• 02. November 2020 · 14:50 Uhr

Giovinazzi: Kracher-Startrunde nach Video-Schulung

Alfa-Romeo-Fahrer Antonio Giovinazzi erklärt, wie er sich auf seinen Soft-Start in Imola vorbereitet und was ihm in Runde eins geholfen hat

(Motorsport-Total.com) - Es war eine mutige Wahl, von P20 kommend mit Soft-Reifen ins Rennen zu gehen. Doch Alfa-Romeo-Fahrer Antonio Giovinazzi machte aus der Not eine Tugend: Alleine in der Startrunde gewann er sechs Positionen und erzielte am Ende mit P10 noch einen WM-Punkt. Seine gewagte Strategie ging also auf.

Antonio Giovinazzi, Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean, Nicholas Latifi

Antonio Giovinazzi vor seiner "Beute" in der ersten Rennrunde in Imola Zoom Download

Er selbst spricht von einer "großartigen ersten Runde" und verrät: Er hatte sich für den Start eine bestimmte Taktik zurechtgelegt. "In der Nacht zum Sonntag hatte ich noch viel Zeit investiert und Videos von allen möglichen Starts der Formel Renault, der Formel 4 und dergleichen angesehen, die ich mir auf meinen Laptop geladen hatte."

Am Sonntag habe er es dann "einfach umgesetzt", sagt Giovinazzi. Er gibt aber zu: "Da war natürlich auch Glück dabei."

Ein sehr kurzer erster Stint, aber ...

Stimmt: An Ferrari-Mann Sebastian Vettel und Haas-Fahrer Kevin Magnussen kam er fast kampflos vorbei, weil die sich in der Tosa-Kurve beharkt hatten. Kimi Räikkönen, Romain Grosjean und Nicholas Latifi aber ließ er aus eigener Kraft stehen, Lance Stroll hinkte nach Frontflügel-Schaden hinterher.

"Mit Soft ist es uns gelungen, von Anfang an viel Druck zu machen", sagt Giovinazzi. Doch sein erster Stint währte nur kurz: Schon in Runde zehn kam er zum Stopp und holte sich Medium-Reifen, "und dann durch bis zum Schluss", so formuliert er es.

Wo sein Teamkollege Räikkönen 48 Runden auf Medium-Reifen im ersten Stint fuhr, da fuhr Giovinazzi 53 Runden auf Medium-Reifen im letzten Stint. Und das lohnte sich, weil er gegen Rennende auf einen weiteren Boxenstopp verzichtete.


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"Damit war es dann ein bisschen knifflig, weil meine Reifen doch recht alt waren und die Temperaturen nachließen", sagt Giovinazzi über die letzten Rennrunden.

"Da war es schwierig, die Leute mit Soft hinter mir zu halten. Ich lag aber in den Punkten und gab alles." Und am Ende gab es P10 für Giovinazzi, nur wenige Tage nach der Vertragsverlängerung mit Alfa Romeo.

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