• 19. Juli 2021 · 10:32 Uhr

Fernando Alonso: So groß war der Schaden am Diffusor wirklich

Welche Folgen der kleine Schaden am Heck von Fernando Alonsos Alpine hatte und warum der Ex-Champion Silverstone als das "beste Rennen bisher" bewertet

(Motorsport-Total.com) - Fiebrig arbeiteten die Alpine-Mechaniker noch in der Startaufstellung am Auto von Fernando Alonso. Denn der hatte sich bei der Fahrt raus aus der Box den Diffusor beschädigt. Knapp zwei Stunden später aber kam er beim Großbritannien-Grand-Prix der Formel 1 2021 auf Position sieben ins Ziel und schaffte damit sein bisher zweitbestes Ergebnis in diesem Jahr. (Zur Formel-1-Montagskolumne über Fernando Alonso!)

Fernando Alonso im Alpine A521 beim Grand Prix von Großbritannien der Formel 1 2021 in Silverstone in England

Fernando Alonso im Alpine A521 beim Grand Prix von Großbritannien Zoom Download

Welche Rolle spielte dabei der Schaden am Heck des Fahrzeugs? "Keine so große", meint Alonso selbst. "Das Auto hat sich im Rennen gut angefühlt. Ja, ich hatte einen sehr kleinen Schaden, aber das hatte keine Auswirkungen auf die Balance, gar nicht."

Wenn, dann habe ihn der Folgeschaden einer Berührung mit McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo beeinflusst. "Es war in Kurve 4", sagt Alonso und verweist auf den Re-Start nach der Unterbrechung des Rennens. Bei der angesprochenen Szene verschätzte sich Alonso und erwischte Ricciardo hinten links am Hinterrad.

"Dabei hat es die Endplatte am Frontflügel getroffen", erklärt der zweimalige Formel-1-Weltmeister. "Dadurch habe ich ein bisschen [Abtrieb] verloren, aber nichts, was die Gesamtleistung oder die Position gefährdet hätte, auch die Balance des Autos nicht. Da hatte ich Glück."

Alonso: Alpine hat vom Sprintformat profitiert

Und so habe er ein "gutes" und "unterhaltsames" Rennen gehabt, sagt Alonso weiter. Insgesamt könne sein Team mit dem Abschneiden zufrieden sein: "Das neue Format hat uns die Möglichkeit gegeben, unsere Qualifyingposition nochmals zu verbessern. Von P7 kommend hatten wir ein besseres Rennen in einer besseren Gruppe von Autos. Da ist es uns leichter gefallen, die Position zu managen."


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Im Qualifying am Freitag hatte es Alonso nur auf P11 geschafft, sein Alpine-Teamkollege Esteban Ocon auf P13. Im Sprintrennen am Samstag verbesserte sich das Duo auf die Plätze sieben und zehn. Daraus wurden im Grand Prix am Sonntag die Endpositionen sieben und neun.

Wie viel "eigene Kraft" steckt drin im Ergebnis?

"Beide Autos in den Punkten, da kann man zufrieden sein", meint Alonso. Und er persönlich erzielte mit dem fünften Rennen in Folge in den Top 10 einen weiteren Meilenstein. Mehr noch: Alonso spricht vom "wahrscheinlich bisher besten Rennen" seitens Alpine, denn er habe P7 "aus eigener Kraft" erreicht.

Das stimmt aber nicht so ganz: Red-Bull-Fahrer Max Verstappen war nach einem Unfall in Runde eins ausgeschieden, womit Alonso und die weiteren nachfolgenden Fahrer je eine Position gewannen. Nach dem Verstappen-Ausfall aber hielt Alonso seinen Platz im Rennen, dann in der Tat "aus eigener Kraft".

Fernando Alonso im Alpine A521 im Grand Prix von Großbritannien der Formel 1 2021 in Silverstone in England vor Lance Stroll im Aston Martin AMR21 und Sergio Perez im Red Bull RB16B

Fernando Alonso im Rennen vor Lance Stroll und Sergio Perez Zoom Download

Er selbst sagt: "Da war kein Glück im Spiel oder ein Safety-Car und auch kein Re-Start. Und mit der Leistung des Fahrzeugs bin ich auch zufrieden. Also: Ein gutes Wochenende, gute Kämpfe."

Alonso: Alpine hätte noch Reserven gehabt

Im Grand Prix hielt Alonso zum Beispiel über praktisch die gesamte Distanz den Aston Martin von Lance Stroll hinter sich, obwohl dieser in 15 Runden im DRS-Fenster lag. "Ich hatte wirklich viel Grün im Rückspiegel", meint Alonso, nachdem er schon im Sprint vor Sebastian Vettel geblieben war.

Insgesamt sei das Hauptrennen aber "etwas langweiliger" für ihn gewesen, betont Alonso. Grund: "Wir waren im Vergleich zu den Top 6 etwas zu langsam. Aber: Wir waren auch etwas schneller als die Leute hinter uns. Und wir hätten noch mehr Pace in der Hinterhand gehabt, haben davon aber nicht Gebrauch gemacht, weil wir sie nicht benötigt haben."

In der WM-Gesamtwertung belegt Alonso nach dem zehnten Saisonrennen weiter den elften Platz, direkt hinter Vettel. Alpine hat in der Konstrukteurswertung ein paar Punkte auf Aston Martin und AlphaTauri aufgeholt.

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