzuka und wird auf einer echten Rennstrecke zeigen, wer der König im Ring ist." Verstappen jagt in Japan seinen dritten Sieg in Folge. Für alle Teams wird Suzuka ein Gradmesser sein, wie gut die Entwicklung der Autos im Winter wirklich war.

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