• 25. Oktober 2022 · 16:09 Uhr

Aston Martin: Trotz Stroll-Crash und Boxenstopp-Panne "viel Positives"

Aston Martin gehen beim Formel-1-Rennen in Austin wertvolle Punkte durch die Lappen - Wie Mike Krack die Lage analysiert und warum er nicht frustriert ist

(Motorsport-Total.com) - Für Aston Martin sah es beim US-Grand-Prix in Austin zeitweise nach einem starken Teamergebnis aus. Doch dann schied Lance Stroll nach einer Berührung mit Fernando Alonso auf Platz sieben liegend aus. Und Sebastian Vettel fiel vom sechsten Platz zurück, als es beim Boxenstopp vorne links klemmte.

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Dem Deutschen gelang es aber, sich auf den achten Platz vorzuarbeiten, nachdem sich in der letzten Runde im Duell mit Kevin Magnussen durchsetzen konnte und wegen einer nachträglichen Strafe für Fernando Alonso unerwartet eine weitere Position gewann.

Nichtsdestotrotz verlor Aston wertvolle Punkte zu einer Zeit, in der sich das Team in einem engen Kampf mit Alfa Romeo um den sechsten Platz in der Konstrukteurswertung befindet. Die Schweizer liegen derzeit mit nur einem Punkt Vorsprung voraus.

Mike Krack: "Das kann jedem passieren"

Auf die Frage, ob es frustrierend sei, ein so wertvolles Ergebnis zu verlieren, wenn der Kampf so eng ist, sagt Teamchef Mike Krack dennoch: "Frustrierend ist ein großes Wort. Ich habe versucht, das Positive zu sehen, und da gibt es viele, viele positive Dinge."

"Und ich denke, es wäre falsch, jetzt zu sagen, ja, wir hatten einen langen Boxenstopp oder einen Zwischenfall auf der Strecke. Das kann jedem passieren. Wenn wir einen sechsten Platz gewinnen oder verlieren, dann liegt das nicht an diesem Tag. An diesem Wochenende gab es also eine Menge Positives", so Krack.


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Gleichzeitig sei es alles andere als garantiert, Alfa Romeo im Kampf um Platz sechs in den letzten drei Rennen zu überholen: "Wir müssen Alfa Romeo respektieren. Sie hatten hier auch ein Update. Sie waren auch im Qualifying ziemlich schnell. Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass wir es schaffen werden."

"Und wir dürfen auch nicht die Ergebnisse der Teams vergessen, die nicht weit dahinter liegen", warnt Krack. "Wenn wir einen Doppelausfall haben, kann es schnell in die andere Richtung kippen. Ich denke also, wir sollten nicht zu ehrgeizig werden, die Ruhe bewahren und von Rennen zu Rennen schauen."

P6 und P7 für Aston in Austin realistisch

Als ermutigend wertet der Aston-Martin-Teamchef, dass beide Autos zu Beginn des Rennens in Austin so konkurrenzfähig waren. "Ja, wir hatten einen ziemlich guten Start, lagen auf P3 und P5. Und wir wollten eigentlich nur mit den Reifen haushalten."

"Das ist uns auch ganz gut gelungen. Wir wussten, dass Perez und Leclerc vorbeikommen würden. Also beschlossen wir im Vorfeld: Wenn sie kommen, lassen wir sie durch. Denn die ambitionierteste Position, die wir anstreben konnten, waren P6 und P7."

"Tatsächlich war es zu diesem Zeitpunkt recht einfach, in freier Luft zu fahren und die Reifen zu schonen. Nach dem Stopp kam dann das Safety-Car, und das verdarb Lance ein wenig den Tag, vor allem weil er gerade seinen Boxenstopp absolviert hatte. So verlor er die Position und hatte Fernando hinter sich."

Kurz darauf kam es zur Kollision, als Alonso beim Überholversuch auf der Gegengeraden ins Heck von Stroll rauschte. "Ich glaube, es war die Restart-Runde. Fernando setzte spät an, Lance sah ihn im letzten Moment und wollte sich verteidigen. Dann haben sie sich leider berührt", analysiert der Teamchef die Situation.

Stroll vs. Alonso normaler Rennzwischenfall

Die Schuld will Krack weder seinem Fahrer noch Alonso geben, der nächstes Jahr zu Aston wechselt: "Für mich war es ein Rennzwischenfall. Ich bin mir sicher, Fernando hat seine Meinung dazu und Lance hat seine. Aber sie kamen von den Stewards zurück und es war keine sehr hitzige Diskussion, soweit ich weiß."

"Ich glaube, Lance wollte einfach die Linie schließen. Er ist nicht im Zickzack gefahren. Er hat nicht gebremst. Er ging nicht vom Gas. Er hat also nur versucht zu fahren, als Fernando schon da war, also war es für mich ein Rennzwischenfall", bekräftigt er.

Über die Verzögerung beim Boxenstopp, die Vettels Rennen verdarb, sagt Krack: "Das Auto war ein wenig versetzt auf dem Wagenheber. Also ist es gerutscht und wir konnten die Reifen nicht mehr richtig abnehmen. Als wir dann den nächsten Reifen aufziehen wollten, war es nicht möglich, die Mutter richtig anzuziehen."

"Wir mussten den Wagenheber absetzen, das Auto wieder aufbocken und dann wechseln", erklärt Krack den Albtraum-Stopp. "Wir werden uns die Videos ansehen, wenn wir eine vollständige Analyse machen, und dann werden wir die Gründe herausfinden."

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