• 10. Oktober 2021 · 18:26 Uhr

Alonso entschuldigt sich bei Mick Schumacher: Strafe war verdient!

Fernando Alonso nimmt die Schuld für die Kollision mit Mick Schumacher auf seine Kappe, sagt aber auch, dass die nur passiert ist, weil er zuvor selbst gedreht wurde

(Motorsport-Total.com) - Von Startplatz 14 hatte Mick Schumacher große Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis, doch die waren bereits nach eineinhalb Runden zerstört. Fernando Alonso wagte in Kurve 4 ein optimistisches Manöver gegen den Deutschen und drehte ihn dabei. Der Haas-Pilot fiel dadurch ans Ende des Feldes zurück.

Mick Schumacher (Haas VF-21) vor Fernando Alonso (Alpine A521) vor dem Formel-1-Rennen der Türkei 2021

Mick Schumacher wurde von Fernando Alonso gedreht Zoom Download

"In den ersten Runden hat man im Pulk recht wenig gesehen", verteidigt sich Alonso und gibt zu, dass der Überholversuch recht spät kam. "Ich verstehe, dass er mich nicht gesehen hat. Wir haben uns berührt und leider hat er sich dann gedreht. Das tut mir leid."

Alonso bekam für die Kollision eine Fünf-Sekunden-Strafe und zwei Strafpunkte aufgebrummt, die er auch für berechtigt hält: "Vielleicht war das nicht der beste Ort, um zu überholen. Ich habe eine Lücke gesehen und dachte, dass ich sie nutzen könnte. Aber dann hat er sich gedreht und ich habe die Strafe bekommen, die ich verdient habe."

Nach dem Rennen ging der Alpine-Pilot auch zu Schumacher hin und entschuldigte sich bei ihm. Er sagt aber auch: "Das ist nur passiert, weil ich auf P14 lag. Ich sollte nicht auf dieser Position sein", so Alonso, der in der ersten Kurve selbst gedreht wurde - und zwar von Pierre Gasly.

Alonso wollte außen am Franzosen dabei, der aber auf der Innenseite noch Sergio Perez hatte und eingeklemmt war - dabei kam es zur Berührung, für die Gasly ebenfalls eine Fünf-Sekunden-Strafe und zwei Strafpunkte aufgebrummt bekam. Für Alonso waren es die ersten in dieser Saison (zur Übersicht der Strafpunkte).

Mick zieht positives Fazit

So kam der Spanier in die Nähe Schumachers, der bis dahin eigentlich gut dabei war. Nach dem Dreher war das Rennen für den Deutschen aber praktisch gelaufen. "Dann ist es das Gleiche wie im Trockenen: Hier kann man einfach nicht hinterherfahren. Der Reifen wird sofort wärmer und es rutscht. Und von daher haben wir uns einfach extrem schwergetan", sagt er bei 'Sky'.

"Als wir reingekommen sind, war der Reifen auch komplett fertig, auf die Karkasse runter. Danach lief es recht Standard und alle waren recht weit auseinander. Nicht viel, was wir machen konnten", beschreibt er seinen Tag.

Trotz des am Ende ernüchternden Ergebnisses mit Platz 19 nimmt Schumacher "sehr viel Positives" aus dem Wochenende mit: "Wir haben extrem gute Freie Trainings gehabt, und das Qualifying war mega", sagt er. "Leider hat es heute nicht gereicht, um etwas schneller und weiter vorne mitzufahren, aber trotzdem genug, um Erfahrung zu sammeln."

Alonso: "Immer kommen unsere Kugeln nicht ..."

Und Alonso? Auch der wurde am Ende nur überrundeter 16. und hadert: "Wir hatten nach den ersten Runden eine Beschädigung am Frontflügel, und im Verkehr kann man nicht überholen. Und in der Gruppe haben wir auch die Reifen verschlissen und so weiter."


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"Wie ich gestern schon gesagt habe: Wenn wir vorne starten, haben wir immer Pech. Dann wird man von hinten getroffen und dann passiert 58 Runden lang nichts. Wenn wir hinten sind, gibt es keine gelbe Flagge, kein Safety-Car, nichts. In der Hinsicht war es ein langweiliges Rennen."

"Wir wussten, dass das Rennen ein wenig Lotterie sein würde, aber immer wenn wir Lotto spielen, kommen unsere Kugeln nicht", so der Spanier.

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