• 22. Juni 2021 · 13:15 Uhr

Andreas Seidl erklärt: Darum gab es bei McLaren keine Teamorder

Beim Frankreich-GP zog Lando Norris recht einfach an Daniel Ricciardo vorbei, doch eine Teamorder lag nicht vor, betont Teamchef Andreas Seidl

(Motorsport-Total.com) - McLaren machte beim Frankreich-GP der Formel 1 in Le Castellet seinem Ruf als Rennmaschine wieder einmal alle Ehren. Für Lando Norris und Daniel Ricciardo ging es von den Startplätzen acht und zehn bis auf die Plätze fünf und sechs nach vorne. Die Pace am Sonntag war von beiden Fahrern exzellent, die Strategien zahlten sich aus.

Daniel Ricciardo, Lando Norris

Lando Norris und Daniel Ricciardo zeigten in Le Castellet ein starkes Rennen Zoom Download

Während Ricciardo bereits nach 16 Runden an die Box kam, entschied sich McLaren bei Norris zu einem längeren ersten Stint. Erst nach 24 Runden tauschte der 21-Jährige seine Mediums gegen harte Reifen. Mit den deutlich besseren Pneus pflügte er anschließend durch das Feld.

In der 33. Runde zog Norris auch an Ricciardo vorbei, der Australier wehrte sich dabei nicht groß. Eine Teamorder gab es aber nicht, versichert Teamchef Andreas Seidl. "Solange sie um Positionen kämpfen und es keinen klaren Unterschied in der Strategie gibt, lassen wir sie fahren. Diese Vereinbarung haben wir mit beiden Fahrern", sagt Seidl.

Dabei seien jedoch gewisse Spielregeln einzuhalten, die allerdings nicht schwierig zu verstehen seien. "Es ist recht simpel: berührt euch nicht! Aber klar ist auch, wenn es einen Grund für einen enormen Unterschied bei der Pace gibt, dann würden wir uns das Leben nicht grundlos erschweren", sagt er.


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Beim Überholmanöver von Norris gegen Ricciardo hätten beide Fahrer vorbildlich reagiert. "Es war klar, dass Lando einen Vorteil von zehn Runden frischeren Reifen hat. Daniel hat es Lando dann auch nicht sehr schwer gemacht, ihn zu überholen", schildert Seidl.

Insgesamt sei der Plan für das Rennen voll aufgegangen, jubelt Seidl. "Das Strategieteam hat mit beiden Entscheidungen voll ins Schwarze getroffen. Das Ziel war ganz klar, auf Platz fünf und sechs zu landen. Und wie das Team die Strategien ausgeführt hat, konnten wir das dann auch erreichen", lobt er.

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