• 11. Juni 2022 · 18:28 Uhr

Warum Mick Schumacher nach P20 im Qualifying "genervt" ist

Warum Haas-Fahrer Mick Schumacher nach P20 im Formel-1-Qualifying in Aserbaidschan "genervt" ist, aber trotzdem an Punkte glaubt im Rennen

(Motorsport-Total.com) - Er mache einen gereizten Eindruck, so wird Mick Schumacher nach dem Formel-1-Qualifying in Baku bei 'Sky' angesprochen. Schumacher erwidert: "Ich bin genervt. Einfach, weil die ganze Situation ein bisschen doof ist. Weil das Auto besser ist als der letzte Platz." Doch genau da steht Schumacher in Aserbaidschan: auf dem 20. Platz in der Startaufstellung zum Rennen am Sonntag.

Mick Schumacher beim Formel-1-Rennen in Baku im Porträt

Mick Schumacher beim Formel-1-Rennen in Baku im Porträt Zoom Download

Im Haas VF-22 kam Schumacher in Q1 auf 1:45.775 Minuten und war damit 0,404 Sekunden langsamer als das zweitschwächste Auto. Ihm fehlten sogar über 1,1 Sekunden auf seinen Teamkollegen Kevin Magnussen, der im Schwesterauto aber auf P16 liegend ebenfalls bereits im ersten Qualifying-Segment ausschied. Beide Haas waren nach Q1 schon draußen.

"Ich glaube, das Qualifying spricht in diesem Fall für sich", meint Schumacher, der jetzt im direkten Duell mit Magnussen 2:6 hinten liegt. Es sei insgesamt "recht enttäuschend" verlaufen aus seiner Sicht. "Wir hatten gewusst, es würde knapp werden, in Q2 zu kommen. Aber eigentlich hätten wir die Pace auf jeden Fall gehabt, um noch etwas weiter vorne zu sein."

Was schiefgelaufen ist bei Haas und Schumacher

Was also ist schiefgelaufen bei Haas und Schumacher? Der deutsche Rennfahrer verweist auf eine Entscheidung des Teams: "Wir sind reingekommen, um einen neuen Satz Reifen zu holen, was wahrscheinlich im Nachhinein die falsche Strategie war. Weil wir in dem Fall eine gute Runde weggeschmissen haben", erklärt Schumacher.

Sein Onkel Ralf Schumacher sieht das ebenfalls bei 'Sky' nicht so dramatisch: "Das kann halt auch mal passieren. Weil in der Regel ist man mit neuen Reifen schneller, wenn da nicht gerade Verkehr ist."


Genervter Mick über letzten Startplatz: "Papa hat es früher auch geschafft"

Mick Schumacher reagiert nach letztem Platz im Qualifying genervt.

Mick Schumacher bleibt dabei: Es hätte besser laufen können, denkt er. O-Ton: "Ich hatte eigentlich kein Problem. Im Qualifying habe ich mich eigentlich recht wohl gefühlt. Und dementsprechend [ist es] natürlich schade."

"Aber wie gesagt: Baku ist chaotisch, Baku ist [eine] Straßenrennstrecke, und dementsprechend ist Action [angesagt]. Von daher kann man auch vom letzten Platz noch in die Punkte fahren."

Schumachers Inspiration für eine Aufholjagd in Baku

Er habe da eine besondere Inspiration, sagt Schumacher: "Mein Papa hat es früher auch schon geschafft, von hinten zu starten und nach vorne zu fahren. Von daher gibt es keinen Grund, warum ich das nicht auch [können sollte]."

Doch erneut hat Ralf Schumacher hier etwas einzuwenden: "Mit dem Vater, der nach vorne fährt: Ja, aber der Vater hatte auch ein anderes Auto. Also das sehe ich ein bisschen anders, weil [an einem guten Auto] fehlt es im Moment."

Also will Mick Schumacher im Rennen (hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) versuchen, von etwaigen Ausfällen zu profitieren, spricht davon, dass in Baku "im Schnitt sechs Autos die Zielflagge nicht sehen" und meint, wohl nicht ganz ernst gemeint: "Wenn es sechs Autos sind, fehlen nur noch vier, die ich überholen muss am Start, dann sieht es gut aus."

Onkel Ralf Schumacher widerspricht wiederholt

Wieder wirkt Onkel Ralf Schumacher nicht überzeugt: "Darauf bauen, dass andere Leute ausfallen, das kann man tun, aber das liegt natürlich nicht in der eigenen Hand. Deshalb wird so eine Punktefahrt nur mit viel Glück möglich sein."

Mick Schumacher rechnet sich dennoch "eine gute Position" und vielleicht die ersten Formel-1-Punkte aus. Das sei "gar nicht so weit hergeholt", wenn man bedenke, wie turbulent die Rennen in Baku mitunter seien.


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Und an diesem Punkt erntet Mick Schumacher Verständnis von Ralf Schumacher: Dass man nach P20 und einer möglichen Fehlentscheidung des Teams wütend sei, "das verstehe ich", meint Ralf Schumacher. Er fügt hinzu: "Da war er jetzt wenigstens mal ehrlich."

Untersuchung gegen Haas und Schumacher

Ebenso aufrichtig muss Mick Schumacher im weiteren Verlauf des Samstagabends in Baku noch bei den Sportkommissaren Auskunft geben: Es läuft eine Untersuchung gegen beide Haas-Fahrer aufgrund eines Zwischenfalls in der Boxengasse im Qualifying.

Was Mick Schumacher darüber denkt? "Mal schauen", meint er schlicht. Er werde halt "ein bisschen quatschen" mit den Sportkommissaren. "Und wenn [eine Strafe kommt], geht es eh nicht weiter nach hinten. Also mal schauen."

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