• 01. August 2022 · 11:44 Uhr

Alexander Albon: Wir rutschen mehr als die anderen

Bei Williams lief im Ungarn-Grand-Prix nicht viel zusammen - Alexander Albon erklärt die Probleme, blickt aber mit dem Topspeed-Vorteil zuversichtlich auf Spa und Monza

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Williams im regnerischen dritten Freien Training mit den Plätzen eins und drei noch groß auftrumpfen konnte, kehrte bei trockenen Bedingungen im Qualifying und Rennen wieder die Realität ein. Alexander Albon und Nicholas Latifi schieden beide in Q1 aus und im Grand Prix konnten sie nur AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda auf der Strecke hinter sich lassen, der sich zwischenzeitlich drehte.

Alexander Albon, Yuki Tsunoda

Alexander Albon während des Formel-1-Rennens in Budapest Zoom Download

Allerdings hatte Albon einen Kontakt mit Sebastian Vettel in Runde eins, der seinen Frontflügel beschädigte und somit vorzeitig zum Boxenstopp musste. Der Thailänder versuchte es mit einem späten Manöver auf der Innenseite von Kurve zwei, verbremste sich jedoch und berührte den Aston Martin am Seitenkasten.

Auf die Frage, ob diese Berührung sein Rennen ruiniert habe, sagt Albon: "Ich weiß es nicht, weil ich den gesamten Überblick nicht hatte. Ich bin auf [dem Soft-Reifen] gestartet und hatte ein stehendes Rad. Gleichzeitig hat er in Kurve zwei wieder etwas nach innen gezogen und dann war es das gewesen."

Albon: "Hatten keine Pace"

"Die Stewards waren über den Schaden am Flügel nicht so glücklich. Für mich fühlte sich der Schaden aber ziemlich klein an und für das Team war es auch ok", fügt Albon hinzu, der damit andeutet, dass er ähnlich wie Haas-Pilot Kevin Magnussen an die Box kommen musste, um den Frontflügel zu wechseln.

"Aber generell hatten wir einfach nicht die Pace an diesem Wochenende. Solche Strecken, wo eine Kurve nach der anderen kommt, sind härter für uns, weil wir viel mehr als die anderen herumrutschen", erklärt der Williams-Pilot. "Das überhitzt dann natürlich die Reifen."

Zudem hat der starke Wind am Sonntag den Williams-Piloten ebenfalls nicht geholfen. Albon sagte bereits nach Frankreich, dass das neue Update-Paket noch windanfälliger ist als das alte, während Teamkollege Latifi sein Q1-Aus am Samstag auf eine Windböe im letzten Sektor schob.

Albon: Update ist besser, hat aber kleineres Fenster

"Wir wissen, wo wir Schwächen haben, und wir wissen, warum wir die Schwächen haben", sagt Albon. "Das neue Paket ist ein bisschen empfindlicher als das vorherige, aber es ist es auch stärker, wenn es sich in seinem Fenster befindet."

"Wir müssen also herausfinden, wie wir die Konsistenz verbessern und das Fenster im Auto ein wenig vergrößern können. Ich denke, sobald wir das geschafft haben, können wir auf allen Rennstrecken richtig loslegen."

"Aber im Moment sind wir auf Streckencharakteristiken angewiesen, um für Punkte zu kämpfen und auf den anderen müssen wir uns ein bisschen durchschlagen. Wir haben jetzt die Sommerpause, um uns zu erholen und in der zweiten Jahreshälfte gestärkt zurückzukommen", so der Thailänder.

Albon zuversichtlich für Rennen nach der Sommerpause

Da der Williams seine Stärken in der Höchstgeschwindigkeit hat, sollten die nächsten Strecken mit Spa und Monza besser werden. In Ungarn war der Williams tatsächlich das schnellste Auto auf den Geraden mit einem Topspeed-Vorteil von fünf km/h, was auch Latifis absolute Bestzeit in Sektor ein in Q1 erklärt, wo die Geraden dominieren.


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"Wir haben noch drei europäische Rennen vor uns, hoffentlich können wir uns dort gut schlagen", sagt Albon. "Es sind auch drei sehr unterschiedliche Streckenarten. Auf dem Papier denke ich also, dass Spa und Monza keine schlechten Strecken für uns sind. Aber ich möchte nicht zu früh darüber sprechen. Wir werden sehen, was wir bekommen."

Die erste Saisonhälfte fasst der Williams-Pilot nach seiner Rückkehr in die Formel 1 wie folgt zusammen: "Ich bin wirklich glücklich, wenn ich ehrlich bin. Ich habe das Gefühl, dass es ein großartiges Jahr war. Natürlich sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen, was die Platzierungen angeht, aber persönlich bin ich sehr glücklich, und ich habe das Gefühl, dass es nur noch besser werden kann."

"Ich habe das Gefühl, dass ich mich im Laufe der Saison noch verbessern und stärker werden werde. Und das Gleiche gilt für das Team. Ich denke, wir haben eine wirklich gute Chemie und einen guten Dialog zwischen uns, und ich bin mir sicher, dass wir uns noch verbessern müssen."

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