• 16. Juli 2019 · 14:06 Uhr

Lichtblick für Haas: Reifen in Silverstone etwas besser im Griff

Während das Wochenende für Haas ergebnistechnisch zum Weglaufen war, gibt es immerhin einen Lichtblick bei der Nutzung der Reifen - zumindest teilweise

(Motorsport-Total.com) - Nach der erneuten teaminternen Kollision zwischen Kevin Magnussen und Romain Grosjean sowie der unfassbaren Posse um Rich Energy hat man beinahe ganz vergessen, dass das US-amerikanische Team in der Formel 1 eigentlich ganz andere Probleme hat - mit den Pirelli-Reifen. Zumindest in dem Punkt hat man Fortschritte erzielt.

Romain Grosjean

Haas glaubt, die Pirell-Reifen jetzt etwas besser zu verstehen Zoom Download

Gänzlich gelöst ist die unendliche Geschichte des Haas VF-19 und der Pirelli-Reifen nicht, das zeigte zuletzt wieder ein Problem bei Romain Grosjean im Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien 2019. Doch man habe Fortschritte erzielt, versichert Teamchef Günther Steiner.

"Wir hatten die Reifentemperaturen ein bisschen besser unter Kontrolle", sagt der Südtiroler im Hinblick auf die Freitags-Longruns und konnte somit doch noch etwas Positives aus dem Wochenende ziehen. "Wir haben reichlich Daten gesammelt."

Einen Seitenhieb gibt er seinen Fahrern noch mit: "Im Rennen natürlich nicht, da haben wir nur [brauchbare] Daten aus vier Kurven. Wir stecken in einem Loch. Und wir tun gerade nicht viel dafür, uns gegenseitig da raus zu ziehen." In der Pressemitteilung wurde er noch deutlicher: Die Fahrer hätten jeweils eine Schaufel mitgebracht, um das Loch noch tiefer zu graben.

Am Freitag in den Longruns sah Haas sehr gut aus. Auch weil die Strecke derjenigen in Barcelona nicht unähnlich ist, wo es ebenfalls viele mittelschnelle und schnelle Kurven gibt. Dort hatten die Boliden gut ausgesehen.


Fotos: Grand Prix von Großbritannien


Doch ein wenig wurde auch in Silverstone das alte Lied angespielt: Romain Grosjean hatte im Qualifying wieder Probleme, die Reifen ins Arbeitsfenster zu bringen. "Sie wurden nicht richtig aufgewärmt", bestätigt Steiner. "Deshalb hat er Probleme gemeldet."

Generell sei es ohnehin eine seltsame Qualifying-Sitzung gewesen, fügt der Südtiroler hinzu. "Mit unserer Q1-Zeit wären wir aus den Top 10 gestartet. Und es hat mehrere Autos gegeben [die im späteren Verlauf des Qualifyings nicht mehr an ihre Zeiten von vorher herangekommen sind]. Da waren wir nicht die einzigen."

"Ich denke, die Strecke hat sich stark verändert. Aber wir haben noch nicht verstanden, warum wir uns in Q2 verschlechtert haben. Wir müssen uns durch die Daten wühlen und sehen, was Hockenheim bringt."

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