• 29. Oktober 2019 · 11:27 Uhr

Renault: Müssen mit diesen chaotischen Wochenenden aufhören!

Renault freut sich über ein gutes Ergebnis in Mexiko, obwohl es wieder chaotisch bei den Franzosen zuging: Und das, meint der Teamchef, muss aufhören

(Motorsport-Total.com) - Teamchef Cyril Abiteboul ist erleichtert, dass Renault trotz eines "chaotischen" Wochenendes in Mexiko und der Disqualifikation von Japan ein ordentliches Ergebnis einfahren konnte. Die Franzosen hatten das dritte Training verpasst, weil man an beiden Autos Verunreinigungen im Kühlsystem festgestellt hatte. Im Qualifying folgte das Aus in Q2.

Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul würde sich mal ein normales Wochenende wünschen Zoom Download

Daniel Ricciardo konnte nach einem Mammut-Stint auf harten Reifen (50 Runden) noch auf Rang acht fahren, obwohl er im Zweikampf mit Sergio Perez von der Strecke flog, Nico Hülkenberg wurde nach einer Kollision mit Daniil Kwjat in der letzten Kurve des Rennens noch Zehnter.

"Wir haben ein paar Punkte geholt", sagt Abiteboul zu 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben unseren Vorsprung gegen Racing Point und Toro Rosso mehr oder weniger behalten und den Rückstand auf McLaren reduziert. Nach der Situation unserer Autos im dritten Training war das ein großartiges Ergebnis."

Der Franzose weiß, dass gute Ergebnisse derzeit wichtig sind, schließlich hängt der Rennstall seinen Zielen hinterher und steht konzernintern auf dem Prüfstand.

"Trotzdem war es wieder ein bisschen chaotisch an diesem Wochenende. Unabhängig von der Konkurrenzfähigkeit unseres Autos muss das aufhören", fordert er. "Wir müssen uns das Leben nicht noch schwerer machen - aber genau das tun wir."

WM-Rang vier rückt näher und doch weg

Obwohl man Punkte auf McLaren gutmachen konnte, ist die Aufgabe WM-Rang vier noch größer geworden. Denn für die 38 fehlenden Punkte hat man nur noch drei Rennen Zeit und muss somit mehr als zwölf Zähler pro Rennen auf den Gegner gutmachen. Gleichzeitig muss man aber aufpassen, weil Racing Point und Toro Rosso nur neun Zähler hinter Renault liegen.


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"Ich glaube immer noch, dass wir generell ein besseres Paket haben", sagt Abiteboul. "Wenn ich die Punkte sehe, die wir verloren haben, dann ist es nicht schlecht, dass wir noch in dieser Position sind." Er ist überzeugt, dass Renault seinen Platz halten kann, wenn die restlichen Wochenenden normal verlaufen.

Gleichzeitig muss er aber betonen: "Ich bin mit der Position nicht zufrieden. Ich wäre lieber gleichauf mit McLaren. Das war das Ziel in dieser Saison, und das war machbar. In der kommenden Saison müssen wir dort sein."

"Fantastisches Rennen" von Ricciardo

Lob gibt es für Daniel Ricciardo, der das Beste aus seiner Strategie machte, die das Team ihm gegeben hat. Abiteboul weiß, dass Renault immer etwas ins Risiko gehen muss, wenn man sich von seinen schlechten Qualifying-Positionen verbessern möchte. In Mexiko startete Ricciardo auf harten Reifen, was laut dem Teamchef funktioniert hat.

"Natürlich können wir bedauern, dass er Perez nicht mehr überholen konnte. Ich denke, er war da zu ambitioniert und hat sich einfach verbremst. Im Vergleich zu Racing Point fehlte uns der Topspeed - trotz DRS", so Abiteboul.

Trotzdem sei Ricciardo "ein fantastisches Rennen" gefahren, wie er betont. "Vor allem zu Rennmitte war es grün nach grün in Sachen Rundenzeiten, und das Auto hat sich sehr gut verhalten. Wir waren extrem überrascht von der Lebensdauer der Reifen. Es war noch besser, als wir vor dem Rennen erwartet hatten, von daher war klar, dass die Einstopp-Strategie funktioniert."

Nico Hülkenberg musste hingegen nach einer Kollision in der letzten Runde noch Punkte einbüßen. "Ich weiß, dass Nico extrem sauer über die Kollision ist", sagt Abiteboul. "Er denkt wohl, dass er mit einem besseren Reifen die anderen Autos hinter ihm besser auf Distanz hätte halten können. Aber ich denke, wir haben das Richtige gemacht."

"Ohne die Kollision wäre es für Nico ein besseres Ergebnis geworden. Aber so ist Rennsport", sagt der Teamchef. "Es ist ein bisschen grausam, aber so ist das Mittelfeld. Willkommen im Dschungel!"

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