• 11. Juli 2019 · 19:04 Uhr

Wie in der GP2-Serie: Silverstone soll Gaslys Wendepunkt werden

Schon im Formel-1-Unterhaus schaffte Pierre Gasly in Silverstone die ganz große Wende, und das soll auch 2019 so sein: Zuversicht nach zwei intensiven Wochen

(Motorsport-Total.com) - Rückblick auf das Jahr 2016: 35 Rennen hatte Pierre Gasly damals schon in der GP2-Serie absolviert. Doch obwohl er für Spitzenteams wie DAMS und Prema unterwegs war, wollte dem Franzosen der erste Sieg im Unterhaus einfach nicht gelingen. Ähnlich verhält es sich in diesem Jahr: Bei Topteam Red Bull kommt Gasly auf keinen grünen Zweig und muss um seine Karriere bangen.

Pierre Gasly

Pierre Gasly blickt optimistisch auf das anstehende Rennen in Silverstone Zoom Download

Doch als Gasly beinahe schon als der ewig Sieglose abgeschrieben war, kam Silverstone. Im Hauptrennen feierte er dort seinen ersten Sieg in der GP2-Serie und erlebte damals die Wende. Im weiteren Saisonverlauf sollte der Red-Bull-Junior noch drei weitere Siege feiern und so am Ende als Titelgewinner in der höchsten Nachwuchsklasse dastehen.

"Das war der Wendepunkt", erinnert er sich. Und Ähnliches erhofft er sich, wenn er an diesem Wochenende mit der Formel 1 nach Silverstone kommt. "Ich mag die Strecke und hatte gute Ergebnisse hier", sagt er. Aber: "Ist es etwas, das das ganze Bild ändern wird? Ich glaube nicht."

Gasly motivierter denn je

Gasly steht nicht erst seit Österreich mit dem Rücken zur Wand. Mit großen Hoffnungen war er als Nachfolger von Daniel Ricciardo zu Red Bull gekommen, doch mehr als Platz fünf war für ihn bislang nicht drin - das war die schlechteste Saisonplatzierung von Teamkollege Max Verstappen. In Spielberg wurde er nur überrundeter Siebter, während der Niederländer das Rennen gewann.

Der Franzose muss liefern, das weiß er, und hat in den vergangenen beiden Wochen weiter hart dafür gearbeitet: "Ich bin ziemlich glücklich, welche Richtung ich mit dem Team zusammen gegangen bin und was wir gemacht haben", sagt er. "Ich bin zuversichtlich, dass ich hier ein gutes Wochenende haben kann. Ich bin entspannt, voller Energie und motivierter denn je."


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Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte sich nach dem vergangenen Rennen demonstrativ hinter seinen Schützling gestellt, doch die Aussagen in der Öffentlichkeit interessieren den 23-Jährigen weniger. Ihn interessiert eher das, was man sich im persönlichen Gespräch sagt.

Seit Spielberg habe man sich mehrfach zusammengesetzt und darüber gesprochen, was Gasly aber auch Red Bull verbessern können. "Darum fühle ich mich ziemlich zuversichtlich, dass wir einige gute Veränderungen und Verbesserungen sehen sollten."

Schwierige Zeiten "Teil der Karriere"

Der Wechsel von Toro Rosso zu Red Bull war für den Youngster eigentlich eine große Chance, aber hat sich zugleich auch als Bürde erwiesen. Denn die Erwartungen sind bei einem Topteam natürlich höher als beim Juniorrennstall, zudem hat er mit Max Verstappen einen der härtesten Teamkollegen an seiner Seite.

"Es ist schwierig, aber das ist auch Teil des Jobs", sagt er dazu. Gasly weiß, dass es gute und schlechte Zeiten gibt und er damit zurechtkommen muss. "Ich bin in der Position, von der ich immer geträumt habe und in der ich immer sein wollte - jetzt muss ich damit umgehen. Manchmal hat man mehr Herausforderungen, aber das ist Teil der Karriere. Im Moment laufen die Dinge nicht so, wie ich gerne hätte."

Helmut Marko und Pierre Gasly

Gasly weiß, dass er sich durch das Tal durchkämpfen muss Zoom Download

Doch er glaubt, dass er nach dem Tal als besserer Fahrer hervorkommen wird und dass die Arbeit mit dem Team irgendwann Früchte tragen wird.

Zumindest hat er seit zwei Wochen die Gewissheit, dass er in einem siegfähigen Auto sitzt. "Das ist natürlich toll", sagt er, will sich aber damit vorerst nicht befassen. Erst gelte es die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen. "Aber natürlich ist es schön zu sehen, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht und dass das Team gute Arbeit leistet."

"Ich muss aber erst ein paar Dinge aussortieren, um die Performance zu verbessern. Das ist das einzige, woran ich wirklich denke."

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