• 04. August 2022 · 17:33 Uhr

Gasly mit Set-up-Experimenten in Ungarn: "Interessante Dinge gefunden"

Den Boxengassenstart beim Grand Prix von Ungarn nutzte AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly auch für Set-up-Experimente, die im weiteren Verlauf hilfreich sein könnten

(Motorsport-Total.com) - Auch beim Grand Prix von Ungarn blieb AlphaTauri zum mittlerweile fünften Formel-1-Rennen in Folge ohne Punkte, obwohl man noch eine Woche zuvor in Frankreich mit einem großen Update-Paket die Wende einleiten wollte.

Pierre Gasly

Pierre Gasly während des Formel-1-Rennens in Budapest Zoom Download

Nachdem beide Fahrer am Samstag schon in Q1 ausschieden, konnte sich Pierre Gasly mit einem Start aus der Boxengasse infolge eines Motorwechsels immerhin auf den zwölften Platz vorarbeiten, während sein Teamkollege Yuki Tsunoda mit einem zwischenzeitlichen Dreher Letzter der ins Ziel gekommenen Fahrer auf Platz 19 wurde.

Den Boxengassenstart habe man laut Gasly auch dazu genutzt, um Experimente mit dem Set-up zu machen: "Über die vergangenen Wochen haben wir einige Set-up-Richtungen ausprobiert und mit dem Start aus der Boxengasse haben wir uns dafür entschieden, ein paar Dinge rückgängig zu machen."

Gasly: Performance war besser als in vergangenen Rennen

"Wir sind zu Dingen zurückgekehrt, die wir zu Beginn der Saison gemacht haben und dabei haben wir viele interessante Sachen herausgefunden. Von der Performance her waren wir besser als am Freitag und auch gegenüber den vergangenen Wochenenden. Es sind also interessante Daten", sagt Gasly.

Obwohl das Rennen an sich somit nicht so sehr im Vordergrund stand, ist der Franzose dennoch mit seiner Fahrt von ganz hinten auf den zwölften Platz zufrieden: "Von der Boxengasse aus muss ich sagen, dass ich ziemlich froh bin, es bis auf P12 geschafft zu haben."

"Im Moment sind McLaren und Alpine einfach zu schnell für uns und auch Aston Martin scheint am Renntag ein wenig an Tempo zuzulegen. Ich ziehe ein positives Fazit für den Sonntag, auch wenn wir noch weit von der Position entfernt sind, die wir gerne hätten."

Gasly versteht Tracklimit-Vergehen im Qualifying nicht

Über das Qualifying ist der AlphaTauri-Pilot aber immer noch nicht hinweg, da er seine schnellste Rundenzeit von der Rennleitung wegen Tracklimits gestrichen bekam: "Darüber bin ich immer noch ziemlich sauer, denn von dem, was ich gesehen habe, ist es sehr umstritten, ob ich nun auf oder neben der Strecke war."

"Ähnliches ist Yuki und Checo [Perez] passiert und den Onboards nach zu urteilen, waren sie eindeutig auf der Strecke. Aber egal, das war's dann gewesen", analysiert Gasly, der sonst mit seinen besten Sektorzeiten ins Q2 gekommen wäre.

Gasly: AlphaTauri-Pace "immer noch nicht großartig"

Immerhin konnte man die Chance des schlechten Startplatzes nutzen, um die Power-Unit zu tauschen und zudem Set-up-Experimente durchzuführen. "Ich denke, dass ich schließlich froh war, von hinten zu starten und zu versuchen, etwas mehr von unserem Paket zu verstehen."

"Im Moment wissen wir, dass wir nicht die Leistung gezeigt haben, die wir zeigen sollten. Und es ist immer noch nicht großartig, aber zumindest gibt es ein paar gute Anzeichen bei der Performance."

Auf die Frage, ob AlphaTauri aktuell so große Probleme habe, weil man nicht so große Ressourcen wie die Top-Teams hat, antwortet Gasly: "Ich würde sagen, ja. Im Vergleich zu großen Teams wie Ferrari, Mercedes und Red Bull wissen wir, was sie in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben an Einrichtungen, Leuten und Ressourcen. Sie sind effizienter."

Gasly: "Sind seit Saisonbeginn am Limit"

"Aber gleichzeitig denke ich, dass wir sehr, sehr gute Leute haben und auch die richtigen Werkzeuge, um konkurrenzfähig zu sein. Um ehrlich zu sein, habe ich keine Antwort darauf, warum wir im Mittelfeld mehr zu kämpfen haben als andere Teams, denn ich glaube nicht, dass uns etwas im Kern der Mannschaft fehlt."

In den vergangen beiden Saisons war AlphaTauri schließlich auch konkurrenzfähiger, obwohl das Budget der Top-Teams damals sogar noch höher als heutzutage war. 2019 konnte Gasly sein erstes Formel-1-Podium in Brasilien holen, gefolgt vom ersten Sieg in Monza 2020 und einen weiteren Podium in Aserbaidschan 2021.

Gasly fügt hinzu: "Deshalb denke ich, dass wir einen Schritt zurücktreten und die Gesamtsituation und das Gesamtbild betrachten müssen, was wir aerodynamisch tun, welche Richtung wir eingeschlagen haben und wie wir das Budget eingesetzt haben."

"Ich weiß, dass wir seit Beginn des Jahres schon ziemlich am Limit sind, so früh in der Saison. Ist das der Hauptgrund? Ich weiß es nicht genau. Aber ja, wir werden weitermachen und hoffentlich in den nächsten Wochen noch einige größere Entwicklungspunkte finden."

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