• 05. Juni 2021 · 19:15 Uhr

Carlos Sainz ist richtig sauer: Erneut mögliche Pole durch Crash verloren

Carlos Sainz erlebt in Baku ein bitteres Deja-vu, erneut verhindert ein verunfallter Kontrahent eine mögliche Pole - Sainz reagiert allmählich genervt

(Motorsport-Total.com) - Carlos Sainz muss sich nach dem Qualifying in Baku vorgekommen sein wie Bill Murray im Filmklassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier". Wie bereits vor zwei Wochen in Monaco war der Ferrari-Pilot auf einer guten Runde unterwegs, als ein Unfall unmittelbar vor ihm seine Hoffnungen auf die Poleposition platzen ließ. Und erneut jubelte sein Teamkollege Charles Leclerc über Startplatz eins.

Carlos Sainz Ferrari

Carlos Sainz ist von den Unfällen der Konkurrenz genervt Zoom Download

Doch dieses Mal war es nicht der Monegasse selbst, der crashte, sondern AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda. Der Unfall war für Sainz so unvorhersehbar, dass er sich sein Auto beim Versuch, auszuweichen, selbst beschädigte. "Ich bin es leid, dass andauernd ein Auto vor mir crasht, aber es ist, wie es ist. Ich muss versuchen, das Blatt zu wenden und schauen, was wir morgen machen können", sagt er angefressen.

Nur Startplatz fünf blieb für Sainz übrig, nachdem die Session infolge des Unfalls von Tsunoda abgebrochen wurde. Die Situation war für ihn gar nicht so leicht, als er mit vollem Tempo an die Unfallstelle kam. Da der Unfall direkt vor ihm passierte, waren noch keine roten Flaggen geschwenkt.

Sainz: Verdiene es, dass das Pech mal endet

"Ich kam mit 330 km/h an und sah überall diesen Rauch. Ich habe den Bremspunkt da getroffen, wo ich ihn normalerweise treffe und habe gehofft, dass er keinen Unfall, sondern nur einen Verbremser hatte. Als der Winkel dann besser war, habe ich ihn in der Wand gesehen. In dem Moment hatte ich zwar keine Angst, aber ich sah den Unfall und habe noch stärker auf die Bremse gedrückt", schildert Sainz.


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Einen Schaden am Frontflügel konnte er nicht vermeiden. Sainz hofft, dass die Beschädigung nicht noch eine Strafversetzung nach sich zieht. "Ich denke, ich verdiene es, dass dieses Pech mal endet und ich wenigstens von Platz fünf starten kann. Wenn nicht, werde ich heute Abend sehr sauer sein", sagt der 26-Jährige.

Dass es überhaupt zu dieser Situation kam, habe auch an einer ungünstigen Outlap aller Fahrer gelegen. "Es gab einen kleinen Zug. Aber was wir nicht erwartet haben, war, dass [Valtteri] Bottas mitten auf der Strecke plötzlich fast anhält. Wir dachten eigentlich, dass das verboten ist, denn die FIA hat uns gewarnt", erklärt er.

Sainz: Wir haben nicht gelogen

Dadurch sei der Zug noch größer und enger geworden, er selbst habe noch auf der Geraden gebremst, um etwas Abstand zu Tsunoda zu lassen. "Ich habe meine Runde dann zu nah hinter dem Auto begonnen. Aber gut, daraus muss man lernen", gibt er sich zurückhaltend.


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Im zweiten Rennen in Folge schaut Ferrari stark aus. Doch Sainz wehrt sich dagegen, die Scuderia hätte im Vorfeld bewusst tiefgestapelt. "Um ehrlich zu sein, haben wir das nicht erwartet. Vielleicht denkt ihr, wir lügen oder so etwas. Aber heute, besonders im Qualifying, sind wir regelrecht geflogen", schildert Sainz, der die Favoritenrolle für das Rennen aber dennoch abtritt.

"Die Pace von Red Bull auf dem Long Run ist stärker, denn wir haben einen höheren Reifenverschleiß. Aber gleichzeitig ist es sehr vielversprechend, dass wir heute ein Auto für die Poleposition hatten", erklärt er.

Streckenlayout kommt Ferrari entgegen

Die große Stärke des Ferraris verortet Sainz in den langsamen Streckenabschnitten, was es dem Team ermögliche, das Defizit auf den Geraden auszugleichen. "Wir generieren eine Menge Grip in den langsamen Kurven, mechanischen und aerodynamischen. Und das erlaubt es uns, weniger Heckflügel zu fahren, um die Geraden zu kompensieren, in den langsamen Kurven aber dennoch stark zu sein", so Sainz.

Die Schwäche des Autos liege in mittelschnellen und schnellen Kurven, doch diese kommen in Baku quasi nicht vor. "Wir nutzen das Potenzial des Autos voll aus, es ist ein sehr fahrbares Auto und gibt mir Selbstvertrauen", schildert Sainz.

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